Ausgabe 
18.8.1918
Seite
4
 
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Genüge geschehen. Es hat keine Forderung mehr an dich. Wir sind losgekauft von seinem Fluche. Mal. 3, 13.) Das Todesurteil, das es über uns fällte, ist voll- streckt. Wir sind erlöst, versöhnt mit Gott durch den Tod Seines Sohnes! (Rom. 5, 18.)

Jauchz, o Erde, Himmel tönet,

Rühme, neugeschaffne WeltI Gott und Menschheit find versöhnet,

Feind und Hölle sind gefällt I"

Krrrjte Arbeit und Krfol'g.

Es war im Jahre 1860, erzählt Moody, als ich in meiner Sonntagsschule einen schwächlichen, bleichen, jungen Mann als Lehrer angestellt hatte. Ich kannte seine Frömmigkeit und seinen brennenden Eifer für die Reichssache Christi und gab ihm darum die schlimmste Klasse in der ganzen Schule. Diese Klasse bestand aus Mädchen, welche sich sehr aus­gelassen betrugen. Da war kein Ende mit Kichern und Flüstern, und ihre Augen schweiften überall umher. Dieser junge Mann wurde besser mit ihnen fertig, als irgendein anderer, und ich wunderte mich dessen.

Eines Sonntags war er abwesend; ich über­nahm seine Stelle, konnte aber gar nichts mit den Mädchen anfangen. Sie schienen weiter entfernt vom Heil in Christo zu sein, wie je zuvor. Am Montag nach seiner Abwesenheit kam der jun-ge Mann sehr früh in den Laden, wo ich beschäftigt war. Er zitterte und wankte nach einer Kiste hin.Was fehlt dir?" fragte ich.Ich habe eine Lungenblutung gehabt, und sie haben mir das Leben abgesprocheu/' tagte er.Aber du fürchtest dich doch nicht vor dem Sterben?" fragte ich.Nein," erwiderte er,ich fürchte mich vor dem Sterben nicht, aber ich muß Rechenschaft vor Gott ablegen von meinem Haus­halten,- und nicht eine von allen meinen Schülerinnen ist von mir zum Heiland geführt worden. Es ist

mir nicht gelungen, die Seele einer einzigen zu über- zeugen, und ich habe jetzt keine Kraft mehr."

Er war so niedergebeugt, daß ich einen Wagrg holte und den Leidenden aufnahm, und wir besuchten jede von seinen Schülerinnen, und zu jeder redete er, so gut er konnte mit seiner zitternden Stimme, daß sie doch zu Jesu kommen möchte, um von Sünde» befreit zu werden, und dann betete er mit ihnen, wie ich nie gehört hatte.

Zehn Tage lang wirkte er so fort; mitunter ging er zu Fuß zum nächsten Hause. Als die zcbn Tage vergangen waren, war die ganze große Klaff« umgewandelt und nicht ein lachendes, ungezogene« Gesicht darin. Viele hatten ihre Herzen dein Hei­land geschenkt. Sehr wohl erinnere ich mich de« Abschiedsabends, denn die Arzte hatten ihm eine Reise nach dem Süoen empfohlen, es war ein wahre« Liebesmahl. Es waren die Tore des Himmels in jener Versammlung. Er betete, und die Mädchen beteten. Er forderte keines auf; er dachte nicht, daß sie beten konnten; und dann sangen wir:Gesegnet sei der Bund!" Es war eine herrliche Nacht i« Juni, als er abfuhr. Alle seine Schülerinnen waren wieder da, und der Bahnhof schien eine zweite Himmelspforte zu sein in der tränenreichen, doch freudigen Gemeinschaft dieser Neubekehrten mit ihrem glaubensstarken Lehrer, der sie zu Jesu geführt hatte. Endlich schlug die Glocke, er reichte einer jeden di« Hand und flüsterte'Aus Wiedersehen droben bei Jesu!"

Koffnung.

Die wahre und lebendige Hoffnung wird off verglichen mit einem Anker, welcher die Stärke und die Festigkeit eines Schiffes in stürmischer Zeit ist. Sie ist auch oft personiftziert mit den Augen gev Himmel gerichtet; ein Zeichen des Vertrauens, das; ihre Hilfe von oben kommt.

Versatitmlmtgs -Anzeigen.

Bezirk Gissten. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14.

Jeden Sonntag 1*/, Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrau'«verein: 8 1 /* Uhr Bersammlung; 4'/u Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch 8'/s Uhr Bibelstunde; jeden Frettag 8'/r Uhr Gebetsstunde.

Bezirk Nieöerweisel.

Am Sonntag, den 26. August, feiert die Gemeinschaft in Niederweisel das 25 Zahresfest ihres Vereinshauses Anläßlich dieses Jubiläums werden Inspektor Veiel, Prediger Zantop, Wernher u. a. am Worte dort dienen

Bezirk Bellnhausen.

Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung un VereinShaus Bellnhausen.

Bezirk Frie-berg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24 .

Jeden Sonntag, nachm. 2 Uhr Sonntagsschule: abends 8*/* Uhr Bersammlung; jeden Donnerstagabend 8'/r Uhr Bibel- und Gebetsstunde.

Bezirk Lich und Schotten.

Nidda. Jeden Sonntagabend 9 Uhr Versammlung; jeden Montag­abend 9 Uhr Gebetsstnnde; jeden Dienstagabend 9 Uhr Vibelstunde. Jeden dritten Sonntag un Monat nachmittags 3 Uhr Gemeinschaftskonferenz.

Schotten Jeden Lonntagmirtag 12'/« Uhr Sonntagsschule; jede« Sonntagabend 9 Uhr Versammlung.

Betzenrod- Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat nach« mittags 3 Uhr Versammlung

Lißberg. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat nach« mittags 3 Uhr Versammlung

Ranstadt Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat abends 9 Uhr Versammlung.

Wallernhausen Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat abends 9 Uhr Versammlung.

Lich. Jeden Sonntagabend 8'/« Uhr Versammlung; jeden Freitag­abend 9 Uhr Gebetsstunde

Hvlzheim Jeden ersten Sonntag im Monat nachmittag? 8'/, Uhr Monatsversammlung.

Burkhardtsfelden. Jeden ersten Mittwoch im Monat abends 9 Uhr Monatsversammlung

Ettingshausen Jeden ersten Donnerstag im Monat abend? 9 Uhr Monatsversammlung.

Bezirk Sellnrod.

Sellnrod Jeden Sonnragabenv 8'/^ Uhr Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag Kriegsgebetsstunde mit Bibelbetrachtung.