Ausgabe 
21.4.1918
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Nr. 1«.

Der Kriej^sölindenführer.

licht zum Opfer bringen mußten, ein treuer : Führer zu [ein.

Die Treue des Hundes ist schon vor unserer Wir Sehenden können es uns wohl kaum Zeit . viel gerühmt worden. Seine An- vorstellen, wie es sein muß, wenn die Quellen assungsfähigkeit und Klugheit, sein untrüglicher i des Lichtes für immer versiegt sind, und wie

Instinkt Huben ihn auch während des Weltkrieges in Not mdGefahrzueinem mschätzbaren Ge­lösten unserer Kämpfer gemocht Rancher Krieger väre wohl nicht mehr am Leben, hätte ihn nicht der Zanilätshun'd auf­gespürt Mancher Erfolg wäre zu­nichte geworden, manches Häuflein Betreuer vielleicht oem Feinde in die Hände gefallen, hätte nicht der 'Meldehund wichtige Aachricht durch die gefährliche Kampf- jvnezuden vorderen Stellungen getra­gen, und der Wach

Der Hund als Blindenführer warn! durch Niedersitzen den Blinden beim Überschreiten der Straße vor einem nahenden Nadsahrer.

schwer es dem im besten Mannesalter Erblindeten fallen muß, sich in sein verändertes Dasein zu finden. Unend­licher Dankespflicht und Dankesschuld müssen wir uns ge­genüber den Kriegs­blinden immer be­wußt bleiben, und daher müssen wir bestrebt sein,sieihren Verlust möglichst wenig fühlen zu lasten.

Die Unter­bringung in Blin­denanstalten darf nicht der einzige Weg dazu sein, und dazu wäre es wohl kaum möglich, die große Zahl der Kriegsblinden in

und Postenhund leistet unersetzliche Dienste. Rüh- > Anstalten unterzubringen, und zweitens liegt es sende Szenen aber werden geschildert von ge- im Fnteresse der Blinden selbst, sie möglichst nesenen Kämpfern, die nach der Rückkehr zur nicht von der Allgemeinheit abzuschließen, son- ^ront ihren Lebensrettern wieder begegnet sind, dern sie ein Feld der Betätigung und Wirk­

end wenn nun nach den schweren Kriegs jahren der ersehnte Friede endlich kommen wird, io soll damit der Dienst des Hundes im In­teresse unserer Vaterlandsverteidigcr nicht zu Ende >ein. Er ist vielmehr dazu ausersehen, jenen bedauernswerten, die dem Vaterland ihr Angen­

samkeit mitten im Getriebe des Lebens finden zu lasten. So werden sie am ehesten Erleichte­rung für ihr hartes Los finden, und das Ge­fühl, als berufstätige Menschen nach wie vor ihren Platz im Dasein auszufüllen, wird ihren Lebensmut heben. Diesen soll im Blindenführer-