dem suchenden Blick des alten Herrn ganz verlegen gewogen, doch dann faßte er Mut und erzählte den seltsamen Zusammenhang: Er hatte vor einigen Jahren lange Wochen in einem christlichen Kranken- haus gelegen, in dem vier große Säle waren. Jeder Saal war nach einem der Evangelisten benannt und enthielt so viele Betten, wie das betreffende Evan- gelium Kapitel hatte. Hans war im Saale Lukas Nr. 19 gewesen, und da sie nicht bei Namen, sondern nach Saal und Bettnummer gerufen wurden, so war dem Hans das „Lukas 191" noch so geläufig, daß er i« dem Augenblick geglaubt hatte, es rufe ihn jemand. Nie hatte er sich früher irgend etwas bei dem Namen gedacht, sich auch nie die Mühe gegeben, nachzusehen, was das Kapitel enthielt.
Nach den ersten Worten des Obersten war es chm, als ob der alte Herr es alles für ihn, Lukas 19, allem sagte, und es trat ihm plötzlich sein ganzes früheres Leben vor die Augen, all seine Hänsele» n fielen ihm ein; es wurde ihm plötzlich klar, daß er auch ein solch verlorener Zachäus sei. „Herr Oberst, der Verlorene bin ich!" so schloß er stockend und ängstlich seinen Bericht. „Sie haben recht, junger Freund, wir alle find verloren, wenn wir nicht Jesum annehmen; Er ist gekommen, um auch Sie seligzumachen; wollen Sie Seine Hilfe annehmen, sich von Ihm Ihre Sünden ab- nehmen und an Seiner Hand führen lassen?" Hans besann sich einen Augenblick, dachte daran, wie schwer es seine christlichen Kameraden hatten, doch daun hörte er die bittende Stimme des Heilandes, und er legte seine Hand in die des alten Herrn und sagte feierlich: „Herr Oberst, ich will! Amen!" „Gott segne Sie, mein junger Freund!" Was Hans Versprach, das hat er durch Gottes Gnade gehalten. Zuerst war's zwar ein harter Kampf, seine Kameraden erklärten den früheren Spötter für verrückt. Doch rls Hans ihnen ihre harten Reden freundlich ver- wies und sie immer wieder auf Den aufmerksam machte, der diese Wandlung in ihm hervorgebracht
hatte, merkten sie bald, daß es doch etwas Wunder- bares um diesen Heiland sei. So durfte Hans die Freude erleben, daß von seinen Kameraden sich mancher dem Heiland zuwandte, und in Ihm den Retter der Verlorenen erkannte, der sucht und selig macht.
K
Kine echte ßhristin.
In einem vornehmen Hause war „große Gesellschaft". Adlige und Offiziere, Herren und Damen waren da beieinander; es wurde gelacht, gescherzt und im Übermut manch frivoles, gotteslästerliches Wort geredet über Glauben und Religion.
„Frau Gräfin," so wandte sich ein junger Herr zu seiner Nachbarin, „was sagen denn Sie zu dem allen? Halten Sie noch an dem albernen Christusglauben? Das ist doch wohl nicht mehr möglich."
Wie die liebe Gräfin in diese Gesellschaft gekommen war, weiß ich nicht zu sagen; wahrscheinlich hatte sie es ihrem Ehegemahl, dem sie „untertan" zu sein gelobt hatte, zulieb tun müssen, denn wohl kann es ihr da nicht gewesen sein. Wie sie nun so direkt angeredet wird, da fühlt sie alsbald, daß nur ein unumwundenes, treues Bekenntnis hier durchschlagen kann. Darum faltet sie die Hände und sagte feie» lich und vernehmlich:
„Der an dem Kreuz geschändet ward.
Von Seinem Volk verhöhnet, lind der nach Seines Reiches Art Mit Schinach die Seinen krönet.
Ist mein und meiner Brüder Haupt.
An welchen meine Seele Von ganzem Herzen glaubt!"
Die Spötter schwiegen, und keiner wagte aur nur ein Wörtchen zu reden. Das treue Bekenn!,»
> der Christin hatte sie gerichtet.
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