Ausgabe 
22.7.1917
Seite
2
 
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Kin gefangener König.

2 Chron. 33 sagt uns, daß Manasse alles tat, was böse war in Gottes Augen. Er bückte sich vor allem Heer des Himmels und diente ihnen. Er tat viel Böses in den Augen Gottes, Ihn zu reizen. Er setzte ein Götzenbild in das Haus Gottes.

Er verführte Juda und die Bewohner von Jerusalem, mehr Böses zu tun, als die, welche Je­hovah vor den Kindern Israel vertilgt hatte.

Und dieser Mann war König und Führer des Volkes Gottes und dazu war er der Sohn des frommen Königs Hiskia. Wahrlich, die Kinder von gläubigen Eltern können weit abirren! Sein Vater hatte gewiß nicht verfehlt, seinen Sohn früh mit dem wohlgefälligen Willen Gottes bekannt zu machen und ihn in der Zucht und Ermahnung zum HErrn zu erziehen. .

Aber göttliches Leben vererbt sich nicht; das zeigt uns auch die Geschichte von Manasse.

In V. 10 lesen wir, daß Gott mit Manasse und seinem Volke reden ließ, und daraus sehen wir, daß Gott die Menschen liebt trotz ihrer großen Feindschaft. ,

Gottes Erbarmen übersteigt alles Denken. Er will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. Er geht dem Sünder nach und will ihn finden. Er redet mit Manasse, Er bittet und warnt ihn. Doch der König und sein Volk merken nicht darauf. Manasse verachtete die Belehrungen seines treuen Vaters und auch die liebe- vollen Bemühungen Gottes.

Manasse steht nicht allein da.

Überall begegnen wir Jünglingen und Jung- srauen, Männern und Frauen, die gleiche Vorrechte als Manasse genossen haben und zu denen Gott deutlich und klar geredet hat, welche noch bis heute auf den Wegen der Sünde dem ewigen Verderben entgegengehen. Sie verachten Gott, der unablässig bemüht ist, sie zur Buße zu leiten. Ja, sie streiten wider Ihn und üben bösen Einfluß auf andere aus.

Bei Manasse versuchte es Gott lange durch sanftes Zureden, ihn zur Umkehr zu bewegen. Doch als alles nichts half, da hatte Gott noch andere Mittel. Jetzt kam der Krieg.

Wir hören in unserer Geschichte:Jehovah

brachte über sie den Heerobersten des Königs von Babel, und sie nahnien Manasse gefangen mit Fesseln und führten ihn nach Babel."

Ach, wie traurig ist der Weg Manasses nach Babel gewiß gewesen! Was muß sein Herz gefühlt haben in den ehernen Ketten! Ja,der Weg des Sünders ist hart". Möchten doch alle Menschen dies erkennen!

Auch in unserem großen Kriege sehen wir, wie Gott ernste Wege mit den Menschenkindern geht, um sie von der breiten Bahn der Sünde und des Todes abzuwenden, damit sie nicht ewiglich um­

kommen. Alle Mittel und Wege stehen Ihm zu Gebote: Krieg, Armut, Krankheit, Schmerzen und Widerwärtigkeiten, und Er kann sie benützen, um die Menschen zur Umkehr zu bringen. Er sagt: So viele Ich liebe, überführe und züchtige Ich." (Offb. 3, 19.)

Für Manasse schlug der bittere, schwere Weg zum Guten aus. Wir lesen in V. 12:Und als er in der Angst war, flehte er Gott an und de- mütigte sich vor dem Gott seiner Väter und betete zu Ihm." Dies ist der erste und einzig richtige Weg, den der Sünder einschlagen kann, wenn er errettet werden will. Er muß sich demütigen und Gott anrufen. Zu den Füßen Gottes im Staube und im rückhaltlosen Selbstgericht ist der Platz des Heils und Segens für den hilflosen Sünder. Gott allein, wider den der Sünder sich aufgelehnt und gefrevelt, wider dessen Liebe und Heiligkeit er so oft und lange gesündigt hat, vermag ihn aus aller Schuld zu erretten und aus allem Elend zu befreien.

Wie handelte nun Gott mit Manasse? Erhörte Er ihn? Ja, Gott ließ Sich erbitten und erhörte sein Flehen.

Wie oft und wie treu wird Gott zu Manasse geredet haben; aber derselbe hatte nicht darauf ge- achtet. Nun rief Manasse, dieser gottlose Sünder, zu Ihm, und kaum dringt dessen Notschrei an Sem Ohr, so erhört Er ihn schon. Nicht nur befreit Er ihn von seinen Ketten und errettet ihn von seinem Elend, Er führt ihn auch in sein Land und ans seinen Thron zurück. Er tut noch mehr als das: Er gibt Sich ihm zu erkennen zum Heil und Lebem

Wir lesen:Manasse erkannte, daß Jehovah

Gott ist." Daß aber Manasses Bekehrung zu Gott wahr und echt und daß seine Erkenntnis eine heil­bringende war, das zeigt uns der Rest seiner Tage Er brachte die Früchte einer wahren Bekehrung und des neuen Lebens hervor. Er wurde noch ein treuer, hingebender Knecht und Anbeter Gottes.

Nun, teurer Leser, gehst du noch deinen Weg ohne Gott durch diese finstere Welt? Oder basl du dich, wie König Manasse, vor Ihm gedemütig! und Ihn von Herzen um Gnade und Vergebung

angerufen? ^ . ,.

Das Evangelium verkündet dir, daß Gott vir auf Grund des Opfertodes Jesu eine vollkommene Erlösung, eine ewige Errettung anbietet.

Jesus starb, um dich zu erretten. Beachte Gottes Gnadenrus, und du findest Heil und Frieden. Gehe nicht weiter in Satans hartem Joch, denn Gottes Gnade und Barmherzigkeit hat alles getan, was sie zu tun vermochte, um dich zu retten und zur ewigen Herrlichkeit zu führen.

Wende dich jetzt zu Jesu, der Sein Blut für dich vergoß und dich rein macht von alter Sünde. O. D.