Ausgabe 
31.3.1918
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Verlag Oer Suctzksiulliing der Pilgermission Kletzen.

Redakteur: Stadtnüssionar Herrniaiin-Gießen. Mitarbeit«! Pfarrer Sperber-Cassel und die Prediger der Pilaermission Druck von I. G. Oncken Nachfolger. G. m. b. H., Caffel.

Nr. 13.

Sonntag, den 31. März 1918.

11. Iahrg.

Ich schau' an jenem Kreuzesstamm.

Als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädel- Witte, kreuzigten sie Ihn daselbst." Luk. 23, 33.

Letze dich, mein Geist, ein wenig, Schau dies Wunder, ach, wie großl Swv, dein HErr, der höchste König, Hängt am jstreuze nackt und bloß.

Sieh die L'iebe, 4

Die ihn triebe

Zu dir aus der Baters Schoß!

B. T erste egen.

Mel.: Also hat Gott die Welt geliebt.

Ich schau' an jenem Kre>ne-k stamm.

Wie mich mein Heiland liebt,

Wie Er Sich selbst als Opferlamm Kür mich dem Tode gibt.

Er kam aus jener Herrlichkeit Und gab Sein Blui für niich.

Kur mich nahm Er Kreuz, Schmach und Leid.

Die 'Strafe ganz auf Sich.

Wie hängt Er da so weiß und rot.

So blutend und so bleich;

Sein edler Haupt sinkt in den Tod.

Umkrünzt mit Dorngezweig.

Woher der Strom von heil'gem Blut.

Der dort hernieverfließt?

Sein Herz ist's. daraus mir zugut Sich lauter Heil ergießt I

Sei mir gegrüßt, Du Schmerzensmann.

Dort auf dem blut'gen Feld!

Dich bet' ich hier im Glauben an.

Du bist der Liebe Heidi

Ich schau' auf Dich mit Zuversicht vier bei dem Pilgerlaus;

Bald tust Du mir im ew'gen Licht Die Tür zum Leben auf.

So bist Au dennoch ein König?"

(Job. 18. 37.)

Pilatus richtete die halb spöttische, halb verächtliche Frage an Iesum, den er ja für nichts weiter als einen jüdischen Schwärmer hielt:So bist Du dennoch ein König?" Er dachte wohl

I dabei:Du armer Schwärmer Du, was bildest Du Dir nur ein! Ich kann Dich kreuzigen lassen und Dich freisprechen, wie mir's beliebt. Dein Königreich habe ich in meiner Hand."

Die hoheitsvolle Antwort Jesu:Du sagst es, Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß Ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört Meine Stimmei" verstand Pilatus nicht.

Aber verstehen wir sie? Am Tage der Kreu­zigung umhüllte zwar dichte Finsternis den hellen Tag, aber im hellen Sonnenschein des Auf­erstehungstages zeigte der König der Wahrheit Sich Seinem Volke. Hast du in diesem Lichte, dem Lichte der Auferstehung, des Sieges, der Weltüberwindung, schon jenen Ausspruch Christi betrachtet?

Ist Er, der König der Wahrheit und des Lebens, nicht die königlichste Erscheinung in der ganzen Weltgeschichte? Ist Sein Reich nicht ein ewiges Reich?

Wo sind die anderen Welteroberer und ihre Reiche?

Ein Alexander der Große regierte vom Jahre 336 bis 323 vor Christo und eroberte sich in diesen dreizehn Jahren fast die ganze damals bekannte Welt. Er starb, und mit seinem Tode verlor er alle seine Untertanen, und sein Reich verfiel.

Ein Cäsar beherrschte vom Jahre 59 bis 44 vor Christo von Rom aus die Welt, aber als er nach diesen fünfzehn Jahren, vom Mordstah! getroffen, niedersank, da war's mit seiner Macht zu Ende. Sein Reich dauerte ja noch etliche hundert Jahre weiter, aber jetzt ist's längst in Staub verflogen.

Ein Napoleon suchte von 1800 bis 1814 oder auch 1818 ivieder ein Weltreich aufzurichten, endete aber auf der kleinen Felseninsel St. He­lena sein Leben und damit auch seinen Lebens­traum von einem Weltreich.

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