Ausgabe 
14.10.1917
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solchen stunden habe ich um Vergebung meiner Sünden beten gelernt. Ich habe eingesehen, daß es furchtbar sein muß, wenn man einmal in die Ewig- keit und vor Gates Angesicht ohne Vergebung der Sünden gehen muß. Ich habe den HErrn preisen müssen, daß Er mir noch Frist gegeben hat, Seine Vergebung zu suchen. Endlich, und dies ist doch das Schönste, habe ich Den gefunden, der Sünden vergibtI Galt sei gelobt, daß ich nicht nur meine Sünden gesehen habe, sondern daß ich auch meinen Heiland habe schauen düiseu! O. D.

K

Zn Kelersöurg.

Es ivar vor einigen Jahren in Petersburg ein hochgestellter Mann durch die Gnade Gottes er- leuchtet worden; er erkannte seinen Weg trotz der Ehre und Freundschaft der Welt als einen Weg des Verderbens. Er hatte Jesu Siimme, die 'ihn rief, verstanden und beschlossen: Von der Welt ab und Jesu nach! Wie groß war die Freude der Gläubigen, die ihm das Evangelium gebracht hatten, und besonders seiner bei ihm wohnenden Schwester, die eine treue Jüngerin Jesu war!

Er beschloß, che er sich von seinen Freunden in Klub und Gesellschaft trennte, dieselben noch einmal in seinem Hause bei sich zu sehen, er wollte ihnen dann feierlich sagen, iveshalb er die alten Beziehungen löse, um ein.'tt neuen Weg des Lebens einzuschlagen. Seine Schwester warnte ihn mit Liebe und Ernst, daß er nicht zurückblicken möge dahin, wo Jesus ihn hergerufen. Sie sagte ihm: Du hast der Welt gegenüber keine Verbindlichkeiten, folge Jesu nach!" Er aber blieb dabei, diesen Abschied zu machen mit denen, die bisher seine Freunde waren. Der Abend kam, die Gäste traten ein. man begrüßte sich mit Herzlichkeit, man ging zu Tisch, man z uud trank. Lebhafte Gespräche rollten. Der ersehnte !

Augenblick, wo der Hausherr endlich mit seiner feierlichen Erklärung seinen Gästen die große Über- raschung machen würde, wollte sich nicht finden. Man stand auf von der Tafel, der erste verab. schiedete sich, die anderen folgten; schwer belastet im Gewissen stand der Hausherr neben seiner Schwester, die ihn so ernst gewarnt batte. Sein sriedeloiel Herz klagte ihn an; am nächsten Tage erkrankte er, am dritten Tage starb er ohne Frieden.

Jesus hatte ihn gerufen, und er hatte es oer standen; er wollte auch kommen, aber nicht gleich; seine Augen sahen rückwärts, er versäumte die kurze Gnadenfrist.

Viele gleichen ihm, sie wollen nicht die Fäden und Schlingen, welche sie an die Welt fesseln, mit einem Male durchschneiden. Vielleicht heule einen Faden und morgen zwei, später dann die übrigen so bleiben sie im Netz. Sie scheuen den großen Schnitt, welcher ihrem Leben für ewig eine andere Richtung geben würde, lassen statt dessen viele kleine Schnitte in ihr krankes Leben dringen und gehen unter vielen Seelenschmerzen doch verloren.

Wenn du nun in deinem Gewissen davon über' zeugt bist, daß Jesus auch dich gerufen hat, um in einem neuen Leben Ihm nachzufolgen, so brich durch! Sich nicht zurück! Vielleicht hast du dieses Blatt in die Hand genommen und wolltest von Jesu nichts wissen. Aber Er redet doch aus Seinem Worte zu deinem Herzen. Er will auch dich so gern ewig glücklich machen, dich an Sein Herz ziehen. Es ist etwas Großes, Heiliges, Ernstes, wenn Jesus sagt:Folge mir n p ch i" Möchte von dir dereinst geschrieben stehen, was die Schrift sagt:Und er stand auf und folgte Ihm nach." (Mark. 2, 14.) Rette di ch um deines Lebens willen; sieh nicht hinter dich!" (1 Mose 1b, 17.) Dein Heil und deine Errettung liegen vor dir!

Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gietzen. Stadtmission Gießen, Löberstraße^ä^

Am 15 September wurde Frau Prediger «ebbarbt in die Ewigkeit heimgeruien. Ihr Mann siel vor zwei Jahren in .bun- land Seit der Zeit batte sie mit viel Treue und Liebe ihres Mannes Arbeit in Sellnrod nach Kräften weitergesubrt, bis der HErr auch sie vom Glauben zum Schauen führte. Wiedersehen ist unser Trost.

Bezirk Bellnhausen, geben Sonntag 2 Uhr Versammlung im VereinShans Bellnhausen

Bezirk Lriedberg. Stadtmilsion Friedberg. Ludwigstr. 24.

-reden Sonntag, nachm. 2 Uhr SonntagSschule: abends 8>, Uhr Versammlung; jeden Donnerstagabend 8/z Uhr Bibel- und Gebetsstunde.

So Gott will, findet am 20. Oktober, nachm. 3 Uhr, die Einweihung itt neuen VereinshauieS der Stadtmilsion Friedberg statt. Die lieben Ge- «hwister sind zu dieser Feier herzlichst eingeladen. ^ Betet, damit auch unser EL* wie einst der Tempel Israels, der Herrlichkeit des Herrn voll Ivurde! ' Euer im Herrn verbundener P- Wiemer.

Bezirk Lich und Schotten.

Nidda. Jeden Sonntagabend 9 Uhr Versammlung j abend 9 Uhr Gebetsslunde^ jeden Dienstagabend ''vhr Bibelstunde. Ine, dritten Sonntag im Monat nachmittags 3 Uhr GemeinIchastskoiUereNt.

Schotten Jeden Sonntagmittag 12'/« Uhr Sonntagsschule, je Sonntagabend v Uhr Versammlung. . _ . . na a.

Beben rod. Jeden zweiten und vierten Sonntag >m Mon« iw

und vierten Sonntag im Mon« »*

"""°'"RanÜa^J'e7en7weiten und vierten Mittwoch tm Mona.

* Uf>C ffi^UnUiauien Jeden zweiten und vierten Donnerst«« b> Monat abends 9 Uhr Versammlung. . ^

Lich. Jeden SonntagadiNd 8'/» Uhr Versammlung, jeden Are«

abend 9 Uhr Gebetsstunde . .

Holzheim Jeden ersten Sonntag tm Monat nach S'h Uhr Wonatsverjammlnng.

Bezirk Sellnrod.

Sellnrod. Jeden Sonntaaabend 8'/e sthr Versamml»»« jeden Mittwoch und Freitag KriegSgebetsstunde Mit Bibelbctrach "*