r Zeit dir raue Ihm m, wie Er tt für dich lassen hat, r möchtest.
O. D.
Intern." J r die Rede ! liehen Seg< re Wünsche ch doch nach j n. Sehnst reund, oder zu werden Sehnst du der Gnade? igrigen, um
Verlangen; orgegangenc st stirbt er; n, das man befindest du g, daß du ist, daß du lnade zuteil e, wenn dir rgsi du nun u empfinden :su ist? Ist die Er mit
c Ohnmacht iden Hunger ich schließlich n Augenblick du dich der- , ivie darum ltcrgekommen rst einer der llen wird.
„Wie ver- Die Leute Wege. „Der tlob, daß ich i Äußerungen nb ganz das- J esagt. „Mit mgen!" heißt neulich lustig er beständig, ns; entweder er er schließt einend, er sei
verloren, wenn sich Gott nicht seiner erbarme." Ach das ist mein Mann! Mit solchen Leuten würde ich gern die ganze Nacht, ja, sieben Nächte hintereinander ausbleiben. Für ihresgleichen ist Christus ge- storben, sie speist Er am liebsten. „Die Hungrigen füllt Er mit Gütern."
Und ihr wißt, wenn einer so recht dürftig und hungrig ist, denken nicht nur seine Mitmenschen gering von ihm, sondern er selbst denkt gering von sich. Hat einer nicht die notdürftige Nahrung, so gebricht es ihm auch an Mut, und er sieht sich hilfesuchend nach allen Seiten um, ob er nicht irgendwo ein Stückchen Brot erbetteln kann. Er ist mit einem Worte erbärmlich dran. Bist du in geistlicher Beziehung erbärmlich dran, „vollkommen fertig", wie man sagt? Armer Mensch, gerade dich zu retten, ist Christus gekommen, für deines- gleichen hat Er das Abendmahl bereitet; gerade deine Leere zieht Christum au. „Er füllt die Hungrigen mit Gütern." Seit Maria das in ihrem Lobgesang rühmte, hat Er es beständig getan, und was Er schon für so viele tat, wird Er auch für dich tun. Öffne nur deinen Mund weit und vertraue Ihm, „so wird Er dich mit Gütern füllen".
Aie größte -Lieöe.
Einst fuhr in raschem Trabe ein Schlitten durch die polnischen Wälder. Der Winter war hart, der Schnee hoch, und die Wölfe waren hungrig. Was hungrige Wölfe zu bedeuten haben, wissen viele nicht, aber die Polen wissen es, und der Edelmann, der mit seinem Weibe im Schlitten saß, wußte es, und der Knecht, der sie fuhr, wußte es auch. Darum fuhr der Schlitten durch die Wälder, was die Pferde laufen konnten. Aber es dauerte nicht lange, so hörten der Edelmann und sein Weib und sein Knecht ein fernes Geheul. Und dies Geheul kam näher und näher, so rasch die Pferde auch lausen mochten, und bald war der Schlitten von einem Rudel hungriger Wölfe umringt. Der Edelmann war wvdl bewaffnet und schoß aus die hungrigen Wölfe, soviel er konnte, und er zielte gut. Aber tötete er auch den einen und den anderen Wolf, es blieben doch ihrer noch zuviel übrig. Er sah nichts als den Tod vor Augen für sich, sein Weib, seinen Knecht und seine Pferde. Da reichte der treue Knecht seinem Herrn die Zügel der Pferde und sprach: „Herr, sorgt für Euch und meine Kinder!" und sprang aus dem Schlitten, mit dem Säbel in der Faust, mitten unter die Wölfe. Der Herr peitschte das Gespann, daß es davonlief wie der Sturmwind, und bald blickten ihm die Lichter menschlicher Woh- Nungen entgegen. Er war gerettet und sein Weib. Da gedachte er mit tiefem Schmerze seines treuen Knechtes, und er ging mit einer Anzahl mutiger Männer Mück in den Wald, wo sein Knecht mit den Wölfen
gestritten. Die Wölfe fanden sie nicht, wohl aber die abgenagten Gebeine des treuen Knechtes. — War das die größte Siebe? — Nein, sie war es nicht.
In dem Hochgebirge Schottlands, so wird erzählt, raubte einst ein Adler einer Mutter ihr jüngstgeborenes Kind, als sie in der Heuernte dasselbe ins weiche Heu hineingelegt hatte, um selber Heu zu machen, und trug es hinauf in sein Nest, seinen Jungen zur Speise. Das Adlernest war deutlich zu sehen auf hohem Felsen. Aber wer wagt es, hinaufzuklettern, das Kind zu erretten? Ein kühner Jäger wagte es, hinaufzuklettern. Allein auf halbem Wege wurde er schwindlig und stieg wieder hinab. Ein anderer wagte es nach ihm, allein beim Klettern tat er einen Fehltritt und stürzte hinab in die Tiefe. Da kletterte ein Weib den Felsen hinauf zum Adlernest, ergriff das Kind, wickelte es in die Schürze und kam unter dem Jauchzen und Beten der Menschen wohlbehalten hinab. Es war die Mutter. — War das diegrößte Liebe? — Nein, sie war es nicht.
Es war Festzeit in Jerusalem, Ostern war es, da stand eine große Menschenmenge um ein Kreuz, an dem ein Mann angenagelt war, um den schrecklichen Tod eines Missetäters zu erleiden. Er war mit Blut übergossen und mit Dornen gekrönt und wurde dazu in seinen letzten Seufzern und Gebeten von der wütenden Menge noch verhöhnt. Warum litt und starb er denn? Er war kein Sünder wie der polnische Knecht, kein Sünder wie das schottische Weib, das im Tode doch jedenfalls als Sünder auch ihrer eigenen Sünden Sold oder Lohn empfing; nein, Er war der Heilige Gottes. Er litt und starb nicht um Seiner Sünden willen, auch nicht für Seine Herrschaft, die Ihm Gutes erwiesen hatte, auch nicht für die geliebten Kinder Seiner Herrschaft, auch nicht für die eigenen Kmder; nein Er starb für Seine Feinde; und für die, welche Ihn an das Kreuz geschlagen hatten und Ihn noch im Todeskampf verfolgten, betete Er. Für die boshaften, sündigen, abgefallenen Menschen, die Seinen Vater unzähligemal beleidigt, die Ihn beständig betrübt und verfolgt hauen, für die starb Er den marter- vollsten Kreuzestod, für die nahm Er den Zorn des Vaters auf Sich und erduldete die unsägliche Pein der Gottverlassenheit am Kreuze, sie zu erretten von der ewigen Verdammnis. — Ist das die größte Liebe? — Ja, sie ist es!
Wie manches Mal werden Menschen bewegt, wenn solche Taten der Aufopferung und Liebe erzählt wer' :it, wie sie der polnische Knecht und die schottische Mutter vollbracht haben. Aber wie trocken bleiben die Augen und wie kalt die Herzen, wenn von der größten Liebe gepredigt wird, von der Liebe des HErrn Jesu zu uns Sündern! Und doch ist diese Liebe so unendlich viel größer und die einzige, wo- durch der Sünder ewig errettet werden kann.


