Ausgabe 
7.1.1917
Seite
3
 
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Friede und Freude. Nichts, nichts weiter hast du zu tun, als nur von Jesu anzunehmen, was auf Golgatha für dich längst vollbracht wurde. Un- dank ist's, wenn du es nicht nimmst, nicht Bescheidenheit!

Ganz gewiß, nicht an Gott liegt es, wenn du ohne Friede und Freude, ohne Kraft und Trost dahinlebst. Einzig und allein deine eigene Schuld ist es.

Warum? Weil du noch'nicht jenen seligen Tausch eingehen wolltest, weil du noch irgendeine Sünde im Herze» behieltest, statt sie dem HErrn auszuliefern, kurzum, weil du noch nicht ganz mit vollem, freudigem Willen dich dem HErrn als Eigen, tum übergabst.

Solange du noch irgendeine Sünde liebst, und wäre sie scheinbar auch noch so klein, solange steht eine Scheidewand zwischen dir und deinem Gott und solange fehlen dir Friede und Freude, Kraft und Trost.

Möchtest du dieses Hindernis fortschaffen, so mußt du zu Jesu kommen, an Sein Kreuz auf Gol­gatha. Dort mußt du das Gnadengeschenk annehmen, das der Vater dort längst für dich niederlegte. Auf Golgatha am Fluchholz büßte Jesus unsere Sünde und brachte uns dadurch Frieden mit Gott und Trost und Kraft und Freude.

Nimmst du Jesu Lösegeld, d. h. Seinen Erlöser­lod am Kreuze, für dich im Glauben an, nicht weil du etwas dazu getan, fondern weil Jesus für dich etwas tat, dann bist du Jesu Eigentum, ein erlöstes Gotteskind.

Ich nehme es im Glauben voll Dank an, weil ich die Herrlichkeit dieses Gnadengeschenkes nun endlich erkannt habe. Nicht weil ich komme, werde ich selig, sondern weil ich die mir auf Golgatha erworbene Seligkeit endlich, endlich erkenne; darum komme ich.

Und weiter ist nichts nötig? Nein, nichts! O erfasse es, glaube es und komm und nimm! Willst du nicht? I. v. Hindenburg.

ZK

Taten Gottes.

Die erste Tat Gottes:Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott Seinen . eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, aus daß wir durch Ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß Er uns geliebt und Seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden . . . Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt." (1 Joh. 4, 9. 10. 14.)

Welch eine Botschaft, daß der HErr der Herr­lichkeit, der Schöpfer aller Dinge, Mensch ward, daß Er auf Erden geboren wurde als Sohn der Jungfrau Maria, daß Er als Kind in der Krippe zu Beth- chem lag! Fasse diese Wirklichk-ik: Der, welcher

der Abglanz der Herrlichkeit d?s Vaters und der Abdruck Seines Wesens ist, der alle Dinge trägt durch das Wort Seiner Macht, verließ die Herrlichkeit des Vaters, wurde uns gleich ein Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden. Er durchschritt dies arme Leben, weil Er uns erretten wollte.

Welch ein Ereignis! Gottes Sohn ist persön­lich auf Erden erschienen, weil Er es nicht ertragen konnte, daß wir für ewig verlorengingen. Er kam aus Liebe zu uns, Seinen Feinden, zu den schuldigen, befleckten Sündern. Welch eine Tat! O stelle dich auf diesen Boden der Wirklichkeit: Jesus kam, weil Er dich suchte und liebte Bist du davon überzeugt? Erkennst du diese Tat Gottes an?

Die zweite Tat Gottes: Jesus, der HErr der Herrlichkeit, starb auf dem Kreuze im Gericht Gottes als Bürge für die schuldigen Sünder.Den, der Sünde nicht kannte, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit ivürden in Ihm." (2 Kor. 5, 21 .) Man kann fünfzigmal Karfreitag gefeiert haben, man kann hundertmal zum Abendmahl gegangen sein, ohne die Wirklichkeit dieser größten Gottestat mit Herzens­glauben erfaßt zu haben.

Stelle dich in Gedanken unter das Kreuz von Golgatha. Der blasse dornengekrönte Mann, welcher dort zwischen zwei Verbrechern als ein Verworfener, Schuldiger, Verfluchter auf dem Kreuze hängt, ist der eingeborene Sohn Gottes, der Fürst des Lebens, der Schöpfer aller Dinge. Auf Seinem Haupte liegt die ganze Last alles dessen, was in deinem Wesen, deinen Gedanken und Begierden, deinen Worten, deinem Tun und Lassen Sünde war. Er trägt deine Schuld, Er nimmt deinen Platz ein vor dem heiligen Richter. Als dein Bürge empfängt Er die ganze gerechte Strafe, welche du verdient hast. In den dunkeln Stunden des göttlichen Gerichtes wird Er von Gott verlassen, weil Deine Sünde zwischen Ihm und dem heiligen Gott steht. Als das Ur eil vollzogen war, rief Er:Es ist vollbracht!" Fürwahr, Er hat unsere Leiden getragen und unsere Schmerzen hat Er auf Sich geladen . . . Um unserer Übertretungen willen war Er verwundet, um unserer Missetaten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf Ihm, und durch Seine Striemen ist uns Heilung geworden." (Jes. 53, 4. 5.)

Ist dies wirklich für dich geschehen? Er- kennst du diese Tat Gottes an? Stellst du dich unter ihre Wirkungen? Bist du überzeugt, daß die Liebe zu dir den Sohn Gottes auf das Kreuz trieb, und daß Gott, weil Er dich, den Schuldigen, liebte, Seinen eingeborenen Sohn an deiner Statt leiden und sterben sah im gerechten Gericht über deine Schuld? Ist wirklich das Blut des Sohnes Gottes für deine Schuld auf dem Kreuze geflossen?

Wer von dieser Tatsache überzeugt ist und sich mit dem Bekenntnis seiner Sündenschuld und seines