Ausgabe 
3.2.1918
Seite
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tun«! Und wo cndel er?In dem Fcuecsee. der mit Schwefel brennt!"

Welch furchtbares Ende! O möchte der HErr in Gnaden alle Leser dieser Zeilen vor einem solchen Wege bewahren! Sollte sich der eine oder andere noch aus ihm befinden, möchte er dann umkebren, ehe es zu spät ist, ehe vielleicht ein plötzlicher Tod oder da» schreckliche Gericht der Verhärtung ihn trifft!

Ein Viick zu dem Streme, im Glauben getan bringt Leven und ewiges Glück;

Drum richte zur Stunde dein Auge dorlinn Und wende dich nimmer zurück!

Warum ward der Reine zur Sünde gemacht ° Gelckah's nicht dem Sünder zugut?

8» tilgen auch deine unzahlbare Schuld Vergoß Er Sein kostbares Blut

Sin Brand ans dem Keuer gerettet.

Ein Maschinenschlosser, der jetzt in einer Stadt Storddeutschlands lebt, kam vor einigen Jahren nach Zürich. Er konnte weder lesen noch schreiben. Bald schloß er sich einem Kreis von Sozialisten an, die ihn in ihre Reihen aufnahmen. Doch er fand bei ihnen nicht, was er suchte. Unglücklich, einsam, fing er au Zerstreuung und Trost bei der Flasche zu suchen. Er wurde immer elender, und in den Stunden, wo er nüchtern war, fühlte er es, wie er sank und immer tiefer sank; und je länger, desto unfähiger war er, seine Ketten zu brechen und ein anderes Leben anzu- sangen. Er dachte auch gar nicht, daß es möglich sei, daß daran etwas geändert warben könne. Es hatte ihm niemand erzählt von dem Gott, der vergibt, und rr glaubte nicht einmal an die Existenz desselben. L» gab also für ihn keinen Schimmer der Hoffnung, sud so beschloß er eines Tages, Hand an sich zu legen. Er stürzte einige Gläser Branntwein hinunter, am sich Mul zu machen, öffnete dann das Fenster iemer Mansarde; die am Rande des Daches auf dem

vicrren Stockwert ivar, schwang sich mühsam aus dev Rand des Fensters und - stürzte sich hinunter Wunderbar: er blieb mit seiner Bluse an bei Wasserrinne hängen, und dort hing er zwischen Himmel und Erde, niit den Augen aus das Straßenpflastn tief da linten stierend, auf das er jeden Augenblick hinabstürzen konnte. Im Augenblick war seine Trunks heit verflogen, und er wurde sich seiner schrecklicher Lage bewußt, bewußt des Verbrechens, das er beging und in diesem Augenblick wurde ihm die Existenz Gottes klar, des Gottes, der ihn soeben in seiner Ab sicht aufgehalten hatte, zurückgehalten hatte von dem Richtersiuhl, vor welchem er zu erscheinen hatte Ei gelang ihm. aus' das Dach zurückzusteigen und ir seine Wohnung zu kommen. Dort warf er sich aus seine Knie, und betend rangen sich die Worte aui seiner Seele:Gott, da Du existierst, offenbare Dich mir!" Dann fing er an zu überlegen:Wer könnt»

> mich am besten Gott kennen lehren?" Er klopfte hm ! an und da an. Der eine nahm ihn nicht an, bei i andere suchte ihn mit leeren Redensarten zu trösten Er zog in dies Land und jenes, entmutigt macht» er sich endlich auf den Weg in die deutsche Heimat Unterwegs hielt er sich in Basel auf. Dort traf ei einige Arbeiter, b!e regelmäßig zusammeulamen, zv beten und die Bibel zu lefcn 5 kk ncifynt an ihrer Versammlungen teil; die Liebe, welche sie ihm de- zeugten, machte Eindruck auf ihn; ihr Glaube besiegt, ihn Dort fand er den Gott, der Sich ihm m Zürich offenbart hat'e, dort setzte er sein Vertrauen aus der Retter, der gestorben war für seine Sünden. Bor Stund' an hatte sein Herz Frieden; er wußte sich begnadigt, versöhnt; er hatte in dem Glauben ft? Jesum Christum die Antwort aus das jahrelange un gestillte Verlangen gefunden. Er blieb ewige Zel! bei seinen neuen Freunden, lernte lesen und schreiven i dann kehrte er heim in sein Vaterland, unter der Augen Gottes lebend, der seine Arbeit segnet, st sucht er jetzt in seiner Umgebung diesen Gott bekantü zu machen, den er solange gesucht._._

Vers aminlnngs-Anzergen.

Bezirk Gletzen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14.

Jede« Sonntag 1>/> Uhr SonntagSIchnie; 4 Uhr Jnngsramverein; 6Vi Uhr S*eriamrol«n«; 4Vi Uhr Christlicher Verein junger Männer, jeden Mittwoch «'/»Uhr Bidelstnude! jeden Freitag 8h, Uhr GehetSiiunde

Bezirk Bellnhausen.

Jeden Sonntag I Uhr Versammlung tm VereinSban» Bellnhausen.

Bezirk Lriedberg Stadtmission Friedberg, Ludwigstr 24.

ftrtxw Sonntag, nactim. 2 Uhr Sonntagsschule l abends 8 % Ubr 6ttfammlung; jeden Donnerstagabend 8 1 /* Uhr Bibel- und Gebersstunde.

Bezirk Lich und Schotten.

gilbd» Jede» Svtinlagabend 9 Uhr Versammlung; jeden Mvntag- »benv 9 Uhr Tebeisslunde; jeden Dienstagabend 9 Uhr Bibelftnnde. Jede« »ritten Sonntag im Monat nachmittags 8 Uhr Äemeinichaitskvnferenj

Schotten Jeden Sonntag,nitta« 12'/» Uhr Sonnlagtjchule, jede« 8v»»la»al>e»d 9 Uhr Verjamnilung.

Bepearod. Jeden »wette» und Mnm Sonntag tm Monat «ach. «Mag» $ Uhr vertat»»!»«,.

Lihberg. Jeden »weiten und vierten Sonntag t» Mona« mittag» Uhr Versammlung

Naustadt Jeden »veilen und vierten Mittwoch iw Monat »de»»» g Uhr Versammlung

Wall er» hausen Jeden zweiten und vierten Donnerstag '» Monat abends 9 Uhr Versammlung

Li» Jeden Sonntagabend 8'lt Uhr Versammlung: jede» Btetttr abend 9 Uhr GebetSstunde

Holzheim Jeden ersten Sonntag tw Monat nachmitta»« SV* Uhr Monativeriammlung.

BurkhardtSselden Jede» ersten Mittwoch im Monat »dev!» g Uhr MonatSveriammiung.

Ettingshausen Jeden ersten Donnerstag iw Monat abend! » Uhr MonatSveriammiung

Bin in gen Jeden dritten Donnerstag tm Monat abend» « MonatSveriammiung

LangSdors Jeden dritten Freitag I» Mnnat ah«»»« » vd> MonatSveriammiung

Bezirk Sellnrod.

Sellnrod. Jeden Sonntagabend 8'/» Uhr Versammt»«»» iedan Mitrivoch und Frottag tikriegSgebetSstnude mtt Btt>ell,-iracht»a».