Ausgabe 
31.3.1918
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Aber jener verachtete Jesus, der vor Seinem Henker- Pilatus spricht:3ch bin ein König," der hat von jenem Jahre an, vom großen Auf­erstehungsmorgen an, da Er als Lebensfürst den Tod bezwang, und vom großen Pfingsttag an, wo Er Sich eine Armee geisterfüllter, bis in den Tod getreuer Diener schuf, Sein Reich aus­gebreitet, und dieses Reich besteht noch heute und wird bestehen in Ewigkeit. 3-esns Christus, der König der Wahrheit und des Friedens, re­giert, und alle, welche die Wahrheit und den Frieden lieb haben, find Seine Untertanen.

Wodurch ist denn der feste Bau dieses un­besiegbaren, nie veraltenden Reiches zusammen­gefügt? Nicht durch Blut und Tränen und irdische Kriegswaffen, sondern durch Demut, Selbstverleugnung, Selbstüberwindung, Liebe, un­endliche Gottesliebe. Solange dieses Material hält, solange wird Christi Reich bestehen und kann nicht untergehen.

Gehörst du diesem Reiche an? Hast du dir von dem auferstandenen, unsterblichen König aller Könige ewiges Leben aus Gnaden verleihen lassen?

O, so weißt du auch, was Glück und Selig­keit ist und wirst mit Jauchzen den HErrn und Erlöser, den Gekreuzigten und Auferstandenen rühmen und preisen jetzt und in alle Ewigkeit.

&

Eine treue Zeugin.

Baroneß von Wrede ist die Tochter eines früheren Generalgouoerneurs von Finnland. Schon als Mädchen übergab sie ihr Herz und Leben ihrem HErrn und empfing Seinen Geist. Mit neunzehn Jahren begann sie in den Ge­fängnissen Finnlands an den Seelen zu arbeiten. Die hohe Stellung ihres Vaters verschaffte ihr Zutritt zu Orten, an denen man gewöhnlicl)« Menschenkinder kurzweg abgewiesen hätte. Fahrelang ist ihr segensreicher Einfluß unter den gefangenen Verbrechern Finnlands außer­ordentlich gewesen. 3n den ersten 3ahren des Zungfrauenalters schien sie das Opfer einer rapiden Entkräftung zu fein, und die Arzte gaben rvenig Hoffnung auf Erhaltung ihres Lebens. Zhr Vater verging fast vor Kummer.

O Mathilde!" rief er,was kann ich wohl tun, um dich zu retten? Willst du picht ver­suchen, wieder besser zu werden? Willst du dich aufraffen und dir's oorfetzen, zu gesunden, wenn ich dir ein Haus, eine Anstalt für deine Gefangenenmission verspreche?!"

3a. lieber Vater," und ihre Augen glänzten hell bei dieser Aussicht,gewiß will ich das, mit Gottes Hilfe will ich wieder gesund iverdenl"

Sie erholte sich sehr rasch, bekanc das Haus für ihre Gefangenen und dazu einen beträchtlichen Landbesitz. Denn ihr überglücklicher Vater ver­machte ihr eins seiner Güter in Finnland zrrr Aufnahme entlassener Gefangener, welche Zeichen wirklicher Reue und eines ehrlichen Wunsches nach einem neuen Anfang gaben.

Einst hörte die Baroneß, als sie auf ihrer gewöhnlichen Besuchsreise in einem Gefängnis vorsprach, daß ein besonders gewalttätiger und wilder Verbrecher in seiner Zelle auf Urteil und Strafe warte; er hatte nicht weniger als achtzehn Morde auf dem Gewissen, und mehrere davon zeugten von seltener Roheit.

Bitte, zeigen Sie ihn mir!" bat sie den Direktor.

Der Direktor lächelte mitleidig auf sie herab.

Mein liebes Kind, ich denke nicht daran."

Aber ich muß ihn sehen. Gott kann selbst solche Menschen, wie er ist, retten! Wo ist seine Zelle?"

Die Zelle war nicht schwer zu finden, denn mehrere bewaffnete Männer standen vor der schiveren Tür Wache.

Offnen Sie und lassen Sie mich hinein!" bat sie.

Feh darf Sie wirklich nichts 3hr Leben aufs Spiel setzen lassen, und die Sache ist viel zu unsicher. Er ist fast wahnsinnig!" sagte der gcängstigte Direktor.

Aber di« junge Dame erklärte, sie wolle alle Verantwortung auf sich nehmen, und be­stand darauf. Zutritt zu der Zelle zu erhalten. So mußte man ihr nach viel Zögern und Wider­spruch endlich willfahren.

Bitte, daß niemand an das Guckloch in der Tür kommt oder uns unterbricht, mährend ich drinnen bin I" sagte sie bei dem Clintritt zu dem kleinen Trupp erstaunter Beamten, der auf dem Korridor stand. Der Wärter drehte den Schlüssel und zog den Riegel zurück, öffnet« ein wenig die Tür, und die junge Heldin glitt hinein.

Ein leises Kettengerassel lenkte ihre Auf­merksamkeit aus den Gesuchten, der sich der Länge nach auf sein hartes Lager gestreckt hatte. Es war ein gewaltiger, kolossal gebauter Ries« von Mann. Schnell ging sie auf ihn zu und beugte sich leicht über ihn.

Bist du wach?" fragte sie.

Der Mörder fuhr plötzlich wie elektrisiert in die Höhe. Er schnellte beinahe mit dem ganzen Leibe in die Luft, und die schweren Eisen klirrten laut, als er auf di« Bank

zurückfiel.

,,3cl) komme, freundlich.

nach dir zu sehen," sagte

sie

Es erfl Willst Wer s 3ch w Gutes erwe: Wer l 3ch k Seinetwillen.

3ch kr Schlage! H heiser, und r ichaftlich err Du r ivortete sie Was hätte' Sir, nicht bös Hinan Meder das legte die Dann »nd dich ba Vergebung Gott bitten, > Der G !ie verließ i war. Dann wieder und Ähärtetes 3ch n .ich sind?" itiirker wui

3ch t 'Wrede," an Der G Sie w ein kllmmer! oon dem no

3ch bi nicht alle s Vater und Dieses Widerstand harrte er ii Es h mir reden," niand etwas Wie antwortete Was

.3ch f Etein ist," Blumen, j Steinen wa Eamenkorn und wächst, 2o, denke

>«ir für di Herzen Wr