Ausgabe 
24.11.1918
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Redakteur: Stadtnstssionar tzerrmann-Gießen. Mitarbeiter! Pfarrer Sperber-Eastel und die Prediger der Pilaermission. Druck von I. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. v-- Cassel.

Nr. 47/48. Sonntag, den 24. November und 1. Dezember 1918. 11. Iahrg.

Kie Sünde ist der Freute Zierderöen.

In Berlin stand ein Clternpaar, das seine eigenen Kinder in ganz unglaublicher Weise zu fortgesetzten Diebstählen augehalten und damit zu deren Verwahrlosung beigetragen hat, in dem Arbeiter Ferdinand Fickinger und seiner Frau Auguste wegen Anst istu ng zum Diebstahl und zur Heh­lerei vor der 3. Strafkammer des Landgerichts I. Als die beiden zehn- bezw. dreizehnjährigen Kinder der Angeklagten, ein Junge und ein Mädchen, durch eine Verwandte verleitet, sich eines Tages als Waren­hausdiebe betätigt hatten und reiche Beute nach Hause brachten, fanden die Eltern einen derartigen Gefallen an diesem einträglichen Tun ihrer Kinder, baß sie diese aufforderten, recht fleißig so fortzufahren. Sie regten sie nicht nur dazu an, sondern gaben auch den Kindern direkt Fahrgeld, um solche Besuche in den 'Warenhäusern zu machen. Die beiden so Angeleitetcn ließen sich das von den Eltern nicht zweimal sagen und-unternahmen förmliche Raubzüge durch die Warenhäuser. Als sie endlich erwischt wurden und eine Haussuchung in der elterlichen Wohnung stnttfand, wurde dort ein ganzes Waren­lager von Blusen, Stoffen, Vasen, Lebensmitteln und dergleichen vorgefunden. Angesichts einer derartigen Erziehung beantragte der Staatsanwalt gegen den Vater zehn Jahre und gegen die bisher unbestrafte Mutter fünf Jahre Zuchthaus. Das Gericht erkannte auf drei Jahre bezw, zwei Jahre Zuchthaus.

In Köln geschah folgendes:

Der sechzehnjährige Sohn einer ehrbaren Familie war durch Schundliteratur auf Abwege geraten. Aus Rache, daß ihm das Lesen schlechter Bücher verboten worden war, schlich er sich nachts mit einem Beil in das Schlafzimmer seines Vaters, um diesen zu erschlagen. Nach einigen wuchtigen Schlägen auf den Kopf des Vaters gelang es dem schwer verletzten Manne, dem ungeratenen Sohne das Beil zu entwinden. Das Kölner Kriegsgericht

verurteilte den jugendliche» Verbrecher zu drei Jahren Gefängnis.

Aus Remscheid wird zu dem Gattenmord in der Nordstraße nachträglich gemeldet:

Die Frau des Schuhmachers Heinen, die sich des besten Rufes erfreute, hatte alles getan, um ihrem aus dem Heeresdienst heimgekehrten Manne den Urlaub so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Mann war aber vollständig beherrscht von dem Gedanken, daß ihm seine Frau untreu geworden sei. Mit einer Browningpistole in der Hand ver- langte er ein Geständnis. Als die Geängftigte aus dem Zimmer entfliehen wollte, gab Heinen einen Schuß auf sie ab. Die Kinder erwachten durch die Schreie der Mutter. Der älteste dreizehnjährige Sohn und Heinen trugen die schwerverletzte Frau ins Schlafzimmer, wo der Mann nochzweiSchüsse auf sie abgab, die den Tod der Unglücklichen herbeiführten. Der Täter machte bei seiner polizei­lichen Vernehmung, zu der er sich freiwillig gestellt hatte, ganz klare Angaben und zeigte keinerlei Reue über seine Tat.

Zeitungsberichte, die ähnliche Trauersälle ent­halten, können wir täglich lesen.

Das Elternpaar in Berlin, der Sohn in Köln, der Ehegatte in Remscheid erscheinen uns als besondere Sünder. Es ist wahr, sie haben Taten begangen, vor denen du, teurer Leser, zurückschrcckst. Und doch, auch du bist als schuldiger Sünder deinen Erdenweg gegangen, und es ist die große und bedeut­same Frage, ob du Vergebung und Frieden mit Gott gesucht und gefunden hast.

Was sind wir, wenn es uns betrifft ?

Ein Abgrund volle: Sündengift."

Aber Gott sei gepriesen, der Weg zu Ihm ist gebahnt durch den einen Mittler, durch Jesum, Gottes eingeborenen Sohn.

Wo irgendein Mensch aufrichtig im Bewußtsein seines verlorenen Zustandes als ein Schuldiger

den Namen des HErrn Jesu, des gekreuzigten