Ausgabe 
27.1.1918
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Unserem Kaiser ist es durch Gottes Gnade ge- lungen, sechsundzwanzig Jahre lang den europäischen Frieden aufrechtznerhalten. Der von unseren Feinden so sehr gehaßte deutsche Militarismus hat nicht den Krieg verursacht, das wollte unser Kaiser nicht, sondern unsere starke Waffengewalt hat dazu gedient, den Frieden solange aufrechtzuhalten. Trotz unseres starken und scharfen Schwertes war es im Sommer 1914 nicht mehr möglich, das herein­brechende Unglück zu verhindern, aber was wäre aus uns geworden, wenn unser Kaiser in Friedenszeiten nicht für eine starke Militärmacht Sorge getragen hätte?

Gott kann auch durchwenig" helfen, aber Seine Regel ist die, daß Er Seinen Freunden Weis­heit und Verständnis zu rechter Ausrüstung und Anleitung in der Kr egführung gibt. Wie wunder- bar hat Er unserem Kaiser und unseren Staats- männern Verständnis gegeben, daß sie die Anschläge unserer vielen Feinde vereiteln konnten. Was haben unsere Trui'pen erreicht? Siege, Siege und immer wieder Siege!

Am Geburtstag unseres Kaisers wollen wir mit dem Dichter singen und beten:

Vater, kröne Du mit Segen Unfern König »nd sein Hans,

Führ durch ihn, aus Deinen Wegen herrlich Deinen Ratschlnb aus!

Deiner Kirche sei er Schutz,

Deinen Feinde» diel' er Trutz;

Sei Du dem Gesalbten gnädig:

Segne, segne unser» König t

Rüst ihn mit des Glaubens Schilde,

Reich ihm Deines Geistes Schwert,

Daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens heil gewährt!

Mach ihm leicht die schwere hast,

Die du auferlegt ihm hast;

Sei in Jesu Du ihm gnädig;

Schütze, segne unser» König!

Sammle um den Thron die Treuen,

Die mit Rat und frommem Fleh'n Fest in Deiner Streiter Reihen Für des Landes Wohlfahrt stehn l Baue um den .Königsthron Eine Burg, o Gottessohn;

Sei Du ihm auf ewig gnädig;

Leite, segne unser» König I

Fürchtet Gott, den König ehret!

Das, o HErr, ist Dein Gebot,

Und Du hall es selbst bewähret,

Warst gehorsam bis zum Tod.

Wer Dich liebt, der folget Dir,

Truiy so beten alle wir:

Vor dem Bösen schütz uns gnädig;

Golt erhalte unser» König!

Gib uns Mut in den Gefahren,

Wenn der Feind uns ernst bedroht,

Daß wir Treue dann bewahren,

Gehe» freudig in den Tod!

Du bist unser Siegsvanier;

Gott mit uns! so siegen mir.

Deine Treuen krönst Du gnädig.

Segne, segne unser» König! O. D,

Oeöt dem Kaiser, was des Kaisers ist."

(Matth, 22, 21.)

Wie leicht ist cs uns gemacht, diesem Kaisei zu geben, was des Kaisers ist, wenn wir an all« die wunderbaren Führungen und Fügungen denken, die Gott unseren Kaiser und durch ihn das deutsch« Volk hat erleben lassen, an alle die Segnungen, di« Gott uns in ihni geschenkt hat Wenn wir sein Bild aiiichauen voll Kraft und Hoheit, bei schlichtet Einfachheit, dann bricht in allem Volke der Ruf sich Bahn; Wir wollen ihm geben, was ihm gebührt, freudig und gern, wir wollen uns nicht begnügen, unsere Abgaben, unsere Leistungen und Pflichten gegen das deutsche Reich zu zahlen, nein, wir wollen ihn von Herzen lieben, >vir ivollcii ihm Kraft und Heil erbitten und Segen von ibcn. Gott schütze, Gott erhalte, Gott bewahre unsere» Kaiser! Und was wird sich unter der geseg- urteil Regierung unseres Kaisers beim Blick auf den Zusatz des Heilandes:Gebt Gott, was Gottes ist!' jedem bei gewissenhafter und nnbcfangener Erwägung immer wieder von selbst anfdrängen müssen? Ter Kaiser, den Gottes sichtbare Fügung zum Hanpl, des deutschen Volkes berufen und unter dessen Hand er die Stämme und Länder des deutschen Vater landes gesegnet hat, ist selber ans das tiefste durch drungen vm der lebendigen Überzeugung, daß um dann sein Wohl, seines Hauses Wohl, Dculschlandi Wohl fest begründet ist, wenn alle demütig und freudig' Gott geben, was Gottes ist, Bedais ei dafür der Zeugnisse? Sind sie etwa vergessen, di« Botschaften des Kaisers, seine Ausforderungcn zm Beugung vor Gott und zur Bitte um Seine Hilf« vor und in dem Kriege und nach den Siegen du schönen, kräftigen, herzerhebenden Bekenntnisse, in denen er Gott allein die Ehre gab und Seine wunder bare Hilfe pries? Ist sie vergessen, die t>cne Für sorge des Kaisers für sei» Volk und sein Heer, di« wünschte, daß überall bis in das kleinste Lazarett die Botschaft von Ehristo, dem Gekreuzigten und Ause>standcnen, und dum t der eine Trost im Leben wie im Sterben getragen würde?

So wollen wir dem Kaiser unsere Segens grüße darbringen und Gott bitten, daß Er ihn un» noch lange erhalte zum Segen des Reiches,

Ocrade an der Schwelle der Ewigkeit, in der letzten Stunde."

So sprach ein Bcrginvalide von etwa sechzig Jahren zu seiner Fra», und wenige Siundcn da­nach ging er beim,um bei Ehristo zu sein".

Unsere Erzählung trug sich im Jahre llM in dem Darfe S, des Kreises S, zu. I» diestt Gegend hat Gott reiche Schätze an Metall und