Ausgabe 
2.12.1917
Seite
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Straft Kott die Sundes

Er hat es in der Vergangenheit getan und wird es in Zukunft tun. Um der Sünde willen wurde Adam aus dem Paradies getrieben und auch um ihretwillen ging die alte Welt in der Sündflut unter. Ägypten, Jerusalem und Babylon erlitten die schrecklichsten Gerichte wegen ihrer Empörung gegen Gott, indem sie sich weigerten, sich unter Sein Wort zu stellen. Das Gericht hat erreicht, und er­reicht heute noch Länder, Städte und einzelne wegen ihrer Feindseligkeit gegen Gott im Himmel und ihrer Liebe zur Sünde. Es steht geschrieben:Der HErr Jesus wird offenbar werden mit den Engeln Seiner Macht in ffammendem Feuer, wenn Er Vergeltung gibt denen, die Gott nicht kennen, und denen, die dem Evangelium unseres HErrn Jesu Christi nicht gehorchen." (2 Thesi. 1, 7. 8.)

Wenn du ohne Gott lebst und ohne Christum, wirst du ins Gericht kommen. Du kannst ihm nicht entgehen. Und diejenigen, die in diesem Leben viel­leicht dem Gericht der Sünde scheinbar entgangen sind und die vielleicht friedlich gestorben sind, er­klärt Gott fürungerecht und für den Tag des Gerichts aufbewahrt". Das Gericht erwartet sie. Dann sind die, welche in Sünden gelebt haben und gestorben sind, in der Hölle, in den Qualen. Das volle Gericht über sie ist auf den Tag des Gerichts ausbewahrt. Dann werden die Menschen als Auf­erstandene, Geist und Leib vereint, einzeln vor dem gerechten Richter erscheinen, und jeder wird emp­fangen nach seinen Werken. (Matth. 16, 27.)

Der Mensch kann spotten, der Ungläubige leug- uen, der Heuchler kann sich hinter einer angeblichen Gnade verstecken, aber Gott hat Seinen Haß gegen die Sünde erklärt, und das Gericht erreicht sicher die, die sich ihr überlassen, anstatt zu dem einzigen Mittel zu eilen, das die Sünder retten und heilen kann, das ist das kostbare Blut Christi!

I. R.

K

Der Aod wird nicht meyr sein!

Wie schmerzvoll lautet doch das alte Bibel- wort:Der Tod ist zu allen Menschen hin­durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben!" (Röm 5, 12.) Und das andere:Der Tod ist der Sünde Sold!" (Röm. 6, 23.) Wie hoffnungsvoll klingt dagegen:Christus hat dem ^.ode die Macht genommen und Leben und un­vergängliches Wesen ans Licht gebracht." (2 Tim. 1,10.) Unb das andere Wort klingt wie ein Jubelklang etotger Harmonie:Der Tod wird nicht mehr fern!" (Osib. 21,4.)

Es gab eine paradiesische Zeit auf Erden, da war allessehr gut". Dann kam die Sünde und m ' ihr der Tod. So bitter die Sünde selbst ist

mit all ihren Begleiterscheinungen, jo bitter ist . auch der Tod, der Sünde rechtes Kind. Darum wird er genanntder letzte Feind, der aufgehoben wird". (1 Kor. 15, 26.)

Was der Löwe ist für die Herden der Ebene, was Sichel und Sense sind für Gräser und Blumen der Wiese, das ist der Tod für alle, die aus Erden wohnen, ein Verderber und Zer- störer mit rauher Hand. Das ist bitter, sehr bitter. Und darum ist der arme, sündige Mensch durch die Todesfurcht ein rechter Knecht sein Leben lang. Darüber hilft ein überlegenes Lächeln nicht hinweg. Man kann sich in Selbsttäuscherei etwas zurechtphilosophieren, wie der alte Grieche Epikur, der das Todesproblem für sich so löste: Der Tod geht mich nichts an! Denn solange ich bin, ist der Tod nicht, und wenn der Tod da ist, bin ich nicht mehr! Also geht mich der Tod nichts an!" So logisch das klingt, es ist doch ein Trugschluß. Die bittere Todesflut wird dadurch nicht hinweggespült.

Schauerlich ist es, wie jetzt der Tod über unsere Erde geht und Beute macht. Ganze Länder hüllt er in sein Leichentuch, Massengräber füllt er mit der Menschheit Blüte. Und machtlos und trost- los sitzen die Kinder des Staubes, weinen und seufzen: Bitter! Bitter!

Wie ein österlicher Lichtstrahl kommt's in das Dunkel dieser Zeit. Ein Lebcnsgruß vom Lebensfürsten tönt in die allgemeine Trauer: Der Tod wird nicht mehr sein!" Jetzt schon ist's wahr für alle, die in Lebensgemeinschaft mit Christo stehen. Für sie hat der Todes­überwinder von Golgatha den Tod bezwungen. Er mag noch brüllen wie ein Löwe, aber der Löwe aus dem Stamme Juda hat diesem Un- geheuer die Zähne ausgebrochen. Der Tod mag ausschen wie ein Drache, aber sein Gifthauch kann den nicht töten, der in seinem Erlöser das ewige Leben fand. Die Kinder Gottes trium­phieren allezeit:Tod, wo ist dein Stachel?

Totenreich, wo ist dein Sieg? Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unseren HErrn Jesum Christum!"

Es wird aber endlich eine Friedenszeit kommen, und Gott wird sie herbeisühren, wo der Tod buch­stäblich nicht mehr ist. Tränen, Leid und Geschrei hören dann auf. Witwenschleier, Waisenhäuser und Sargmagazine gibt's dann nicht mehr. Es hat sich gelohnt, daß Jesus starb auf Golgatha! Es ^at sich dann gelohnt, Ihm zu vertrauen und Ihm zu folgen.

Die Südspitze Afrikas hieß früher Kap der Stürme. Kein Seefahrer wagte sich dorthin, weil sie sagten, es kehre keiner mehr zurück. Als aber im Jahre 1-486 dem kühnen Bartholomäus Diaz die Umsegelung dieses gefürchteten Kaps gelang, und