Ausgabe 
18.3.1917
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Herrn W. gingen aber mit und beschäftigten ihn fortan unablässig.Nicht männlich genug, um ein Christ zu fern." Sollte das möglich sein? Er war allein im Wagen, so holte er in seiner ernsten Stimmung sein Neues Testament her­vor und las darin die Worte des L.bens. Und wie er noch so las und sann, da brauste sein Zug schon in die Station M- ein. Der Schaffner r,ß die Wageutüren auf, und herein stieg mit freudigem Zuruf sein Studienfreund D. Karl bewillkommnete ' Ihn herzlich. Das Neue Testament behielt er osten in der Hand; aber D. erkannte erst nach einigen Minuten, welches Buch es war. Karl war versucht gewesen, das Buch zu schließen und wegzutu» aber die Worte seines väterlichen Freundes:Karl, ich fürchte du bist nicht männlich genug, um ein Christ zu sein!" brannten in seinem Inneren wie feurige Kohlen Sollte er beim Aurückcn des ersten Feindes schon die Fahne einziehen und sich ihm ergeben? Nein, das durfte er nicht.

Im Gefühl seiner Schwachheit wandte Karl sich daher zur Quelle aller wahren Kraft und flehte zu», HErrn um Stärke, und er empfing sie. So hatte er denn das Buch in der Hand behalten. Aber nun mußte er auch hiuuehmen, lvas da tonuiuit würde.Nun, Karl, du bist in den Ferien wohl ein Heiliger geworden?" lachte D. Dieses Wort, das unseren Freund früher aus aller Fassung ge­bracht hätte, ließ ihn jetzt ganz ruhig, und so ant- ivortete er gelassen:Das wohl noch nicht, aber ein Feigling möchte ich auch nicht länger sein, ich war es lange genug. Ich glaube daß dieses Buch Gottes Wort ist und liebe es. Ich möchte männlich genug sein, um mich als Christ zu zeigen."

Diese ruhigen, klaren Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. D. kannte die treue, ehrliche Ge­sinnung seines Freundes, wußte, daß er kein Heuch­ler war; er wußte, was er nun von ihm zu halten habe und wagte nicht weiter zu spotten. So war Karls erster Sieg leichter erkämpft worden, als dieser

es gedacht hatte. .

Dem ersten Siege folgte bald ein zweiter und dritter; denn wer von der dargereichten Kraft Ge­brauch macht, geht von Kraft zu Kraft, und wer Satan widersteht, schlägt ihn in die Flucht. Auch belohnte Gott die Treue. Nicht lange währte es, da schloß D. sich innig an Karl an, und zwar als ein Forscher nach Wahrheit und Heil. Auch sein Herz lernte Gottes Wort lieben und fand Jesum als seinen Erlöser und HErrn. Was Daniel und seine drei Freunde am heidnischen Hofe ivaren, das waren Karl und D. nun an der Hochschule, Zeugen für Gott; und sie sind es auch in ihrem Mannesalter geblieben.

Als in den nächsten Osterferien Karl die Fa- milie W. aufsuchte, brachte er seinen treuen Freund D mit; und Herr W. Pries Gott, der ihm jene

einfachen Worte in den Mund gelegt und dann Karl die Gnade verliehen hatte,männlich zu sein", um den HErrn zu bekennen zu seinem und anderer Heil und Segen.

Dieses Blatt wird von Tausenden von fungen Männern gelesen; da möchten wir nun heute jedem von ihnen die Frage aus Herz legen:Bist du männlich genug, ein Christ zu sein?" Biele lassen sich aus Meuscheufurcht abhalten, ein Christ zu werden, und solche möchten wir an die ernsten Worte des HErrn Jesu erinnern:Wer sich

Meiner und Meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Ge- schlecht, dessen wird Sich auch der Sohn ikes Menschen schämen, wenn Er kommen wird in der Herrlichkeit Seines Vaters mit den heiligen Engeln." (Mark. 8, 38.)

Das sind wahrlich ernste Worte und geiv.ß keine leeren Drohungen. Der HErr des Himmels und der Erde läßt Sich nicht spotten von Seinen Krea- turen und Sich nicht von den armen Sterbliche» umsonst verachten und Veriverfen.

Und umgekehrt: Je entschiedener und unzwei­deutiger mau den HErrn Jesum, den Sohn Gottes, im lebendigen Glauben vor der Welt bekennt durch Wort und Werk, um so mehr Freude, Mut und Kraft verleiht Gott der Seele. Darum möchten wir j im Anschluß an die obige kleine Erzählung und Erfahrung jenes jungen Mannes allui Lesern, Mg und alt, das Wort des Apostels zurusen:Seid männlich, seid starkl" (1 Kor. 16, 14.)

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^ 6 .

Eine Milliarde.

Wir wissen nicht, was eine Milliarde ist," so sagte "kürzlich mein Freund W. .Num" dachte ich,eine Milliarde ist doch taufend Millwncir (1000000060.) Die Zahl läßt sich sehr leicht schreiben aber doch dachte ich ein wenig darüber nach. Ich nahm ein Stückchen Papier und fing °n, einige Minuten zu rechnen. Nun sah ickp daß vor etwas mehr als drei Milliarden Minuten Adam und Eva noch ohne Sünde im Paradies waren; ^genau gerechnet bilden eine Milliarde Minuten 1902 ^ahre. Allen Respekt vor einer Milliarde Doch eine Milliarde Minuten, und selbst 'miin es eine Milliarde Jahre wären, bitten schließlich dv» ihr Ende erreicht. Aber es gibt ein Wort, a t losigkeit bedeutet, ich denke an das WortElvlgke Es gibt Menschen, die reden sich und andire vor, daß es keine Ewigkeit gebe, daß in,t dem Tom alles aus sei, aber ihr eigenes Gewissen Herz spricht anders. Gott hat 1 ° dem Mensch die Ewigkeit ins Herz gelegt", me schon Salomo bezeugt. Und mancher, der» ~ ^

gar lehrte, daß es kein Fortleben nach dem 4»