können. Er hat auch deinen 'Toten sterben lassen, weil die von Ihm bestimuite Stunde gekommen war, und die Krankheit oder der Unglückstall war nur das Mittel in Gottes Hand, den Tod herbeizu-
^ Wenn Gott uns sterben läßt, so ist das für ein Kind Gottes nichts Schreckliches.
Aber laßt uns ernstlich die große Frage erwägen, ob wir Kinder Gottes geworden sind durch unseren Heiland Jesum C-hristum. Wenn dieses der Fall ist, dann hat der Tod für uiis seinen Stachel verloren. Er führt uns auf den Rui des Vaters in die ewige Heimat. gerbst.
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Der Weltkrieg.
Der Weltkrieg ist eine Welternte für den Tod. Wie viele Garben fallen diesem grausigen Schnitter zu! Wie manches blühende Leben sinkt in des Grabes Nacht! Ja, es find Riesenopfer, die dieser Riesenkrieg fordert. Die modernen Waffen sorgen dafür. Mit der Möglichkeit eines plötzlichen Todes aber rechnet der denkende Soldat. Er fürchtet den Tod nicht, denn er spricht: Komm ich um, so sterbe ich für König und Vaterlaiid, für Kaiser und Reich Wenn nur die Freiheit und der Sieg unser ist, wenn nur die teure Fahne nicht in des Feindes Hand fällt! Wie schön ist solcher Todesmut. und wie ehrt er den deutschen Krieger! Er ist auch ein Geheimnis des Sieges.
Doch der Tod ist trotz dieser edeln Todesverachtung keine leichte und kleine Sache. Denn wir wissen, daß nach dem Tode erst das eigentliche Leben beginnt. Wir wissen auch, daß der Heldentod fürs Vaterland, so groß und erhaben er ist, die Seligkeit nicht verbürgt. Sonst könnten wir uns den Himmel ja verdienen. Nein, diesem Irrtum wollen wir nicht huldigen. Wir wissen, daß nur das bittere Leiden und Sterben unseres Heilandes Jesu Christi uns den Himmel und das Paradies aufgeschlossen t)at, daß die Seligkeit ein freies Gnadengeschenk Gottes ist an 'alle Menschen, die erkennen, daß sie sich das ewige Leben nicht verdienen können. Was ist da wichtiger für dich, mein lieber Kamerad, als daß du vor der Schlacht dir gewiß bist darüber, daß auch du die gewisse Hoffnung des ewigen Lebens haben mutzt, um getrost und friedvoll zu sterben, wenn es sein mutzi Nicht der Leichtsinn führt gut durch das dunkle Todestal. Nicht der Heldenmut genügt, um die Gefilde der Ewigkeit zu betreten. Siehe, du mußt wissen, daß du mit Gott den Tod und seine Schrecken überwinden kannst. Du mußt mit dem Glaubensblick auf den Gekreuzigten sprechen können: „O Tod, wo ist dein Stachel?
Hölle, wo ist dein Sieg?" Jesu herrliches Wort muß fest in dein Herz gegraben sein: „2chbm die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe und wer da lebt und glaubt an Mich, der wird nimmermehr sterben!" Siehe da, welche großartige Lebensversicherung! Welche wunderbare Perspektive auch über den Abgrund des Todes hinüber! Welche Freudigkeit selbst im Tode! Es ist gar nicht nötig, daß du dich in diese großen Lebensgedanken erst hineinarbeitest. Ergreife sie im Glauben, und sie sind dein. Nimm die Erlösung an, so durch Christum geschehen ist, und du bist getröstet. Tröste dich mit den Verheißungen Fesu. und du bist erlöst. Wer an Ihn glaubt, der kommt auch nicht ms Gericht. Das Gericht ist es. was so vielen Mensche» das Sterben schwer macht. Wenn ich aber weiß, daß mein Name aus der Liste der verurteilten gestrichen ist. dann kann ich dem Gericht ruhig entgegensehen. Weiin mein Schuldbrief zerrissen ist uiiii durch die große Rechnung meiner Sünden der rote Strich des Blutes Jesu fuhrt, so schrecken sie mich nicht mehr.
Manche Soldaten trugen im Anfang des Krieges einen sogenannten Talisman bei sich, der ie unverwundbar machen sollte. Das mar törichter Aberglaube. Wie Gott es bestimmt hat so kommt es, da hilft kein Talisman. Aber )as ist ein Talisman, wenn ich weiß, ich bin ici Gott in Gnaden und kann jederzeit sterben. Mit Gott kann ich des Todes Bitterkeit überwinden. Mit Gott kann ich durch das dunkle Tal wandern. Gestützt auf Jesu Blut, darf ich eingehen in das himmlische Vaterhaus.
E Schreiner.
ßin schwerer Auftrag.
In knapper Kürze spricht, dem andern zugewandi,
(sin General zu seinem Adjutant:
„Aach O. hinübersahren. dart zum Kommandeur, Privatim melden srch, weil es persönlich wo> Dienstpflichtig kurz - doch schonend auch dabei Ihm melden, dab — sein Sohn gesalle» sei.
Bald jagt ein Auto mit dem Adjuiani Gleichwie im Sturme hinterrücks der Front,
O. ist erreicht! — Tie Jäger reiten aus,
„Wo Divisionsstab ?" — „Rechts im letzten Haus.
Das Aura halt — ein junger Hauptmann naht.
T gl lieber K. wie geht es, Kamerad?"
'Ol mir sehr gut — nur kl,ine Disterenz,
Dari ich wohl sprechen Seine Exzellenz?"
„Jst's was Persönliches?" — „Jawohl! sein Lohn „Gefallen?" - „Jas" - „Ick merkt' es schon am Ton. Doch misten Sie, dab unser Kommandeur Granatsplitter im Bein — verwundet schwer?
Liegt drin im Haus, -in Held, doch still und bleicb Doch warten Sie. ich will Sie melden gleich


