wohnst und was du tust. Alle deine Werke sind Ihm wohlbekannt.
Manche glauben nicht an plötzliche Bekehrungen. Sie mögen dann einmal darüber Nachdenken, wann Zachäus bekehrt worden ist. Er war gewiß noch unbekehrt, als er auf den Baum stieg, und Ich halte dafür, daß er bekehrt herunterstieg. Es handelte sich bei diesem Manne um eine schnelle Entscheidung: Jesus stand unter dem Baume und gebot ihm: „Steige eilend hernieder! Dies ist Mein letzter Besuch, Ich werde niemals wieder diese Straße ziehen." Und Zachäus kam eilend und nahm Ihn auf in sein Haus mit Freuden. Dies ist der Weg für jedermann zur Seligkeit!
Manche mögen lange Zeit nötig haben, ehe ste sich entschließen, aber endlich muß jeder dazu kommen, den HErrn mit Freuden aufzunehmen. Christus bringt Freude mit, wo Er hinkommt. Traurigkeit und Trostlosigkeit muß weichen, wenn Er erscheint. Er ist das Licht, welches jedes Dunkel überwindet. Freude und Friede bringt Er mit.
Vielleicht fragt jemand: „Woher weißt du
denn, daß Zachäus bekehrt war?" Nun ich denke, an den Früchten erkennt man den Baum. Wenn ein reicher Mann die Hälfte seiner Güter den Armen gibt und die Leute aufsucht, welche er früher betrogen hat, um ihnen das geraubte Gut vielfältig zu erstatten, dann kann man wohl an- nehmen, daß etwas Neues in ihm geschaffen ist. Doch das beste von allem ist doch das Zeugnis des Heilandes: „Heute ist diesem Hause Heil wider- fahren!" Jesus erkannte die Bekehrung des Zachäus an. Hat Er auch die deinige anerkannt?
D. L. M.
L
ßin Kfeik, der sein Ziel erreichte.
Vor einigen Jahren bildete sich ein Verein, welcher es sich zur Aufgabe machte, Traktate durch die Post an höherstehende Personen zu senden, denen man sonst mit dem Evangelium nicht gut zu nahen vermag. Ein Traktat mit der Überschrift: „Schicke dich und begegne deinem Gott," wurde an einen Herrn adressiert, der wegen seines Unglaubens weit und breit bekannt war.
Als er diesen Brief nebst anderen Postsachen empfing, warf er einen verwunderten Blick auf die Überschrift und rief aus: „Was soll denn das be
deuten? Schicke dich und begegne deinem Gott? Was geht mich denn Gott an? Es gibt ja keinen Gott!"
Mit diesen Worten sprang er aus, um das Blättchen in den Ofen zu werfen. Doch — da kam ihm ein Gedanke. Sollte die Zusendung nicht einen Scherz bedeuten? Konnte er sich nicht eben- falls einen Scherz erlauben mit dem frommen Blättchen? Wie, wenn er es seinem Freunde B. zusenden würde? Das wäre ein Hauptspaß. Er
ergriff einen Briefumschlag, steckte das Blättchen da hinein und adressierte es an Kaufmann B., der gleich ihm ein entschlossener Ungläubiger war.
Als Herr B. den Traktat empfing, ergrimmte er über diesen „methodistischen Unfug", wie er alle Versuche, das Evangelium zu verkündigen, zu nennen beliebte. Als er die Hand ausstreckte, um das Papier zu zerreißen, fuhr ihm der Schrecken Gottes durch die Seele. „Schicke dich und begegne deinem Gott!" stand auf dem Traktat geschrieben. Gibt es denn wirklich einen Gott? Und wenn es wirklich einen geben sollte, was hatte er, der reiche Kauf- ^ mann, denn mit demselben zu tun? Er, der ge- bildete, aufgeklärte Mann, dem die Güter dieser Welt in ungcmessener Zahl zur Verfügung standen, hatte bis jetzt ohne Gott in der Welt gelebt und beabsichtigte dies auch ferner noch zu tun. Er schlug sich die Gedanken aus dem Kopfe und begab sich an seine Arbeit. Aber was er auch angreifen und beginnen mochte, immer wieder klang es ihm im Herzen: „Schicke dich und begegne deinem Gott!"
So vergingen einige Tage. Da konnte er endlich nicht mehr widerstehen; er sank auf seine Knie nieder und übergab sich dem HErrn, der Seine ,
Retterhand nach ihm ausstreckte. !
Als er nun Frieden gefunden hatte, war sew erster Gedanke: Das Blättchen muß dein Sozius
auch haben. Er nahm einen Briefumschlag, steckte den Traktat hinein und sandte ihn an seinen Teil- Haber. Und siehe da, auch dieser wurde durch das einfache Zeugnis zum HErrn gebracht. Der Pfeil hatte also sein Ziel getroffen. Zwei unsterbliche Menschenseelen wgxen durch ein einziges Traktätchen zum Heiland geführt und zu neuen Menschen ge- worden.
Durch einen Kamen.
Eine südafrikanische Missionarin reiste im Betschuanaland. An einem Abend schlugen ihre Träger in der Nähe einer Trinkbude das Lager auf. Hier begegnete sie einem sehr alten, mit wenigen schmutzigen Lumpen bekleideten Manne. Sein Gesicht war aufgedunsen, seine Augen trübe und sein Körper mit Geschwüren bedeckt, eine Folge der billigen, gefälschten Getränke in der Bude. Er stolperte gerade wieder auf dieselbe zu, als sie ihn anrief. Er blieb stehen, und sie fragte ihn, warum er tränke, da das Trinken ihn doch zugrunde riefte.
Mit wildem Auflachen antwortete er: „Warum? Ich kann nicht anders. Der abscheuliche weiße Mann hat mich mit seinen Getränken zum Sklaven gemacht. Ich möchte gern aufhören zu trinken, aber ich kann nicht." Darauf sagte sie ihm, daß er aus dieser Sklaverei wieder herauskommen und die Freiheit wieder erlangen könne und zwar durch einen Namen. „Durch einen Namen?" fragte er
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