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Aufwärts!
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Erscheint wöchentlich einmal.
Tirnelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
Uerlag «irr Btichbatdluna d er Pilgermission Kietzen.
Nr. 1.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pitgermission. Druck v. I. G. Oncken Rachf., G. m. b. H., Cassel.
Sonntag, den 7. Januar 1917.
10. Iahrg.
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Wieder haben wir die Jahresgrenze überschritten, und das gewaltige Völkerringen ist noch nicht beendet. Wer keine lebendige Hoffnung zu Gott hat, muß beängstigend fragen: Was wird das neue Jahr uns bringen? Eine Fortsetzung des blutigen Krieges mit den unabsehbaren Folgen oder den heiß herbeigesehnten Friede»?
(Weil nun ein Friedensangebot von unserem Kaiser gemacht worden ist, besteht die Möglichkeit, daß sich die Sachlage geändert hat, wenn diese Zeilen in die Hände der Leser kommen. Gott gebe esl)
Doch, teurer Leser, bist du ein Kind Gottes, dann wollen wir, du und ich, unseren Blick auf den lebendigen Gott richten und wollen uns noch einmal zurnfen: „Sorgt nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitte im Gebet und Flehen mit Dank- sagung vor Gott kund werden." Wenn uns dieses Wort sagt: „Sorgt nichts," so soll uns das nicht Anlaß zur Gleichgültigkeit geben, sondern wir sollen uns mit allen beängstigenden Sorgen und Kümmer- nisten zu Gott wenden und sollen erfahren, daß Er für unssorgt.
Das Jahr 1916 war wieder für viele in unserem Volke recht schwer. Hat doch der Vater oder der Sohn so mancher Familie sein Leben auf dem Schlachtfeld lassen müssen. Andere haben schwere, schmerzhafte Verwundungen, dazu Kälte, Hunger und Durst erlitten, und dennoch war es ein Jahr von Gottes Erbarmen für uns. Wollen wir nicht in Demut und Dankbarkeit Gott die Ehre geben? Wollen wir nicht für die Zukunft Ihm völliger vertrauen?
Gott gibt uns Gelegenheit, in diesen ernsten Tagen durch den Glauben die Segnungen zu genießen, die Er uns in Jesu für Zeit und Ewigkeit zugedacht hat. Wir machen herrliche Erfahrungen,
wenn unser Herz nur unverwandt auf Jesum Christum gerichtet ist Er, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, ist der Tröster aller derer, die Ihm vertrauen. „Denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Quellen des Wassers des Lebens, und Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen." (Offb. 7,17.)
Ja, Jesus Christus, der Sohn Gottes, unser Erlöser und HErr, ist derselbe in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zu Ihm laßt uns darum allezeit aufschauen, besonders auch bei Beginn des neuen Jahres; und laßt uns Ihm auch in den kommenden Tagen völlig vertrauen und Ihm gehorsam sein. So finden wir Trost in den schwersten Stunden und gehen von Kraft zu Kraft unseren Weg dem nahen, herrlichen Ziele entgegen.
Hast du aber noch nicht die Gewißheit der Vergebung deiner Sünden, dann bedenke, daß diese kostbare Gnadenzeit, in der wir noch heute leben, rasch dem Ende zugeht. Die Zeit der Endgerichte naht, wie das die Ereignisse unserer Zeit zeigen. Auch die nächste Zeit wird ernste Tage bringen, vielleicht ernster noch als die verflossene Zeit.
Ernsteres aber könnte niemand begegnen als dies, daß er, ohne die versöhnende Gnade Gottes ergriffen zu haben, aus dem Leben schiede oder auf Erden zurückgelassen würde, wenn der HErr erscheint, um die Seinigen heimzuholen. Es beginnt dann die Zeit der Weltgerichte, in der die Menschen vergeblich bitten werden: „HErr, HErr, tue uns auf I" Sie werden dann zu den Bergen rufen: „Fallt über uns und zu den Hügeln, deckt unsl"
Wie mancher, der heute nicht um Rettung zu Gott ruft, wird dann vergeblich um Schutz zu den Bergen und Felsen rufen; und über alle, die sich jetzt nicht im Glauben zu Jesu wenden, wird die Gerechtigkeit Gottes kommen, und es wird der Zorn Gottes auf ihnen bleiben. (Joh. 3, 36.)
Teurer Leser, ist deine Seele errettet? Bist du begnadigt, versöhnt mit Gott? Bist du bereit, Gott zu begegnen?


