Ausgabe 
27.1.1918
Seite
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Soll ich dir etwas vorlesen?" fragte der eine der beiden.

»Ja."

Mas soll ich denn lesen?"

Etwas, das für jemand gut ist, der nur noch vierundzwanzig Stunden zu leben hat."

Der Freund nahm darauf seine Bibel zur Hand und las das 53. Kapitel aus dem Propheten Jesaja bis zu dem Verse:Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg, aber der HErr warf unser aller Sünden auf Ihn."

Hier hielt der Leser ein, und im Anschluß an die eben gelesenen Schriftworte verkündigte er dem gespannt lauschenden Kranken das Evangelium von Jesu. Der ausgestreute Same brachte kostbare Frucht. Gottes Gnade wirkte in wunderbarer Weise an dem Herzen des mit dem Tode Ringenden. Noch ehe die Freunde ihn verließen, gingen dem armen Kranken die Augen auf; er wurde aus der Finsternis zum Licht gebracht, und mit glücklichem Herzen nahm er Jesum als seinen Heiland an.

Als am nächsten Morgen der Arzt erschien, in 0er Meinung, seinen Patienten dem Ende nahe zu finden, traf er diesen zu seinem großen Erstaunen aufrecht im Bett sitzend an, überglücklich in dem Besitz seines neugefundenen Schatzes. Er war ent­schieden auf dev! Wege zur Besserung. Der HErr hatte seine Seele gerettet und schenkte nun auch seinem Leibe Gesundheit.

Nach seiner völligen Wiederherstellung entschloß sich unser junger Freund, zur Freude seiner goltes- fürchtigen Mutter, seine Gaben und Kräfte in den Dienst des Evangeliums zu stellen. Sein ganzes Leben war fortan seinem HErrn und Heiland ge­weiht, bis er im Alter von dreiundsiebzig Jahren emging zur ewigen Ruhe.

Zum Nachdenken.

Ein hervorragender Arzt traf mit einem be­kannten, gläubigen Herrn zusammen, und bald unterhielten sich die beiden über die Bibel.Ich begreife nicht," sagte der Arzt,daß ein so viel- seitig gebildeter Mann wie Sie noch an falsche Fabeln glaubt."

Herr Doktor," war die Antwort,stellen Sie sich einmal vor. Sie machen die Erfahrung, daß ein gewisses Heilmittel eine bestimmte Krankheit regel­mäßig heilt; stellen Sie sich vor, daß Sie selbst durch dieses Mittel vom Tode errettet worden sind und daß Sie bei hundert Patienten, die Sie zu be­handeln haben, bei allen ohne Ausnahme, denselben günstigen Erfolg beobachten: würden Sie zu dieser Arznei nicht Vertrauen haben?"

Selbstverständlich!"

Sie haben mit meinem Vergleich das Bild des Christentums. Mein Glaube beruht aus Er­fahrung. Mögen andere von Fabeln reden, ich weiß, was ich an mir und anderen erlebt habe Mein Herz war früher voll Unruhe und Unfrieden; ich wußte nicht, wozu ich in der Welt war; ich hatte auf die wichtigsten Fragen keine Antwort Seitdem ich aber zum Glauben gekommen bin, bin ich ein anderer Mensch, habe Frieden und Trost und alles, was ich bedarf. Und was ich erlebt habe, haben seit vielen Jahrhnnderten unzählig' Menschen ebenso erfahren Beobachten Sie dock einmal, Herr Doktor, an Sterbebetten den Unter schied zwischen Christen und Gottesleugnern, danr werden Sie ein anderes Urteil gewinnen."

Der Arzt schwieg; er war nachdenklich gewor den In der Tai, das ist eine Sache zum Nach denken!

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Bezirk Giesten. Stadtmifsion Gießen, Löberstraße 14.

Ied>» Lonntag l l h Uhr LonntagSschulk; 4 Uhr Jungsrau-»verein: PI, Mir Versammlung; 4V» Uhr Christlicher Bereit, junger Männ-r: s»b,m Mittwoch 8>.° Uhr Bibelslunde, seden Freilag 8';s Uhr GevetMund-

Bczirk Bellnhausen.

geden Sonntag J Uhr Versammlung im Verrinshan» Dellnhausen. Bezirk Lriedbera Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24.

Jeden Sonntag, nodim. 2 Uhr SonntagSschuse, abends 8s Uhr Snfumnlung ; jeden Donnerstagabend 8 1 /« Uhr Bibel- und tLebetsftunde.

Bezirk kich und Schotten.

Ridda Jeden Sonntagabend s Uhr VersammlungI seden Montag, odrnd 9 Uhr Gebeisslunde; jeden TienSlagabend S Uhr Bibelstunde. Jeden drillen Cvnnlag im Monat nachmittags 8 Ubr tSemesnIchastskonserenz

Schollen. Jeden Sonntagmittag l2>/s Uhr SvnnlagSschuIe; jede» Lonntoqabend u Uhr Versammlung.

Dehenrad Jeden »»eile» »,» mm« Sonntag un Monat noch, orsttag» S Uhr Dersaonolnn«

Lißderg Jede» zweiten unh vierten Sonntag Un Monat »ach- mittags . Uhr Versammlung

R a n st a d I Jeden zweiten und dlerten Mittwoch im Monat abend«

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WaNernhausen Jeden zweiten und «ierte» Donnerstag m Monat abends 8 Uhr Versammlung.

Lick. Jeden Sonntagabend «>/» Uhr Versamminug, jeden greit»«- »bend 9 Uhr Gebetsstunde

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Sellnrod Jeden Sonniaaok-e:-d SVi Uhl Versammlung und jedes Mittwoch und Kreiiag KricgSgebelssiunde mit Dibeldetrachinng.