Ausgabe 
9.6.1918
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(mtjelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.

Verlag der Buchhandlung der ?»germt?rioa Stetzen.

Redakteur: Ktadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Casiel und die Prediger der Pilgermission, Druck von I. G, Oncken Nachfolger, ©. m, 4. H., Easiel.

Nr. 23/24.

Sonntag, den 9. und 16. Juni 1918.

11. Zahrg.

~ Salz. ®*-=3®=-

Die gegenwärtige Salzknappheit führt so, manchem, der sich bisher darüber keinerlei Ge­danken gemacht hatte, die außerordentliche Be­deutung dieses Würz-, Kon- serviernngs- und Nahrungs­mittels vor Augen.

In Deutschland wird Salz in Form von Steinsalz ge­wonnen, das überall dort, wo es in genügender Menge und Reinheit vorkommt, berg­männisch abgebaut wird, wäh­rend man im anderen Falle zunächst süßes Wasser einleitet und darin das Salz auflöst.

Bergmännisch gewonnenes 8alz wird entweder roh ver- draucht oder aufgelöst und durch Sieden umkristalliert.

Wird, wie dies in der über­wiegenden Mehrzahl der deut­schen Betriebe (80 gegen 20) der Fall ist, das zweite Ver­fahren angewandt, so leitet man das Sllßwaffer in ein sogenanntes Sinkwerk ein, fordert die durch Auflösen des 6teinsalzes entstandene Sole Mage und dampft sie in großen Salzpfannen oder Rasfinieröfen ein. Hierbei gehen etwaige Ver­unreinigungen des Salzes als Schaum ab, mährend sich die schweren Bestandteile, vor allem ®ip5, an den Wandungen abscheiden. Hierauf sällt das reine Kochsalz aus der Sole in Körnern °»s, während die löslicheren Bestandteile (ver- rocinhte Salze) in der Mutterlauge bleiben, häufig ist die Sole so schivach, daß sie sich nicht Wie weiteres verarbeiten läßt; in diesem Falle wird sie zunächst in sogenannten Gradierwerken

angereichcrt, und zwar fließt sie dort über Bündel von Baumzweigen, an denen sie zum Teil ver­dampft und iiberdies auch einen Teil ihrer Ver­unreinigungen zurückläßt.

Auch in der Bibel ist an manchen Stellen

vonSalz" die Rede. Fn Kol. 4,- 6 lesen wir: Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzt, daß ihr wißt, wie ihr einem jeglichen antworten sollt." Dieses Bibelwort ist zwar eine Ermahnung an Gläubige, wir wollen aber daran erinnern, wie der Sohn Gottes selbst das Liebliche" undmit Salz Gewürzte" in Seinem Wandel und in Seinen Reden vereinigt hat. Wie tritt uns das heilige Salz in den Worten des HErrn Jesu entgegen, wo Er an dem Bei-, spiel der Witwe zu Sarepta und des Naeman