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- Aufwärts!
! Gcmeinscbaftsblatl für Hessen.
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Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Truck v. I. G. Ducken Nachf,, G. m. b. H., Cassel-
Nr. 11.
Sonntag, den 18. März 1917.
10. Iahrg.
Aer junge Student.
Herr und Frau W., zu denen ein Student zu Besuch kam, waren gläubige Christen, und auch der junge Mann war nicht fern vom Reiche Gottes, wenn er nicht schon ein Eigentum des HErrn war. Bei Lehrern und Mitstudenten und allen seinen Bekannten und Verwandten war der bescheidene Jüngling beliebt und eine gern gesehene Erschei- nung. Auch Familie W., die den Jüngling von seiner frühesten Kindheit an kannte und oft seiner im Gebet vor Gottes Gnadenthron fürbittend gedachte, sah ihn gern in ihrer Mitte.
Beim Abschiednehmen richtete Herr W., der gelähmt in einem Stuhle saß, ernste Worte an den Studenten und zuletzt, ihn scharf anschauend, sagte er mit Nachdruck: „Karl, ich fürchte, du bist nicht männlich genug, um ein Christ zu sein." Karl errötete zwar tief, aber die Worte, wie ja meist die letzten Worte, die wir beim Abschied hören, noch einen be- sonderen Eindruck auf uns machen, waren wie ein Pfeil aus Gottes Köcher in sein Inneres gedrungen.
Nachdem der Jüngling sich von der Familie in gewohnter Weise herzlich verabschiedet und noch einen Tag zu Hause zu- gebracht hatte, reiste er mit dem Schnellzug zur Universitäts- Itadt ab. Die Worte des lieben


