Ausgabe 
27.5.1917
Seite
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liebe, üb erführe und züchtige Ich. .. Siehe,

Ich stehe an der Tür und klopfe anl

Ja der HErr klopft laut und vornehmlich an allen Türen bei hoch und niedrig an, bei Freund und Feind, unter den einzelnen Völkern der Erde. Er hat es schon vor diesem großen Kriege getan, aber jetzt klopft Er mächtiger denn je-

Viele Hunderte, ja viele Tausende haben, seit­dem der HErr durch den Weltkrieg unter allen Völkern so gewaltig klopft, ihre Herzen zu ihrem Segen und ewigen Heile aufgetan. Sie sind letzt gerettet und find Kinder Gottes geworden Der HErr Jesus Christus ist jetzt ihr Heiland und HErr, ihr Ruhm und ihre Freude, dem treu und warm nun ihre Herzen schlagen. Sie können nun Gott preisen und find überzeugt, daß ihnen Erbarmung widerfahren ist. Unter diesen Geretteten find Kampfer, Gefangene, Verwundete und viele auch ihrer teuren Familienglieder daheim.

Gehörst auch du schon zu ihnen, mein teurer Leser? Bedenke es ernstlich und wache auf, ehe es zu spät ist, und öffne Ihm heute dein Herz! O. D.

Brief eines tödlich verwundeten Soldaten an feine Iran.

Geliebte!

Nock ehe diese Zeilen in Deinem Besitz sein werden, wird mich der Tod aus dieser Welt ge- uommen haben. Wir haben gestern ,n mörderischem Kampfe gestanden. Eine Kugel durchbohrte mir den Unterleib, eine andere ist in die Brust gedrungen. Ich habe großen Blutverlust gehabt und vermag kaum die Feder zu halten, die Dir mein letztes Lebe- wohl übermitteln soll. Der Arzt erklärt, daß mir höchstens noch eine Lebensfrist von drei Stunden be- schieden sei. Meine Vorahnung, daß wir uns dies- seits des Grabes nicht Wiedersehen würden, hat mich

also nicht getäuscht. ^

Während der Fahrt zur Front hatte ich, wohl eigentlich nur, um die Zeit auszufüllen, die Bibel zur fmnd genommen, das einzige Buch, das ich bei mir hatte. Gott aber, dem Vater aller Barmherzig- keit hat es Wohlgefallen, mich hierdurch zu Sich zu ziehen und mir durch das Licht Seines Heiligen Geistes das Verständnis für die für mich vollbrachte Erlösung zu öffnen.

Eines Nachts, nachdem ich Gott mit brennendem Verlangen angesteht hatte, mich auf den Weg des Friedens zu führen, machte ich durch Gottes gütige Vorsehung die Bekanntschaft eines gläubigen Unter- osfiziers, an den ich mich sogleich um Unterweisung in den Heilsfragen wandte. Wir wurden bald die intimsten Freunde. Er erklärte mir die unaussprech- liche Liebe Gottes in der Darangabe Seines Sohnes, der am Kreuze sterben und Sein Blut für arme,

verlorene, sündige Menschen vergießen mußte, öamil uns Heil widerfahren könne. Durch dieses lebendige Zeugnis wurde mir das Geheimnis der Erlösung und die Notwendigkeit der Wiedergeburt, um ins Reich Gottes eingehen zu können, völlig aufgeschlossen, und ich lernte auch das Glück verstehen, dem HErrn mit ganzem Herzen in Treue dienen zu dürfen. Ihm ver­danke ich, nächst Gott, das unschätzbare Gut in dessen Besitz ich nun durch freie Gnade gelangt bin.

O mein liebes Weib, der brennende Wunsch meines Herzens ist, Dich ebenfalls diesen Weg betreten zu sehen, den einzigen, der zum ewigen Leben fuhrt.

Meinem Herzen eiklang das WortFriede ; mit welch unaussprechlicher Freude ward ,ch erfüllt Wie brannte es in mir vor Begier, der ganzen Welt von der Großtat zu erzählen, die Gott an meiner Seele zuwege gebracht hat! Wie sehnte ich mich nach Deiner Gegenwart, um mit Dir alles 5" teilen, was ich an Glückseligkeit empfand nn Auschauen und Schmecken der Güte Gottes m Christo Jesu I Ich lechzte nach Dir; ich glaube alle Schatze der Welt hätte ich hingegeben, um Dich an meiner Seite zu haben, um Dir selbst das Glück vor Augen stellen zu können, Jesum als seinen Heiland zu besitzen Geliebte, wir werden uns in diesem Tranental nicht Wiedersehen. Dulde es darum freundluhst wenn ich mich in dieser Weise meiner letzten Pfl'ch Dir gegenüber entledige. Es ist die letzte Bitte Deine Gatten; o wehre sie nicht ab. Es ist wirklich nur zärtlichste Liebe, die mich veranlaßt, die brennende Bitte an Dich zu richten, zu ^esu zu tommen. El liebt Dich und Er will Dich erretten Lre- Sein heiliges Wort und andere erbauende Schriften. S»» die Gemeinschaft wahrer Christen. Der HErr sel s wird Dir alsdann den Weg des Heils zeigem Er­ziehe unsere Kinder in der Furcht Gottes. Erz'ck sie für Ihn und nicht für die vergängliche Wel- Möge Dein Herz ständig auf Ihn gerichtet sim nicht aus die Welt. Richte Dein Sinnen nach oben auf die unvergänglichen Güter. . ^

Manches hat sich in den vier wahre m,,.' Ehe zugetragen, dessen ich mich schäme. Aber ver Gott aller Gnade hat mir vergeben, vergib mir auch, wie ich Dir vergebe. Ich b,n ein schlechter Soh>, ein unwürdiger Gatte und Gott gegenüber e,n Em pörer gewesen. Jetzt aber blickt Gott aus mich, den größten der Sünder, freundlich herab; Sem W h gefallen ruht aus mir.

Und Ihr, liebe Kinder, seid noch Nicht imstande, die Worte Eures sterbenden Vaters zu begre , Dennoch wende ich mich mit der Bitte an Euch, m auf den, Weg des Friedens zu folgen. De,. der einen Jakob und Joleph gesegnet hat, wird am Euch segnen. Sucht den HErrn früh und -ö

werdet Ihn finden. In einer We t des Elends

wir, weder Reiche noch Arme sind hieniedei g . zu preisen, weil alles durch die Sunde verh worden ist; denn das größte aller Übe ,s

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