Ausgabe 
20.1.1918
Seite
4
 
Einzelbild herunterladen

gtit Mörder.

Der Schächer am Kreuze war einer von den beiden Übeltätern, die mit Jesu gekreuzigt würden, einer zu Seiner Rechten und einer zu Seiner Linken. Es kam so, wie vom Propheten Jesaja ge weissagt war:Er ist den Übeltätern gleich gerechnet." (Jes. 53, 12.)

Was waren das für Leute? Sie hatten ein Leben voller Schuld, voller Berbrechen hinter sich. Tie waren tatsächlich tiesgesunkene Menschen. Ihr ganzes Dasein war verfehlt, und nun trug das Ende die Last, und der große Bankrott war jetzt da

Aber welch ein Unterschied zwischen den beiden Übeltätern l

Freilich, äußerlich angesehen waren sie ganz gleich. Beide waren Leute, die iveitab vom rechten Wege gekommen waren, und die äußeren Folgen waren ebenfalls dieselben: der schreckliche Kreuzestod.

Und doch so verschieden. Der eine ist so recht ein Beispiel dafür, wie selbst ein Verbrecher, der die Folgen seiner Schuld in der schwersten Weise tragen muß, innerlich verhärtet und ungebrochen bleibt.

Der andere aber ist ein Mensch, der zwar auch l,ej gesunken ist, aber in ihm ist noch nicht alles Gefühl für Wahrheit und Gerechtigkeit erstorben. In ihm lebt noch ein Verlangen nach Errettung.

Wie bei so manchem hat es lange geschlummert, r» schien überhaupt nicht mehr da zu sein. Und doch war es noch da, und die Nähe Jesu weckte es. Zr sah freilich Jesum in Seiner scheinbar tiefsten Er- aredrigung, er sah Ihn buchstäblich so, wie es Je- saja weissagte:Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor Ihm verbarg " (Jes. 53, 3)

Und doch sah er in Ihm den Gerechten, den Heiland, der auch ihm helfen konnte.

Aber der Übeltäter einer, die da gehenkt waren lästerte Jesum und sprach:Bist Du Christus, s- hilf Dir selbst und uns. Da antwortete der andere strafte ihn und sprach:Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammni« bist? Und zwar wir sind billig darin, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind. Dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan. Und sprach zr Jesu: HErr, gedenke an mich, wenn Du in Dein Reich kommst." (Luk. 23, 42.)

Und der Mann mit dem von Verbrechen ei füllten Leben, der nichts wieder gutmachen konnte, wurde nicht abgewiesen. Er kam in letzter Stund« zur Bekehrung, er fand Gnade und Vergebung.

Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, Ich sag, dir: Heute wirst du mit Mir im Paradies sein/ (Luk. 23, 42.)

So stirbt ein Sünder selig selbst am Kreuz« selbst auf dem Schafott, selbst nach einem durch und durch verfehlten Leben.

Es bleibt eben dabei: Keiner ist ausgeschlosser von der Seligkeit, wenn sie nur aufrichtig und ernst Haft gesucht wird.Alle sind geladen zu dem Mahl der Gnaden!" Wenn sie nur der Einladung folge« wollen

Und wenn unter meinen Lesern einer sein sollt«, der auch weit abgekommen ist von dem guten Wege, der auch sein Leben verfehlt hät, der auch Schuld auf Schuld häufte, so möge er an den Schächer a» Kreuze denken.

Die Gnade, die jener fand, ist auch für ihr da. Es bleibt unter allen Umständen bei dem Worb Jesu:Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht Hinausstoßen." (Joh. 6, 37.)

Die einzige Bedingung ist das Zu-Jhm-kommer> und zwar so, wie der Schächer am Kreuze zu Jest kam: ehrlich, aufrichtig und demütig.

K

Versainnrlirngs-Anzeigen.

di t t_ -S,imS tri*

Vezir? Bietzen. Stadtmisston Gießen, Löbersiraße 14.

Jeden Sonntag IV* Uhr gonntoflSMrale; 4 Uhr Jungfrau-»verein: *>/, Uhr Versammlung: * V. Uhr Christlicher Verein>u»-nr Mann'r; Iften Mittwoch V/- Uhr Bibtlstunde: jeden Freilag 8'/» Uhr Äebetiftuude.

Bezirk Bellnhausen.

gehn, Sonntag r Uhr Versammlung Im Verein»-«»« Dellnhausen

Bezirk Friedberg. Stadtmisswn Friedberg, Ludwigslr. 24.

Jeden Sonntag, nackm. 2 Uhr Sonntagsschule: abend» S>» Uhr Versammlung! jede» Donnerstagabend 8>/» Uhr Bibel- und GebetSstunde.

Bezirk Lich und Schotten.

«i d d a Jeden Sonntagabend S Ubr Derlammlung; jeden Montag, «fifirt 9 Uhr Mebetbstnnde; jeden Dienstagabend >> Uhr Bibelstnnde. Jeden drillen Sonn,«« i»> Monat naclunittag? S Uhr GeineinichaflSkonserenz.

Schotten geben Sonntagmiltag 12>/e UhrSonntagSjchuIe; jede» Sonntagabend n Uh: Versammlung.

Beyenro». Jeden zweiten und «lerte» So»»««» i» Monat nach- * » Uhr Veriammlung.

Lihberg. Jeden zweiten und vierten Somit», «IN Monat «t mittag« Uhr Versammlung

Ransladt Jeden zweiten und vierten Mittwoch tm Monat abeli» 9 Uhr Veriammlung. .

Wallernhaulen Jeden zweite» und vierten Donnerita, w Monat abend? » Uhr Versammlung.

Li». Jeden Sonntagabend 8*/» Uhr Versammlung, jeden greinr abend 9 Uhr Gcbelsslnnbe

Holzheim Jeden ersten Sonntag tw Monat nachm»!«» »>/, Uhr MonatSversammlung.

BurkhardtSselden. Jeden ersten Mittwoch im Monat «bei»« 9 Uhr MonaiSverjammIung.

CttingSdanIen Jeden ersten Donnerstag tm Monat 9 Ubr Monat»versamn,Iung .

Villingen Jeden dritten Donner«», t» Monat abend« » »» MonatSversammlnng. - n»

LangSdors. Jeden drUIen FreUog i» Monat »he«« 9 >" WonatSverjammlung.

Bezirk Scllnrok».

Sellnrod. Jede» Sonntagabend 8/i Uhr Versammln»« ** jede» Mittwoch und grcttag «riegsgebeihslunde mit Bibelbrkr-chm»»-

i

!

Einzelne C Verlag

Nr. 4.

Unser

Am 27. tmrbe u jeboren, ur 1888 kam Jon 29 Jl zierung. damals ge .alten" Kc mb manc )at in jen 'acht:W dieser helfe 10, 27.) - sich seine { taltet uni )as Bert: Lölkes erw kage nach jährigen '»achte der iolgenbe st

Zum G Kaisers sch: 'emokratis, .Lolkefreu Kaiser ist iungsgemä des Staa Laterlandi «an erst ii Kot den Fi i° erkennt d lvas es in Diener, al Kaiser jel! Kt. Wen ergangene Me beise oird heute i