Ausgabe 
10.11.1918
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ut tb dann den größten .Gewinn einheimsen, aber selbst zu kämpfen und zu bluten, lag ihnen fern. Gatt aber hat unsere leitenden Persöntichkeiten mit ^ Umsicht und Fähigkeiten begabt, und unsere Feinde haben trotz ihrer gewaltigen Übermacht ihre Ziele nicht erreicht. Was alles vor und während des Krieaes an Gegenständen zum Aufklärungsdienst, an schweren und weittragenden Geschützen usw. erfunden wordenist, hatoftunangenehmeUberraschungen gebracht. Neue, wertvolle Erfindungen auf vielen Gebieten find m dem großen Kriege von gewaltiger Bedeutung.

Doch es gibt etwas in dieser Welk, was nie durch neue Erfindungen überflüssig wird oder auch nur verbessert werden kann. Es ist dieses das teure

Evangelium von der Gnade Gottes.

Nach dem Sündensall im Paradies wurde dieses Evangelium sckion verkündigt. Diese Botschaft be­zeugten alle Propheten.

' Die Gläubigen des alten Bundes warteten auf den Trost Israels, sie glaubten der göttlichen Bot­schaft von dem verheißenen Messias. Doch was vor 2000 und vor 3000 Jahren nur Verheißung war, ist jetzt erfüllt. Als die Sonne ihren Schern verlor, als der Sohn Gottes am Kreuze rief: Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?", als Er, mit unserer Sünden­schuld beladen, Sein Blut gab und Sein Leben au-chauchte, da wurde die Versöhnung vollbracht, die uns in dem alten Evangelium bezeugt wird.

cresus Christus starb nicht nur den Tod eines Märtyrers, Er starb,als der Gerechte sür die Ungerechten, auf daß Er uns zu Gott führe". <1 Peiri 3, 13.) Durch die ganze Heilige Schrift zog sich seit Jahrtausenden das kostbare Verheißungs- wort, daß Galt uns einen Retter senden werde. Seinen Sohn, der sterbend der Schlange den Kopf zertreten und unsere Schuld sühnen sollte.

Teurer Leser, warst du je ernstlich um das Heil deiner Seele bekümmert? Hast du je im Ge ste vor dem Kreuze Christi gestanden im Gefühl deiner Schuld? Suchst du Ver­söhnung und Frieden mit Gott, Ver- gebung deiner Sünden, etviges Heil und Leben? O so schaue hinauf nach Golgatha! Dort hat Jesus Christus nach Goties herrlichem * Ratschluß Sein teures Leben als Lösegeld sür dich hingegeben. (Mark. 10, 45.)

Wenn du dich wirklich um Vergebung^ und Rettung von Herzen zu Jesu gewandt hast, so ist das ewige Heil und die Herrlichkeit droben dein gewisses Teil. Du kannst dann auf den Schrei des HErrn Jesu:Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?" voll Lob und Dank ant- Worten:HErr Jesu, um meinetwillen hast Du ge- litten. Tein kostbares Blut floß für mich. Du hast mich mit Gott versöhnt."

Ja, dieses kostbare Teil will Gott dir durch Jesum schenken, wenn es noch nicht geschehen ist.

Gott liebt dich und will die Not der Zeit dir zum ewigen Heil ger ichen lassen. Vertraue -0hm und blicke im Glauben hin nach Golgatha, wie Er Seinen eingeborenen und geliebten Sohn für dich dahingegeben. Ihn an deiner Stelle verlassen hat, damit du Sein teures Eigentum werden möchtest.

O. D.

L

Geistticher Kunger.

xEr füllt die Hungrigen mit Gütern." Wer find die Hungrigen, von denen hier die Rede ist? Ei, wer anders, als die nach geistlichen Seg- nungen verlangenden Leute. Wenn sie ihre Wünsche auch nicht in Worte kleiden, sehnen sie sich doch nach allen möglichen Dingen, die sie nicht besitzen. Sehnst du dich etwa nach Errettung, lieber Freund, oder verlangst du danach, mit Gott versöhnt zu werden oder Christum im Glauben zu schauen? Sehnst du dich nach Heiligung, nach Wachstum m der Gnade? Wohlan, so bist du einer von den Hungrigen, um die es sich handelt.

junger ist jedoch mehr als bloßes Verlangen; es ist eine aus dringendem Bedürfnis hervorgegangene Beoierde. Der Mensch muß essen, sonst stirbt er; daher ist der Hunger nicht ein Verlangen, das man so ohne weiteres beiseitesetzen kann. Befindest du dich in einer solchen Gemütsverfassung, daß du Christum haben mußt oder stirbst, daß du dich verloren füblst, wenn dir nicht Gnade zuteil wird, daß du weißt, du fährst zur Hölle, mm dir Gott nicht Vergebung schenkt? Und fängst du nun wirklich an, einen Hunger und Durst zu empfinden nach der Gerechtigkeit, die in Christo Jesu ist? Ist Sem also, so tust du einer von denen, die Er mit

Gütern füllen wird. .

Der Hungrige ist zuweilen einer Ohnmacht nahe. Was er auch versucht, den nagenden Hunger zu stillen, es gelingt nicht; er fühlt sich schließlich ganz kraftlos und meint, er müsse jeden Augenblick sterben. Ist dir so zumute? Sehnst du dich der­maßen nach Gnade, daß du kaum weißt, wie darum bitten, weil du dich so elend, so tief heruntergekommen füblst? Ei, das freut mich, denn du wirst einer der ersten sein, die Christus mit Gütern füllen wird.

Der Hungrige wird häufig verachtet.Wie ver­kommen er aussieht!" heißt es dann. Die Leu« gehen Hungerleidenden gern aus dem Wege.Der arme Kerl!" sagen sie vielleicht.Gottlob, daß ta; nicht au seiner Stelle bin!" Dergleichen Äußerungen haben wir gewiß alle schon gehört. Und ganz das- selbe wird von geistlich Hungrigen gesagt.Mi diesem Menschen ist rein nichts anzusangen!" heiß­es da zum Beispiel.Währ, d wir uns neulich lustig die Zeit miteinander vertrieben, seufzte er beständig. Man bringt kein Wort aus ihm heraus; entweder fitzt er still sür sich in einer Ecke, oder er schließ! sich in sein Zimmer und behauptet weinend, er >e>