Ausgabe 
21.7.1918
Seite
3
 
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unermeßlich. Jeder Mensch ohne Ausnahme hat Zu­gang zu dieser Quelle, und ihre Wasser fließen so reichlich, daß sie in dem Betreffenden wiederum zu ' einerQuelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt". (Vgl. Joh. 4, 14.)

Möchte doch jeder Leser dieser Zeilen nicht nur Jesum alsdas Brot aus dem Himmel" kennen, sondern auch sich täglich von Ihm speisen lasten I

Erfahrungen einer Aame.

Ich war ein wildes, unbändiges Kind, das alle Warnungen und Eimahnungen in den Wind schlug. Doch schon von meinem zwölften Lebensjahre ab ließ der HErr oft einige Strahlen Seiner Gnade in mein ungebrochenes, ffnsteres Herz leuchten, worüber ich nicht selten Tränen vergießen mußte, ohne zu wissen, wer der sei, der solches in mir wirkte. War ein solcher Strahl wilder verschwunden, so war ich auch wieder das alte, wilde Kind. Bei mehr­maliger Wiederkehr dieses Lichtscheines bekam ich einen heftigen Schrecken wegen der Ewigkeit, zuweih n auch eine rechte Bangigkeit und ein Verlangen nach der Seligkeit, daß ich mcht wußte, was ich ansangen sollte. Ich ffng an, fleißiger zu beten und das Wort Gottes zu lesen, wurde auch im Äußerlichen etwas ehrbarer; aber dennoch war lauter Finsternis in mir, denn ich wußte nichts von Wiedergeburt und Bekehrung.

Da fügte es nun Gott, daß der liebe Herr Pfarrer B. nach Z. kam und ich ihn predigen hörte. Seine Predigten waren fast alle auf den verderbten Zustand des gefallenen Menschen gerichtet und wie er wieder umkehren und ein anderer, neuer Mensch werden müßte. Dies alles segnete Gott an meiner Seele insoweit, daß ich Licht bekam über meinen Zustand und denselben für gefährlich ansehen lernte. Es lag mir nun unaufhörlich im Sinne: du mußt anders werden, sonst bist du ewig verloren; es steht nicht mit dir, wie es stehen sollte.

Ich verfiel nun ans eigene Übungen, unterließ vieles, was ich für Sünde erkannte, und hielt mich soviel als möglich äußerlich ehrbar; kam es aber zu einer ernstlichen Untersuchung und Selbstprüfurg, so war nichts als Sünde und Elend in mir. Ich fastete auch dann und wann, in der Meinung, durch diese und ähnliche Übungen Ruhe und Trost zu finden, aber vergeblich; in dem allen war nicht die Ge­rechtigkeit zu finden, die vor Gott gilt. Mein Ge­wissen plagte mich unaiishörlich und machte mir fort und fort peinigende Vorivüife. In dieser Finsternis blieb ich noch eine geraume Zeit und ging in großer Angst und Unruhe umter, bis mir das Licht über mein Verderben immer Heller aufging und ich durch die He l ge Schrift auf Jesum, als den Sündcrheiland, gewiesen wurde, der

gekommen ist, das Verlorene zu suchen und seligzu- machen.

Nun geschah es, daß der HErr einmal Seine Gnade an vielen Seelen zugleich erwies. Durch eine Predigt am Weihnachtstag wurden sehr viele Seelen erweckt; ich aber war diesmal nicht in Z. Das Ge­rücht aber von dieser eindringlichen Predigt und ihrer mächtigen Wirkung an so vielen Seelen erscholl bald in alle umliegenden Orte.

Da kam meine Mutter, welche mit der Sache der Erweckung und Bekehrung leider auch nicht be­kannt war, und erzählte mir, wie die Bauern in Z. und P. ganz toll und rasend geworden seien, und man sage sogar, daß sie zaubern könnten. Ich antwortete ihr mit vielen Tränen:Ach, liebe Mutter, es ist gewiß nicht also, daß die Leute toll und rasend sind oder gar zaubern können; vielleicht ist ihnen zumute wie mir, und das wird es sein, daß der Tag bald kommen wird, von dem der HErr Jesus gesagt hat: »Es wird den Leuten bange werden.«" Ich wußte die Sache auch noch nicht mit dem rechten Namen zu nennen. Ich wünichte aber nun sehnlichst, recht bald nach Z. zu kommen, um zu erfahren, wie die aufgeweckten Leute sich benehmen und was sie weiter machen würden.

Da ließ es Gott geschehen, daß, als ich hinkam, ich durch diese Leute noch Iräftiger von meinem an­geborenen Verderben überzeugt und da die Sünde in mir dergesialt mächtig wurde, daß ich vor Angst nicht zu bleiben wußte und unter der Last ders, Iben erliigen zu müssen glaubte. Meine wirklichen Sünden, so viele deren auch waren, quälten mich nicht so sehr, als das unergründlich tiefe Verderben in mir. Es kam mir vor, als steckte ich in einem Schlamme, aus dem ich mich nicht herauszuwinden vermochte; und diese Angst nahm mein ganzes Wesen ein.

In diesem elenden Zustand meines Herzens ging ich noch länger dahin und wollte und konnte den Heiland nicht annehmen noch Sein Verdienst mir gläubig zueignen. Jürwahr, ein höchst trauriger Zustand! Dann aber fing ich ernstlicher an, den HErin Jesum um Gnade und Erbarmung zu bitten.

Nun, wem war's lieber als dem guten Hirten, mich, Sein verlorenes Schaf, wiederzufinden I Als ick so mit ganzem Herzen nach Gnade hungrig war, gefiel es Gott, diesen Hunger zu shllen. Durch Seine ewige Gnade ivurde ich umvidersprechlich ge­wiß, daß mir der HErr alle meine Sünden ver­geben, mich mit Seinem Blute rein gewaschen und mir das Kleid Seiner Gerechtigkeit angelegt habe, darin ich vor dem Vater bestehen könne.

Von Stund an war meine bisherige Angst verschwunden, alle Bangigkeit war aus meinem Herzen gewichen, alle bisherigen Zweifel und alle üngewißheit verwandelten sich in die trostvolle Über­zeugung meiner Begnadigung, so daß ich auch sagen konnte:JmHErrn habe ickGerechtig- keit und Stärke." (Jes. 45, 24.) Und von da