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Aufwärts!
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Erscheint wöchentlich einmal.
©meine Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
Verlag «irr Bucbbandluna der Pilgerrotssioa 6 l Hen.
Redatleur: Slavlmiiiivnar Herrmann-Gießen. Piarrer Sperber.Eaüel und die Prediger der Truck von I. ®. Cncfen Nachfolger. G. m.
Süiiiarbeitet: ilgermission. Lasiel.
Nr. 28/30.
Sonntag, den 21. und 28. Juli 1918.
11. Iahrg.
Wasser.
Unsere Soldaten, besonders aber die, welche in Mazedonien, in Kleinasien und in der Wüste den Feldzug mitgemacht haoen, wissen von brennendem Durstgefühl zu sagen. In Mazedonien besteht noch die schöne Sitte, daß Wasserverkäufer ihre köstliche Erquickung auf der Straße anbieten.
Ein Soldat schrieb von dort:
„Nun lese ich meine Bibel mit viel mehr Ver- ftändnis, da ich hier im Orient Sitten und Ge- dräuche kennen gelernt habe, von senen in der Bibrl so oft die Rede ist.
Da wird die Stelle im Propheten Jesaja sehr viel eindrucksvoller, wo es heißt:
»Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser, und die ihr nicht Geld babt, kommt her, kauft und eßt!«
Die Entladung Jesu in Joh. 7, 37 gewinnt eine neue Bedeutung: »Wen da dürstet, der komme zu Mir und trinke I«
Ebenso die Worte in der Offenbarung: »Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.«"
^ In dieser Bildersprache wird der Mensch als Sünder anges.hen, der verschmachtend am Wege hin- sinkt und der nahe daran ist, umzukommen und ver- lorenzugehen. An alle, die in dieser Schilderung
ihren Seeleuzustand erkennen, richtet Gott dies- Worte.
„Kauft ohne Geld," „Wasser des Lebens umsonst." Unsere Erde ist von einer Dürre schreck- t— lich beimgesucht, kein Brunnen ist ' ^ da, der die dürstende Seele wahrhaft erquicken könnte. Gott aber hat uns einen Freund gegeben in der Person Seines Sohnes Jesu Christi, und dessen unversiegbarer, köstlicher Brunnen ist das heilige Wort Gottes, aus öem wir alle schöpfen sollen, und zwar alle umsonst, ohne Geld und soviel wir mögen, damit wir unseren Seelendurst stillen und un- innerlich daran erquicken. „Wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser de« Lebens umsonst."
Zu dieser allgemeingültigen Erlaubnis aber fügt Gott auch ein« dringende Einladung: „Kommt her alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken." (Matth. IV, 28)
„Komm doch zur Quelle des Lebens, Durstig und müde und man. Komm, b nn es ist nicht vergeben-. Hier wirst erquickt du und sattl
Komm zu dem Born dich zu lqben. Tauch dich im Glauben hinein Hier wird die Eünde begraben. Hier wirst du selig und rein!
Komm zu der heilenden Quelle, Dir wird Genesung zuteil.
E'ed wie sie sprudelt so helle. Trinke zum ewigen Heil!"


