den folgenden Vers fiel: „Du Narr l Was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn." Die Worte:
Du Narrl" fielen mit unwiderstehlicher Gewalt gleich einem Donnerschlag auf sein Gewissen. Gott warf mit einem Wor!e den Epötter zu Boden, um ihn dann zu begnadigen und zu einem Werkzeug der Gnade zu machen-
Es ging mit ihm durch Buße und Glauben zu einem «euen Leben. Aus dem Lästerer und Feinde Gottes wurde ein hingebender Nachfolger und Diener Jesu.
Der nunmehr bek hrte Arzt ließ an seine Bibel einen silbernen. Berschluß machen, auf welchem die Worte standen: „Du Narrl" So wurde er jedes- mal, wenn er seine Bibel öfinete, an seine frühere Torheit und an seine» Unglauben erinnert, zugleich aber an die Gnade und an die Macht Gottes, die ihn überführt und zum Heil gerufen hatte.
K
Kin Diener Kßristi
predigte der einer Gelegenheit in der Kapelle des Zuchthauses in C. Bon der Kanzel aus fiel ihm besonders ein Gesicht auf, das ihm bekannt vorkam. Nach der Versammlung ließ er sich deshalb in die Zelle dieses Mannes führen und fragte ihn: „Habe ich Sie nicht schon früher gesehen?" „Allerdings," war die Antwort; „wir waren Knaben in derselben Nachbarschaft; wir besuchten dieselbe Schule; wir saßen nebeneinander auf einer Bank, und meine Aussichten waren geradeso gut wie die Ihrigen. Aber als wir vierzehn Jahre alt waren, standen wir beide vor der Wahl, uns für Christum oder für die Welt zu entscheiden. S i e erwählten damals, dem HErrn zu dienen, während ich nicht zu Jesu kommen wollte, vielmehr die Welt und die Sünde erwählte. Nun sind Sie ein glücklicher Prediger des Evangeliums, und ich bin ein elender Verbrecher. Zehn Jahre lang bin ich bereits hier und habe lebenslängliche Zuchthausstrafe zu verbüßen."
Kin Wann Kaltes
suchte eines Tages einen Stallknecht auf, um mit ihm über das Heil seiner Seele zu reden. Er traf ihn gerade im Pferdestall und begann alsbald an Ort und Stelle seine Sache auszurichten. „Ohol" rief ein anderer Knecht, der gemerkt hatte, was der Inhalt der Besprechung war, „ein Stall ist doch wohl nicht der Platz, um über Religion zu sprechen. Alse Schluß damit I" „Nein." erwiderte der Knecht Gottes, „da ist gerade der Anfang. Wissen Sie denn nicht, daß das Christentum im Stalle begonnen ball Jesus Christus ward im Stalle geboren, und Sie können im Stalle wiedergeboren werden."
Dann sprach er unbeirrt mit dem jungen Freunde weiter, und Gott gab Gnade, daß dieser am Schlüsse der Unterredung mit ihm niederkniete und den HErrn Jesum Christum als seinen Heiland annahm.
Fteue, aber nicht Muße.
„Und er warf die Silberlinge in den Tempel, Hub sich davon, ging hin und erhängte sich selbst/ (Match. 27, 5.) Worte, die durch Mark und Bein gehen! Sie enthüllen das wirkliche Wesen der Reue des Judas. Es war die weltliche Traurigkeit, die den Tod wirkt. Es war eine Reue, die ihn hätte gereuen sollen, wenn es noch möglich gewesen wäre. Dieser schreckliche Fall steht in der Heiligen Schrift nicht allein. Denken wir nur an König Saul! Einst ein Erwählter des HErrn und später ein Verworfener, in Jiacht und Grauen sein Leben endend. Wie manchmal haben wir wohl schon von solchen Ausgängen in der christlichen Gemeinde gehört! Es ist auch zu begreifen, wenn wir bedenken, gegen welches Licht göttlicher Gnahe solche Seelen sich verschließen. Schlagen diese Zeilen nicht wie ein Hammer dir, lieber Leser, an dein Herz? Mancher hat Gnadenrus um Gnadcnruf vernommen, auch Goit seine Umkehr zugesagt, aber — wie ist's geworden? Kehre heute noch um, damrl du nicht Gefahr läufst, in Verzweiflung zu enden
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14.
Neben Sonntag i‘/i Uhr Sonntagsschule: 4 Uhr Jungsrau-nvereln; 5-/. Uhr Versammlung; 4V« Uhr Christlicher Verein junger Minner: seden Mittwoch 8V»Uhr Bibelstunde; jeden Freitag 8V> Uhr tSebetiftunde
Bezirk Bellnhausen.
Jede» Sonnt»« 2 Uhr Versammlung im Veretnrha»! v«!l»ha»je» Bezirk Lriedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24.
Jeden Sonntag, nachm. 2 Uhr Sonntagsschule; abends 8>, Uhr Versammlung; jeden Donnerstagabend 8'/a Uhr Bibel- und GebetSstund«.
Bezirk kich und Schotten.
Nidda Jeden Sonntagabend S Ubr Versammlung; jeden Montagabend 9 Uhr Gebetsstunde: jeden Dienstagabend S Uhr Bibelstunde. Jede, dritten Sonntag im Monat nachmittags 8 Uhr GemeinschaslSIonserenz.
Schotten Jeden Sonntagmittag 12V« Uhr Sonntagsschule; jede» Sonntagabend 9 Uhr Versammlung.
»khenrod. Jeden zweiten und vierte» votmta« im Monat »ach. mittag» z Uhr Versammlung.
Litzberg. Jeden zweiten und vierte» Sonnt»« iM M»n«t nachmittags -t Uhr Versammlung . _ .,
Ransiadt Jeden zweite» «»> vierten Mittwoch Im Monat abend«
9 Uhr Versammlung.
Wallernhausen Jeden zweiten «nd vierten Da»»erSlag I» Monat abends S Uhr Versammlung.
Lich Jeden Sonntagabend 8«/» Uhr Versammlung: jeden Freit»».
«bend 9 Uhr Gebetsstunde
Hol, he im Jeden ersten Sonnt«« iM M»«at «»chminag» «>/, Uhr Monatsversammlung.
Burkhardisselden. Jeden ersten Mittwoch «» Monat »den«
» Uhr Monatsversammlung.
Ettingshausen Jeden ersten Donnerstag Im Monat »hen« 9 Uhr Monatsversammlung.
Vilsingen Jeden dritten Donnerstag im Monat abend» 9 UN Monatsversammlung.
Langsdorf. Jeden drttten Freitag tm Moll»t «he»d» * Monatsversammlung
Bezirk Sellnrod.
Sellnrod. Jeden Sonntagabend 8V» Ubr Versammln»« jeden Mittwoch und Freitag Kriegsgebetsstunde mit -Bibelbetrachning-


