jo, wie es war. in Seine gütige Vaterhand legen. Mit zuckenden Lippen murnrelte er ein Gebet vor sich hin, so inbrünstig, wie er es wohl noch nie gebetet hatte.
O was wäre aus ihm geworden, wenn er sich selber leichtsinnig in die Verdammnis hinübergeschleudert hätte! Ewige Qualen hätten ihn dort umfangen, die schwerer, weit schwerer zu tragen gewesen als das Los eines Krüppels auf Erden. Gott sei Dank, daß er noch lebte!
Der HErr aber, der ihn so sichtbar vom Tode zurückgehalten, würde auch im Leben weiter für ihn sorgen und alles wohl darin machen.
Im kindlichen Vertrauen übergab er sich deshalb in jener Stunde seinem Gott und HErrn.
Und die ewige Liebe hüllte ihn in ihr Erbarmen ein und senkte zuerst einen erquickenden Schlummer auf seine Augen. Cr schlief fest, so fest ein, daß er weder seine großen Schmerzen fühlte noch den Kanonendonner hörte, der ihn nech immer aus der Ferne laut umbrllllte.
Es war vormittags gegen 10 Uhr gewesen, und um 6 Uhr abends rüttelte ihn plötzlich jemand an der Schulter. „Kamerad, lebst du noch?" rief ihm ein Sanitäter laut zu, der sich schon redlich bemüht, ihn aus seinem starrkranrpfähn- lichen Schlaf zu erwecken.
Ja, er lebte noch, und er wollte auch weitcr- ieben, trotz seiner schivercn Verwundung. Fürsorglich brachte man ihn nach der deutschen Heimat, wo er in einem großen Lazarett untergebracht wurde.
Eines Tages trat ein gläubiger Kamerad an sein Bett und reichte ihm freundlich ein Stück Lebensbrot in Gestalt eines christlichen Blättchens. O wie gern er das nahm! Und als er sich still in seinen Inhalt versenkte, da fingen seine Augen an zu leuchten, und manche Saite klang in seinem Herzen wider, welche die
starke Hand des Allmächtigen schon draußen im Felde angeschlagen. Doch auch manche neue, noch schlummernde wurde darin geweckt. Der treue Kamerad kam wieder und wieder, brachte ihm neuen guten Lesestoff, fing dabei auch an, ihm etwas von der Liebe Jesu zu erzählen, und es währte nicht mehr lange, da saßen sic miteinander über der Bibel, d. h. der schon Aufgestandene am Lager des noch fchiver Verwundeten, an dem er auch nicht allein sitzen blieb, denn es fühlte sich noch mancher von dem süßen Klang des Evangeliums angezogen und gesellte sich wissensdurstig und heilshungrig dazu. Das waren schöne Stärkungsstunden, in denen der junge, dem Leben wiedergeschenktc Soldat auch neues göttliches Leben empfing und selbst ein Streiter Jesu Christi ward.
Der HErr hat Großes an ihm getan nach Leib und Seele. Er hat Seine heilende Hand auch auf seine zerschmetterten Glieder gelegt, daß sie ihm nicht abgenommen werden brauchen. Zwar langsam, doch mit jedem Monat ist s ein Stück vorangegangcn, so daß er mit den Krücken schon ins Freie wandern kann. Und auch sein« wundersame Erfahrung draußen im Feld« laß! er sich nicht nehmen. Sic wurzelt ihm zu tief im Herzen. Cr hat es damals klar erkannt, was Gott nicht will, aber er weiß jetzt auch was Gott von ihm will in diesem Leben, das Er ihm wunderbar erhalten hat. Noch gilt es darin gegen manchen Feind zu streiten und mit der Glaubenswaffe den Sieg zu behalten, aber der in ihm das gute Werk angcfangen, der wird es auch vollenden bis auf den Tag Jesu Christi, wo er sich dann als Sein sieggekrönter Streiter zum großen himmlischen Appell melden darf, wenn er hier unten den Kampf des guten Glaubens treulich ausgekämpft hat.
Und alle, die dort eingehen, haben ewiges Leben! (Aus: „Iehouahs Sirg.") Käte Dorn.
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gietzen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14.
Jeden Sonntag 1*/» Uhr Sonntagslchule; 4 Uhr Jungsrauenverein; •8V« Uhr Versammlung; 4V» Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch SV» Uhr Bibelstunde; jeden Freitag SV» Uhr Gebetsstunde.
Herr Inspektor Beiel wird in Hessen folgende Bcrsammlungen halten: Dienstag, den 9- April, Friedberg; Mittwoch, den 10. April, Riederweisel; Donnerstag, den ll. April, nachm: Bibelstunde in Lützellinden, abend»; Bibelstunde in Großenlinden: Freitag, den 12. April, Sich; Samstag, Sonntag, Montag, den 18. bi» 1b. April, Sellnrod; Dienstag, den 16. April, Marburg; Mittwoch, den 17. April, Heinedach; Donnerstag, den 18 April, Bellnhausen; Freitag, den Ist April, Weidenhausen; Samilag, den 20. April, Nidda.
Sonntag, den 21. April, ist unser Brüdertag in Gießen. Boa 11 bi» IV« Uhr Sitzung der Brüderrite; von 2V« Uhr ab Gcurein» »chaftskonfercng, auch für Frauen und Jungfrauen; anschließend bi» Donnerstag, den 2b. April, Evangelisation in Gießen Gedenkt dieser Versammlungen betend vor dem Gnadenthroa. Herr Inspektor Betel wird, jo der Herr will, in unserer Mitte sein
Bezirk Bellnhausen.
'Men Sonntag 2 Uhr Bersammlung im Bereinlhau» Bellnhausen
Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludlvigstr. 24.
Jedeu Sonntag, nachm. 2 Uhr SonntagSschule; abends 8> » Udr Berstoumluag; jeden Donnerstagabend 8V« Uhr Bibel- und Get-eEnnde,
Bezirk Sich und Schotten.
Nidda. Jeden Sonntagabend 9 Uhr Versammlung; jeden Montagabend B Uhr GcbetSstunde; jeden Dienstagabend 9 Udr Bibelstunde. Jede» dritten Sonntag im Monat nachmittags 8 Uhr Gemeinschaftskonferen».
Schotten Jeden Sonntagmittag 12V« Uhr SonniagSIchulr: irden Sonntagabend v Uhr Versammlung.
Betzenrod. Jeden zweiten und vierten Sonntag tm Monat nachmittags 3 Uhr Versa»,mlung.
Lißberg. Jeden zweiten und vierten Sonntag tm Monat nachmittags Uhr Bersammlung _ . .,
Ranstadt Jeden »weiten und vierten Mittwoch tm Mona» adendi B Uhr Versammlung.
WaUernhauien Jeden »wetten und vlerten DonnerSdag IM Monat abends 9 Uhr Bersammlung.
Sich. Jeden Sonntagabend 8V» Uhr Bersammlung, jeden Frmai- abend s Uhr Gebetsstunde
Holjheim Jeden erste» Sonntag im Monat nachmittag» SV» Uhr MonatSverjammlung.


