Ausgabe 
23.6.1918
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zwischen die Räder, und der Eisenbahnzug ging über ihn hinweg. Es wurde sofort halt gemacht. Der Körper des armen Jungen war so fürchterlich zu- gerichtet und so schrecklich verstümmelt, daß der Aufseher seinen Rock auszog und den Leichnam damit bedeckte. Letzterer blieb einstweilen im Stations­gebäude, und der Aufseher begab sich mit zwei

Lehrern in die Wohnung des Verunglückten, um seine Eltern, deren einziger Sohn er gewesen, von dem traurigen Ereignis in Kenntnis zu setzen. Vor der Tür angekommen, sagte einer zum anderen:

Geh du hinein!"Nein, ich kann nicht!" war die Antwort. Der Aufseher wünschte, daß die Lehrer hineingehen möchten, weil er seinerseits Vor­würfe wegen Mangel an Aufsicht seitens der Eltern des Knaben befürchtete. Die Lehrer aber wollten nicht. Der Aufseher mußte endlich selbst hinein, um die Botschaft zu überbringen. Er fand die

Eltern nichts ahnend beim Mittagsmahl. Er rief den Vater heraus, weil er es für besser hielt, diesen zuerst mit der Trauerkunde bekannt zu machen. Er führte ihn in ein anderes Zimmer und sprach: Ich habe Ihnen eine sehr traurige Nachricht mit- zuteilen. Ihr Sohn, der kleine Jemmie, ist soeben von der Eisenbahn überfahren worden." Der Vater wurde leichenblaß.Ist er tot?" fragte er zitternd. Ja, lieber Herr, er ist tot." Wie ein Rasender stürzte der Mann ins Zimmer, wo seine Frau saß, und schrie:Tot! tot!" Die Mutter fragte:

Wer?"Unser kleiner Jemmie!" Der Aufseher, der mir selbst am folgenden Tage diese traurige Geschichte erzählte, fügte noch hinzu:Ich kann Ihnen nicht sagen, was ich in meinem Innern empfand, als die Mutter auf mich losstürzte und rief: »Wo ist mein Sohn? Wo ist sein Leichnam? Führen Sie mich gleich zu ihm, ich muß ihn sehen!« Ich sagte der armen Frau, daß der Körper ibres Kindes so verstümmelt sei, daß sie ihn nicht mehr wiedererkennen würde. Als sie dies hörte, fiel sie zu meinen Füßen in Ohnmacht. Ich möchte nicht noch einmal der Überbringer einer solchen traurigen Nachricht sein, und wenn man mir ganz Chikago geben wollte." So redete mein Freund, und nicht wahr, hier ist wohl kein Vater und keine Mutter, die nicht auch sagen werden:Ja, es ist schrecklich, ein liebes, teures Kind auf eine so fürchterliche Weise verlieren zu müssen." Gewiß, meine Freunde, ich pflichte euch vollständig bei, cs ist schrecklich; aber was ist dies im Vergleich mit dem Verlorengehen einer Seele?

Ein weit schrecklicherer Verlust! Wir wollen einmal annehmen, daß das Kind, von dem wir soeben gesprochen, zum Manne herangewachsen, ein Trunkenbold geworden und schließlich und zuletzt als ein solcher von hinnen gefahren wäre. Seht euch einmal die Hunderte und Tausende an, die als Trunkenbolde über die Straßen taumeln, die aber nicht allein im Grabe, sondern auch in der Hölle

eines Trunkenboldes einstens ankommen werden. Ich sage euch, meine Freunde, ich wollte lieber, daß ein hundert Meilen langer Eisenbahnzug über meinen Sohn, den ich so innig liebe, hinwegginge, also, daß kein Glied von seinem Körper mehr übrig- bliebe; ich wollte lieber, daß der Tod ihn in seiner zarten Kindheit dahinraffte, als daß er emporwüchse und endlich ohne Gott und ohne Hoffnung ins Grab gesenkt würde. Es ist ein schreckliches Ding für einen Menschen, so ohne Hoffnung und Gnade diese Erde verlass n zu müssen, vorzugsweise in einem Lande, wo das Evangelium von Sonntag zu Sonntag, ja von Tag zu Tag und man möchte sagen von Stunde zu Stunde" verkündigt wird. Er führe dann hinunter in die Tiefe von einem Lande aus, in dem er die frohe Botschaft von einem gekreuzigten und wieder auferstandenen Heiland hat verkündigen hören. Gewiß, ich sage euch, es ist traurig, wenn ein Kind, wie das eben erwähnte, aus der Eisenbahn oder sonstwo verunglückt; es ist sehr betrübend, wenn ein kleines Kind sein Augenlicht verliert. Es ist ferner beklagenswert, wenn ein Mann, der reich gewesen ist, arm und dürftig wird, oder wenn ein Mensch seinen guten Ruf und Namen verliert. Aber, liebe Freunde, bedenkt dies wohl: Es ist für solche noch Hoffnung vorhanden, Ein Mensch kann zu Jesu kommen, auch wenn er seinen guten Namen und Charakter eingebüßt hat Jesus will sogar Menschen annehmen, welche nie­mals einen guten Namen gehabt haben; er will sich sogar über die erbarmen und sie auf- und an- nebmen, die niemals eine Spur von Charakter be­sessen haben, er will ihnen selbst Sitz und Stimme im Reiche der ewigen Herrlichkeit anweisen. Wenn aber ein Mensch ohne Gott dahinsährt, so ist keine Hoffnung für ihn vorhanden! Ihr könnt ihm wohl die letzte Ehre erweisen, seine Leiche bestatten helfen und an seinem Grabe weinen; aber die Posaune des Erzengels, die am Morgen der Auferstehung erschallt, wird einen solchen Menschen aufwecken zum Gericht und zu ewiger Schande und Schmach. Über dem Grabe eines solchen wird der Stern von Bethlehem nicht scheinen. O meine Freunde, laßt unsaufwachen und zur sicherenBurg des Heils eilen! Laßt uns als Väter und Mütter doch ja zusehen, daß unsere Kinder in dir Rettungsarche gebracht, gerettet und zeitig zur Herde Christi gesammelt werden!

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Durch die Tiefe zum sichte.

Ein junges Mädchen, das auf dem Lande wohnte, ward das Opfer eines Verführers. Sie stürzte sich in alle Laster, und eine Zeitlangliefen ihre Füße zum Tode hinunter". (Spr. b, 5.) Allein der treue Gott hörte das Schreien ihrer tiefbetrübtr«