zu Ihm geschah von der großen Herrlichkeit: DieA ist mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel geschehen, da wir mit Ihm waren auf dem heiligen Berge. Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Orte, bis der Tag an breche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem Heiligen Geiste." (2 Petri I, 16—21.)
„Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn ein zwei- schneidig Schwert, und dringt durch, bis daß es scheidetSeeleund Geist, auch Mark undBcin, und ist ein Richter derGedanken und Sinne des Herzens. Und keine Kreatur ist vor Ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor Seinen Augen." (Ebr. 4, 12. 13.)
„Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buche. So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buche geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buches dieser Weisagung, so wird Gott abtun sein Teil vom Holz? des Lebens und von der heiligen Stadt, von welchen in diesem Buche geschrieben steht." <Ofsb. 22, 18. 79.)
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Die Wirkung des Wortes.
„Und sagten ihm das Wort des HErrn und-allen, die in seinem Hause waren."
Apg. 16. 32.
Die Wege des HErrn sind wunderbar. Die Missionsreise der Avostel, obwohl nach einem klaren Wink vom HErrn unternommen, schien ein Fehlschlag zu sein. Doch Gott irrt nicht. Auf gewöhnlichem Wege war das Haus des Kerkermeisters nicht mit dem Evangelium zu erreichen, und so wählte Gott einen ungewöhnlichen Weg.
Die Gefängnishaft der treuen Zeugen Jesu, die Geduld und das Gebet der Gemarterten, das Erdbeben, mit dem Gott auf das Gebet Seiner Knechte antwortete, alles zusammen führte die Stunde unseres Textes herbei.
Die Wirkung, die Gottes Wort dort hatte, war. verschieden, aber gewaltig.
Bei Paulus und Silas, mit denen Gott zuerst redete, wirkte das Wort Trost und Kraft, ihre
Leiden freudig zu tragen. Es wirkte innere Freudigkeit und Freimütigkeit, ihr Beten, Loben und Danken laut werden zu lassen, Ruhe, die auch das Erd- beben nicht erschüttern konnte.
Bei den Gefangenen wirkte es Bestürzung, Überraschung und Furcht. Ihre Fesseln fielen, die Türen standen offen, alle waren frei und los, und doch entfloh keiner.
Bei dem Kerkermeister wirkte es Schrecken und Entsetzen bis zur Verzweiflung.
Er denkt an seine Sünden. Sein verlorener Zustand wird ihm klar. Das Verlangen nach Heil wird wach. Jetzt wird ihm und seinem Hause das Wort des HErrn, das teure Evangelium von unserem HErrn Jesu verkündigt.
Diesem wunderbaren Lebenswvrt ist nichts gleich. Das Wort trug herrliche Früchte, denn es machte alles neu.
Der Gottentsremdung und Feindschaft folgte ein Leben des Segens. Der Angst des Herzens folgte der Friede mit Gott. Aus dem grausamen Kerkermeister wurde ein liebevoller Pfleger.
Aus dem Feind des Herrn wurde ein de- wütiger und gehorsamer Jünger, dessen Freude es jetzt war, in Liebe zu dienen.
Welch eine Wirkung vermag das Wort Gottes auszuüben! O. D
K
Die Wacht des Wortes Hottes.
Das Wort Gottes ist wunderbar in femet Kraft und Stärke. Oft benutzt Gott ein einziges Wörtlein aus dem Schatze der Heiligen Schrift, um eine Seele aus ihrer Gleichgültigkeit aufzuwecken, daß sie endlich fragt: „Was muß ich tun, daß ich errettet werde?" Er bezeugt dadurch, daß Sein Wort „lebendig" ist, „schärfer als jedes zweischneidige Schwert". Er nennt es ja auch „einen Hammer, der Felsen zerschlägt". Wiederum ist es „der Same", der, ' wenn er ins Herz fällt, dort die Wiedergeburt hervorruft, ohne die niemand in das Reich Gottes eingehen kann.
Hier ewige Fälle, wie einzelne Worte der Heiligen Schrift wie ein „Pfeil aus dem Köchek Gottes" Seelen bis ins Innerste getroffen haben, daß sie aufwachten und Gott suchten, der Sich so gern finden läßt.
1. „Ein Ochse kennt seinen Besitzer."
Ein Landmann fütterte eines Sonntagabends wie gewöhnlich seine beiden Ochsen. Beim Vorbeigehen leckte ihm der eine dankbar den entblößten Arm. Diese Dankbarkeit des stumtnen Tieres rührte ihn tief und traf zugleich sein Gewissen. Er hatte am Nachmittag eine Predigt über die klagenden Worte des HErrn vernommen: „Ein


