Ausgabe 
30.9.1917
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niemals ein Augenblick käme, an welchem alles ans Licht gebracht wird, was du getan, gesprochen und gedacht hast?

Gott hat alles in Seine Bücher eingetragen. Nichts ist von Ihm vergessen worden, und Er wird einst Gericht halten nach Seinen Gedanken über alle Menschen/ Der HErr Jesus sagt:Es ist nichts verborgen, des nicht offenbar werde, noch heimlich, das man nicht wissen werde. Daruni, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Lichte hören, was ihr redet ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dächern predigen." (Luk. 12, 2. 3.)

Für viele wird es ein schrecklicher Augenblick fein, wenn Gott einst die Menschen richten wird. Der Psalmist ruft aus:So Du willst, HErr, Sünde zurechncn, wer Wird bestehen?" Kein Mensch vermag vor Gott auf Grund seiner eigenen Werte zu bestehen.

Aber bei Jesu ist Errettung zu finden. Wer Ihn glaubt, hat das ewige Leben. Darum,

LN

reurer Leser, nimm deine Zuflucht zu Seiner Gnade und lerne dich erfreuen an der unendlichen Liebe und Güte Gottes.

Er gab Jesum in Gericht und Tod, um dich zu er­retten, und will nun aus Seiner Gnade, um Jesu willen, dir alle deine Sünden vergeben und dich reinwaschen dem Blute des Lammes. Er selbst will dich recht-

in

fertigen und dir ewiges Leben schenken. O. D.

Us. 139. '

HErr, Du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es; Du verstehst meine Gedanken von fern. Ich gehe oder liege, so bist Du uni mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das Du, HErr, nicht alles wissest. Bon allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. Solche Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen. Wo soll ich hingehen vor Deinem Geist, und wo soll ich hinfliehen vor Deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist Du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist Du auch da. Nähme 'ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch Deine Hand daselbst führen und Deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken! so muß die Nacht auch Licht um mich sein. Denn auch Finsternis nicht finster ist bei Dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht. Denn Du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke Dir darüber, daß ich wunder- barlich gemacht bin; wunderbarlich sind Deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl. Es war Dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde. Deine Augen sahen mich, da ich noch un- bereitet war, und waren alle Tage auf Dein Buch

geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war. Aber wie köstlich sind vor mir, Golk, Deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine große Summe! Sollte ich sie zählen, so würden ihrer mehr sein, denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei Dir. Ach, Gott, daß du tötetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten! Denn sie reden von Dir lästerlich, und Deine Feinde er- heben sich ohne Ursache. Ich hasse ja, HErr, die Dich hassen, und verdrießt mich an ihnen, daß sie sich wider Dich setzen. Ich hasse sie in rechtem Ernst, sie sind mir zu Feinden geworden. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und er- fahre, wie ich's nieine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege."

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Des verlorenen Sohnes Wuße.

(Luk. 15, 17-19.)

Gott segnete des verlorenen Sohnes Leiden sehr an seiner Seele, denn während er als Schweinehirt angestellt war, ging eine große Verändcrimg in seinem Innern vor: Er schlug in sich oder: Er kam zu sich selbst. Der Sündenzustand ist ja ein Zu­stand des Wahnsinns, und nur nachdem jemand bekehrt ist, ist er in seinem rechten Sinn. Wie könnte jemand der Sünde nachgeben, wenn erhüben ihre entsetzlichen Folgen nachdächte der Sünde Sold ist ja der Tod. Aber Sünder sind in ihrer Torheit dem unvernünftigen Vieh gleich, das um- kommt, ohne ans Ende zu denken.

Es ist sehr lehrreich, die Betrachtungen des zu sich selbst gekommenen Sohnes zu hören. Er sah nun alles in einem neuen Lichte. Er schätzte jetzt das Glück in seines Vaters Hause. Einst hatte er dessen Einschränkungen verabscheut und sich nach Freiheit gesehnt, jetzt aber hielt er jeden der unter seinem friedlichen Dache wohnenden Knechte für glück­lich. Unbekehrte Leute wähnen, das Christentum sei und mache finster, und suchen daher dessen Einfluß aus dem Wege zu gehen; wenn aber der Heilige Geist ihnen, das Herz austut, so zählen sie Gottes Kinder zu den Gesegneten und möchten auch gern zu ihnen gehören.

Der verlorene Sohn war jetzt von seiner Schuld überzeugt. Er beklagte nicht allein seinen elenden Zustand, sondern führte alles auf seine eigene Sünde zurück; er tadelte keinen, als nur sich selbst. So überführt der Heilige Geist von Sünde und läßt es uns inne werden, daß wir mehr als wider irgend jemand wider Gott gesündigt haben, weil Er der Größte und Beste, unser erster Wohltäter ist.

Der verlorene Sohn hatte Vertrauen zu seines Vaters Liebe, und obgleich er sich nicht wert fühlte, ein Sohn genannt zu werden, so entschloß er sich dennoch, Vater zu sagen. Hätte er solches Ver­trauen nicht gehabt, er hätte verzehrt werden mögen von Reue und es doch dabei für nutzlos ge­halten, zurückzukehren. Ohne Zweifel tauchten in

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