Gottessohnes, anrufen wird, der wird errettet werden. In dem Augenblick, in welchem sich ein Mensch mit aufrichtigem Willensentschluß den Netterhänden Jesu anvertraut, wird die Gnade ihn ergreifen.
Wenn ein Mensch nach einem Leben voll Sünde und Schuld aufrichtig aus der Tiefe seines Herzens um Gnade rufen wird, so wird er durch das unermeßliche Erbarmen Gottes errettet werden. Das Blut des Sohnes Gottes, auf dem Kreuze für Schuldige geflossen, wäscht ein solches Leben von allen Flecken der Schuld und schreibt seinen Namen als den eines Erretteten in das Buch des ewigen Lebens.
Die Sünde ist mächtig, gewaltig, groß; die Gnade ist noch mächtiger. O. D.
Irieden!
„Nun wir sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum ChristumI" Rom. 5, 1.
Welch lieblichen Klang hat dasWort „Frieden"! Doppelt lieblich, seitdem wir aus eigener Erfahrung den rauhen Klang des Wortes „Krieg" kennen gelernt haben.
Doch nicht von Weltkrieg und Völkerfrieden wollen wir jetzt reden, so sehr uns dies auch am Herzen liegen mag. Es gibt für dich und mich persönlich noch eine andere Art von Frieden, einen Frieden, den man mitten im Kriege haben kann, den Frieden des Herzens, den Frieden mit Gott. Wenn du diesen köstlichen Frieden noch nicht kennst und hast, so sollst du jetzt erfahren, wie man dazu kommt.
Friede ist immer die Aushebung von Streit. Nicht selten geschieht es, daß ein ungeratener Sohn fortwährend auf Kriegsfuß steht mit seinem Vater. Er will nicht, wie der Vater will. Bei der Arbeit soll es nach seinem Kopfe gehen; in der Freizeit geht er seine Wege. Er hört nicht auf den Vater, sondern auf die „guten Freunde", die in Wirklichkeit böse Verführer sind. So bereitet er dem Vater viel Herzeleid. Und er selbst fühlt sich, trotz des scheinbar „lustigen Lebens", im Herzen tief unglücklich. Es ist kein Friede und keine Freude in Haus und Herz. Wie soll das anders werden? Wie kann's zum Frieden kommen zwischen Vater und Sohn? Soll der Vater dem Eigenwillen des Sohnes nachgeben und feine Abwege gutheißen? Nicht wahr, das wäre ein fauler Frieden, der böse Früchte zeitigen würde! Nein, soll es zu einem guten Frieden kommen, der beide Teile befriedigen soll, dann muß der Sohn seine Schuld erkennen und bekennen und den Vater um Vergebung bitten; er muß auch den Eigenwillen aufgeben und seine
Irrwege verlassen und seinem Vater Ehrerbietung und Gehorsam entgegenbringen.
Genau so ist es zwischen der Menschenseeb und ihrem Gott. Die Sündenlust und der Eigen« wille haben einen dauernden Kriegszustand geschaffen, : eine innere Scheidewand aufgerichtet. „Eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander," so sagt Gottes Wort. (Jes. 59, 2.) , Der Mensch von Natur ist irdisch, fleischlich uni» sündig. Gott aber ist Geist; Sein Wesen ist himmlisch und heilig. Das paßt nicht zusammen. Das gibt Uneinigkeit, Trennung, Feindschaft. „Fleischlich gesinnt sein ist eine Feindschaft gegen ! Gott." lNöm. 8.) „Der Welt Freundschaft ist Gottes Feindschaft." (Jak. 4.) Darum ist es eine naturgemäße Wahrheit: „Die Gottlosen haben keinen Frieden." (Jes 48,22.) Die „Gottlosen", das brauchen keine Verbrecher und Lasterknechte, | Gottesleugner und -lästerer zu sein. Es sind auch viele ehrbare und tugendhafte, edle und ideale, ja religiöse und fromme Leute in Wirklichkeit fern von Gott, leben tatsächlich so, als ob kein Gott ! iväre, lieben und ehren Ihn nicht, gehorchen und ^ dienen Ihm nicht, sind los von Gott, also gottlos, i Oder glauben solche Leute, daß Gott mit einem ! Sountagsbesuch, mit einigen Almosen und einem christlichen Anstrich zufrieden sei? O nein, es muß ganz anders werden! Aber »vie denn?
Vor allem muß es zur Selbsterkenntnis im& Sündenerkenntnis kommen, zu in Leidtragen ob der Schuld, zum Weinen ob der Verdorbenheit, Ver- j irnmg und Verlorenheit. Und ivenn du auch gar > nichts Böses getan hättest, so müßtest du ewig leidtragen, daß du deinen Gott nicht geliebt und , geehrt hast von ganze,n Herzen, Ihm nicht gelebt und gedient mit allen Kräften, und daß du Jesum, ! das Lamm Gottes, für nichts geachtet hast, i Solches Leidtrage» laß dich zum Stillstehen, zur j Einkehr und Umkehr bewegen. Beuge dich vor deinem Gott und suche Seine Gnade. Er bietet ! dir Vergebung an durch das Sühnopfer Seines ( Sohnes auf Golgatha. Lege deine Hand auf dieses ; Opfer, bekenne dich schuldig und nimm die dargebotene j Gnade an! So empfängst du Vergebung und j Frieden durch Buße und Glauben. Bitte, ! lies die Geschichte der Sünderin in Luk. 7 und die des Zachäus in Luk. 19. Da sindest du Wcgweisung. : Lies auch Jes. 53, 3-6 und 2 Kor. 5, 17—21. Da siehst du, was Versöhnung und Gnade bedeutet.
Wenn du ihn dann erlangt hast, den „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft", köstlicher als alle Güter und Genüsse der Erde, wie wird er j dir erhalten und vermehrt? Gottes Wort fngt: i „Ach, daß du auf Meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom." (Jes. 48, 18.) Zum Glauben muß also der Gehorsam kommen. Du sollst nicht mehr nach deinen eigenen Plänen arbeiten, nicht mehr


