Siehe zu, daß du Gottes Gnade nicht oer- j ichmähst, schiebe deine Rettung nicht um einen Tag mehr hinaus, denn du weißt nicht, was der morgende Tag bringt. Von Gottes Seite ist alles geschehen, dich anzunehmen, zu retten und zu segnen. Komm zu Jesul O. D.
L
Zeugnisse über Sünder, die Arieden fanden.
Als Manasse, der König Israels, gefangen in Babel saß, hatte er Zeit, über seine sündige Ver- gangenheit nachzudenken. Die Trübsal brachte ihn zur Demütigung. „Da er in Angst war, flehte er vor dem HErrn, seinem Gott, und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter und bat und flehte Ihn. Da erhörte Er sein Flehen. . . Und Manasse erkannte, daß der HErr (ber wahre) Gott ist." (2 Chron. 33, 12. 13.) Solange diese Geschichte hier zu lesen ist, braucht kein Sünder zu verzagen; denn Manasse trieb es sehr böse. Gott läßt sich finden von denen, die Ihn mit Ernst suchen.
Hiob sprach zu Gott: „Ich hatte von Dir mit den Ohren gehört; aber nun hat mein Auge Dich gesehen. Darum schuldige ich mich und tue Buße in Staub und Asche." (Hiob 42, 5. 6.) Gott nahm Hiobs Beugung an und wandte seine Lage und segnete ihn.
David flehte: „Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit." (Ps- 51.) Auf diese Demütigung hin konnte der Prophet Nathan ihm sagen: „. . . Der HErr hat deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben." (2 Sam. 12, 13.)
Der Prophet Jesaja rief aus, als er sich im Lichte Gottes erkannte: „Wehe mir, ich vergehe! denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volke von unreinen Lippen." Auf dieses Bekenntnis hin kommt ein Engel Gottes mit einer glühenden Kohle, die er vom Altar Gottes genommen, und berührte seine Lippen, und Jesaja hört das Wort des Friedens: „Deine Missetat ist von
dir genommen und deine Sünde gesühnt." (Vgl. Jes. 6, 5—7.)
Nun konnte der Prophet von sich im Namen aller Erlösten rühmen: „Ich danke Dir, Gott, daß Du zornig bist gewesen über mich und Dein Zorn sich gewendet hat und tröstest mich. Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott, der HErr, ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil." (Jes. 12, 1. 2.)
Petrus fiel an jenem See zu den Füßen Jesu nieder und sprach: „HErr, gehe von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch!"
Aber der Heiland spricht zu ihm: „Fürchte dich nicht!" (Luk. 5, 8. 10.) Später schreibt dieser Apostel an seine Glaubensgenossen: „Gelobt sei Gott und der Vater unseres HErrn Jesu Christi, der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten." (l Petri 1, 3. 4.)
Jene Sünderin, die zu den Füßen des Heilandes über ihre Sünden weinte, vernahm aus dem Munde unseres Erlösers drei herrliche Worte: „Deine Sünden sind dir vergeben! Dein Glaube hat dir geholfen! Gehe hin in Frieden!" (Luk. 7, 38—50.)
Zachäus, ein Oberster der Zöllner, suchte heils- verlangend Jesum zu sehen und bekannte, daß er den einen Teil seiner Güter auf Unrechte Weise erworben habe. Und Jesus spricht das herrliche Wort zu ihm: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren . . ., denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und seligzumachen, was verloren ist." (Luk. 19, 10.)
Der Kerkermeister zu Philipp! fiel zitternd vor Paulus und Silas nieder und sprach: „Liebe Herren, was soll ich tun, daß ich selig werde?" Paulus aber sprach: „Glaube an den HErrn Jesum, so wirst du und dein Haus selig!" W. W.
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Woran liegt es?
„Ich habe keinen Frieden, ich habe keine Freude, ich habe keine Kraft!" So seufzen viele.
Ach, wie namenlos traurig ist es doch, wenn Friede und Freude die Fülle, wenn Trost und Kraft da ist, wenn all diese Schätze bereitliegen und man nimmt sie nicht an!
Das ist nicht Bescheidenheit, das ist Nichtachtung unserem Gott gegenüber. Ja, ja, so ist es! Überlege es dir und gestehe es zu!
Wenn jemand, durch große Opfer erkauft, ein wertvolles Geschenk für dich bereit hat, es dir an- bietet und dich liebreich bittet, es anzunehmen, und du — statt daß du freudig mit beiden Händen zugreifst und es voll Dank annimmst — stehst von fern, ungläubig oder gleichgültig, ist das Bescheiden- heit? Ich nenne es anders!
Genau so stehen viele ihrem Gott gegenüber. Er gab uns Seinen eingeborenen Sohn, „auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben". Und durch Ihn und mit Ihm gab Gott uns Friede und Freude, Kraft und Trost. Aber viele wissen das nicht, viele glauben das nicht, viele nehmen diese herrlichste aller Gaben nicht an.
Gehörst auch du noch dazu? O bitte, dann komm heute herzu, wage dich heran und nimm l Gott will einen Tausch mit dir eingehen. Gib Jesu deine Sünde und dein Herz — so befleckt und schwach es auch sei, und der HErr gibt dir dafür Vergebung,


