Ausgabe 
6.1.1918
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Verlag uer üucnbanmung der Pilaermissioa Liehen.

Redakteur: Stadtmissionar öerrmanmGießen, 'l'fitarbriter; Pfarrer Sperberdafiel und die Prediger der Pilgermiision Druck von I.' G. Lucken Nachfolger. G. m. b. H. Cassel

Nr. l Sonntag, den 6.

Januar 1918. 11. Jahrg.

Krieg und Frieden.

Gewaltig ernst hat Gott in den letzten Jahren Mt uns geredet, und doch hat Er Seine Gnade und Barmherzigkeit nicht von uns gewandt. In den lageszeitiingen lesen wir viel über Krieg und Frieden, und so wollen wir jetzt einmal über den Krieg der Menschheit gegen Gott und über den Weg, wie der einzelne Mensch zum Frieden mit Gott kommen kann, sinnen.

Ja, daß du, lieber, teurer Leser, wirklich be- denken möchkest, was zu deinem Frieden dient, daß du bedenken möchtest, wie schrecklich es ist, als nn- bußiertigcr Sünder in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! Zu Anfang des neuen Jahres sind noch Gnadenlage für dich da. Ob bald, sehr bald die Zeit-der Gnade für dich abgelaufen ist, das weißt du nicht und ich weiß es nicht. Aber wenn du heute über dein Sündenelend nachdcnkst, wenn du deine Schuld im Lichte des heiligen und gerechten Gottes erkennst, wenn du dann deine Zu> flucht zu Jesu nimmst/ wenn du Frieden mit Gott machen willst, dann wirst du zu diesem Frieden kommen.

Gott hatte den Menschen geschaffen nach Seinem Bilde, ohne Sünde, und vor dem Fall genoß der Mensch den Frieden mit Gott. Der Mensch ist Nicht mit Sünden und Schuld beladen aus Gottes Schöpscrhaud hervorgegangen; er war einst nicht ohne Gott, nicht friedelos, nicht von Gott getrennt. Deshalb ist in jedem friedelosen Menschen ein Ver- langen, ein Sehnen nach Frieden.

Durch den Sündenfall im Paradies wurden Adam und Eva und mit ihnen das ganze Menschen­geschlecht sündhaft und verderbt, ja, sie kamen in den Kriegszustand mit Gott Aber auch wir selbst dabln gesündigt und selbst vor Gott Schuld auf schuld gehäuft.Alle sind abgewichen, alle sind untauglich geworden" (Röm. 3, 12) und:Alle haben gesündigt" (Röm. 3, 23), das bestätigt uns die eigene Erfahrung

Gott selbst, von dem der Mensch sich doch eigenwillig getrennt und wider den er unzählige Male in Gedanken, Worten und Werken gesündigt hat, bietet aber dem Herzen des Menschen Frieden an. Ja, Gott hat in Seiner Liebe Seines ein­geborenen Sohnes nicht verschont, sondern hat Ihn für uns alle dahingegeben. (Röm. 8, 32.)

Auch du, mein Leser, hast das Evangelium von der großen Erlösung durch Jesu Opfertod wahrscheinlich schon mehr als einmal gehört. Aber jetzt betrachte diese Botschaft mit ernsterem Nach­denken als zuvor: Gott gab Seinen Sohn für dich dahin in Tod und Gericht. Nur durch Seinen Tod konnte de-r Heiland der Welt deinem Herzen Frieden erwerben; denn der Mensch ist ein Übertreter und Schuldner vor Gott und muß Vergebung haben. Der Tod ist der Sünde Sold. Schon jubelten die Engel bei der Geburt des Sohnes Gottes:Friede auf EddenI" aber nur durch Seinen Tod konnte Er unsere Schuld sühnen. Und Er hat es getan:Er hat Frie- den gemacht durch das Blut Seines Kreu­zes." (Kol 1, 20.) Er hat sterbend für uns eine ewige Erlösung zustande gebracht So war es schon lange vorher gewcissagt:Die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt." (Jes. 53, 5.)

Wer nun aus allen Völkern und Sprachen seine Sündenschuld im Lichte des heiligen lind gerechten Gottes erkennt und im Glauben aus Jesum blickt, der für ihn gestorben und auf­erstanden ist, in dessen Seele wird der Friede Gottes einkchren.

Ja, ein solcher Mensch darf dann freudig Jesum seinen Erlöser rühmen, der alle Sündenschuld am Kreuze sühnte durch Sein teures Blut und der nun als der Auferstaiidene, als großer Hohepriester zur Rechten Gottes ist, um Sich für die Gläubige» zu verwenden. O. D.

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