Ausgabe 
17.6.1917
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später entscheiden." O siehe, du kannst es wissen, und es ist bereits entschieden, wohin der Mensch geht, wenn er uubekehrt stirbt. Er wird die Herr­lichkeit Gottes nicht erreichen, nicht zu Gott gehen. Der HErr hat gesagt!Es sei denn, daß jemand von n e u e m g e b o r e n w e r d e, s o k a n n er das Reich Gottes nicht sehen."

Gott hat nicht Wohlgefallen am Tode des Sünders; verlangend streckt Er nach jedem die Arme aus. Auch Hagar erfuhr dies. Sie rief Heils- verlangend zu Gott und konnte dann sagen:vrehovah bat gehört." Man schreit nicht vergeblich zu ^hm um Gnade. Gern will die Liebe Gottes ihren Segnungen freien Lauf lassen und die Verlorenen, auch dich, aus ihrem Elend erretten. O. D.

Kine große Sünderin.

F. S. war die Tochter eines Offiziers und hatte eine gute Erziehung erhalten, geriet aber später durch mancherlei Ereignisse in Armut und Not. Jemand, der sie in den Tagen des Wohl- standes gekannt hatte, zog sie durch viele lockende Versprechungen vorgeblichen Wohlwollens von dem Pfade der Tugend ab, und nachdem er sie ins Ver- derben gestürzt, überließ er sie sich selbst, um den Kampf mit Armut, Schande und Elend allein durch­zukämpfen. '

Ihre Mutter, bei der sie wohnte, wurde ihrer

bald überdrüssig und war auch außerstande, sie noch länger zu unterstützen. Verlassen von allen, schlug sie manche Wege zu ihrer Unterhaltung ein. Da sie eine schöne Gestalt, eine gute Stimme und einen lebhaften Geist hatte, so versuchte sie zuerst ihr Glück auf der Bühne und spielte auf einem niederen Theater; dann schloß sie sich eine Zeitlang an eine umherziehende Schauspielertruppe an. Darauf kehrte sie zur Stadt zurück und versuchte durch die Nadel ihren Unterhalt zu gewinnen; als ihr aber auch dieses Erwerbsmittel fehlschlug, gab sie sich dem Lasterleben hin und lebte vom Solde der Un­gerechtigkeit.

So verworfen sie jedoch jetzt auch fein mochte, so hörte ihr Gewissen doch nicht auf, sie von Zeit zu Zeit zu strafen. Die Überzengung von ihrem fündlichen Wandel begleitete sie, wohin sie auch gehen mochte. Oft setzte sie sich draußen auf eine Bank und weinte bittere Tränen; sobald sie aber in ihre Wohnung zurückgekehrt war, suchte sie sich durch Getränke zu berauschen, um die Angst ihrer Seele loszuwerden. Jedoch vergebens bemühte sie sich, ihre Gewissensbisse zu ersticken. Die Qual der inneren Angst wurde immer heftiger, bis sie endlich, unfähig, ihre Lebensweise länger zu ertragen, dieselbe aufgab und in einem Magdalenen-Stift Zuflucht suchte. Dort hielt sie sich ungefähr, drei Monate auf, als sich etwas zutrug, wodurch sie zu dem Ent­

schluß kam, es zu verlassen; aber obgleich sie das Stift verließ, so blickte sie doch mit dem größten Abscheu auf ihr vergangenes Leben zurück und war entschlossen, lieber im Mangel umzukommen, als zu dem früheren Lebenswandel wieder zurückzukehren.

Sie verkaufte nun die wenigen Sachen, welche sie hatte, behielt bloß das Allerunentbehrlichste zurück und beschloß, nach einem Orte zu gehen, wo sie nicht bekannt war. Da gerade die Zeit der Heuernte war, vermietete sie sich bei einem Pächter, der sie unler seine Arbeiterinnen für den Tagelohn von fünfzig Pfennig aufnahm. Hier stellte sie oft mit Schmerz und bekümmertem Geiste Betrachtungen über ihr ver- gangeues Leben an; doch konnte sie zu gleicher Zeit Gott dafür danken und preisen, daß Er sie von dem Irrtum ihres Weges überzeugt und durch Seine Gnade davon erlöst hatte. Sie tröstete sich damit, daß, obwohl sie geringen Unterhalt bei harter Arbeit hatte, sie doch ehrlich erworbenes Brot.

Als die Ernte vorüber war, wurde sie aus dem Dienste des Pächters entlassen und erhielt in C., wohin sie sich begeben hatte, eine Stelle in dem Hause eines Kaufmanns. Hier lebte sie so lange, bis die Arbeit für ihren schwachen und zarten Körper- bau zu schwer wurde und eine heftige Erkältung sie befiel, welche zuletzt in Abzehrung endete. Da ihr Gesundheitszustand sie nötigte, den Ort zu ver­lassen, und sie unfähig war, irgend etwas für ihren Unterhalt zu verdienen, so erschöpfte sie bald alle ihre kleinen Ersparnisse und wurde gänzlich an den Bettelstab gebracht. Eines Tages bemerkte sie ein Prediger in einer Versammlung, der sie beiwohnte. Er sah, wie sie bitterlich weinte. Als die Predigt vorüber war, rief er sie zu sich und sagte:Sie scheinen sehr traurig zu sein." Da antwortete sie: Mein Herr, ich bin ein armes mit meinen Sunden beladenes Mädchen, und ich wünsche dieselben zu den Füßen meines Erlösers niederzulegen. Gott weiß, ich bin arm an Leib und Seele."

Lange war sie, mühselig und beladen, dazu unfähig gewesen, Ruhe für ihre Seele zu finden; lange hatte sie über ihre Sünde mit einem gebrocheneil und zerschlagenen Herzen getrauert und in Stand und Asche Buße getan; aber endlich war sie im­stande, in Jesu ihren Heiland und Erlöser zu erblicken, und hatte die gewisse Hoffnung, daß das Blut Jesu Christi sie von allen ihren Sunden ge­reinigt hatte. ,, ... . r,

Ihre Krankheit machte solche Fortschritte, dal, sie wußte, ihr Ende nahe heran, und sie wünschte daher sehnlichst, doch noch ein einziges Mal ihre Mutter vor ihrem Tode zu sehen. Sie machte sich deshalb bald auf den Weg und erreichte unter viele Beschwerden ihre frühere Heimat, wo sie zunach in der Nähe ihrer Mutter Unterkunft suchte. Kaum hatte die Mutter von ihrer armen, sterbenden Tochte Nachricht empfangen, so fühlte sie: herzliches leid mit ihr, »nd alles vergefsend, was siÄ 5 U '

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