Ansprüche nu dich wenig oder gar nicht denkst. Die Sorgen, welche dein Herz oft erfüllen, bestätigen, daß du nicht ans Gott vertraust. Die Gnade, welche dir in Christo Jesu umsonst angeboten wird, der- schmähst dn. Die Ehre bei den Menschen gilt dir mehr als die Ehre bei Gott. Der Neid und die Begehrlichkeit deines Herzens verkünden dir laut, daß deine Gedanken nicht in Übereinstimmung mit den Gedanken Gottes sind.
Willst du dich nicht einmal ernstlich fragen: »Wie kann ich dem gerechten Zorne Gottes entfliehen?" Wenn du aufrichtig zu fragen beginnst: „Mas muß ich tun, daß ich selig werde?" dann kann dir erwidert werden: „Glaube an den HErrn Jesu in Christum, so wirst du errettet werden. Siehe, dort am Kreuze auf Golgatha ist der Sohn Gottes gestorben und hat dich mit Gott versöhnt."
Heute ruft dich die Gnadeustimme Gottes. Darum öffne dein Ohr und dein Herz, damit du als Begnadigter noch den heutigen Tag beschließen möchtest. ' O. D.
Sst die Wivel' wahr?
Gott hat ein deutliches, sichtbares Zeugnis von der Erfüllung Seines Wortes vor die Angen aller Nationen gestellt: die Juden! Der HErr hatte Jerusalems Belagerung und Zerstörung deutlich vor- hcrgcsagt (»gl. 5) Mose 28, 49-53; üuf. 19,41—44). Er hatie die Zerstreuung Israels unter alle Völker angcsagt (vgl. 5 Mose 28, 64). Aber Er hat auch gesagt: „Wahrlich, Ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles dieses geschehen ist. Der Himmel und die Erde werden vergehen. Meine Worte aber sollen nicht vergehen." (Matth. 24, 34. 35.) In Erkühlung dieses göttlichen Wortes wandelt Israel als ein heimatloses Volk durch die Jahrhunderte, ohne gemeinsame Sprache, Vaterland oder Heiligtum, und doch ein Volk, welches sich selbst seiner Einheit bewußt ist wie kein anderes, und dessen Einheit von allen Nationen anerkannt wird. Die Assyrer, Babylonier, Meder, Perser, Römer sanken dahin, Ost- lind Westgoten gingen unter, die Indianer ver- schwinden vom Erdboden — nicht also Israel. Es bleibt, bis cs den wiederkommenden Messias schauen wird, den lebendigen Christus. v. V.
Aeinde der Diöel und die Aiöel selbst.
Im Jahre 1178 starb ein großer Feind Jesu, der Franzose Voltaire, in furchtbarer Verzweiflung. Er hatte getveissagt: „In hundert Jahren wird das Christentum vertilgt sein!" Im Jahre 1809 sank der Engländer Payne verzweiflnngsvoll und als Trunkenbold ins Grab; er meinte, er habe
durch seine geistreichen Schriften die Bibel mit Stumpf und Stiel vernichtet. Doch auch Deutschland hatte einen großen Christus- und Bibelfeiud, er hieß Friedrich Nietzsche, ivelcher im Jahre 1900 in Geistesnmnachtung endete. Er hatte prophezeit, daß das Christentum nach zwei Jahren abgetan und aus der Welt sei.
Wie steht es heute? Man kann die Zahl der bis heute verbreiteten Bibeln, Testamente und einzelnen Bücher der Bibel auf rund 350 Millionen schätzen. Es werden alljährlich etwa acht Millionen Bibeln in 412 verschiedenen Sprachen gedruckt. Es bleibt aber noch viel zu tun, ehe die Bibel ihren Siegeslauf über die ganze Erde vollendet hat, z. B. gibt es in Britisch-Jndien 150 verschiedene Sprachen, von denen erst 92 ihre Bibelübersetzungen haben, und man schätzt, daß es auf den Inseln des Stillen Ozeans noch weht als hundert Sprachen gebe, in welche die Bibel noch übersetzt werden muß. Aber mit schnellen Schritten eilt diese große Aufgabe der Vollendung entgegen. Heute schon bringt man das Wort Gottes auf Nenntierschlitten zu den Lappländern, auf Hundeschlitten zu den Goldsuchern in Alaska, auf Büffel- karren zu den Wilden auf Borneo, auf Kamelen zu den Mongolen in der Wüste Gobi, auf Wagen, mit Lamas bespannt, zu den Bewohnern der Anden. (Was die Verbreitung des Evangeliums und der Bibel durch deuische Boten betrifft, so hat ja der Krieg eine Unterbrechung herbeigesührt, aber Gott wird Sein Werk nicht liegen lassen.)
So ist das Ergebnis eines l800jährigen Kampfes gegen die Bibel, daß alle Feinde daran zuschanden geworden sind.
Die Bibel ist die heilige, unumstößliche Urkunde, in welcher Gott dem Menschen alles bezeugt, was er wissen muß über Zeit und Ewigkeit, über die in Christo, dem Sohne Gottes, offenbarte Liebe Gottes, über den Weg der Errettung für verlorene Sünder, über Tod und Gericht. Die Bibel besteht aus 66 Büchern, von 30 bis 40 Personen verfaßt. 1500 Jahre liegen zwischen der Abfassung des ältesten und des letzten Buches. Die einzelnen Personen, welche die Bücher schrieben, hatten keine Verbindung miteinander. Könige, Staatsmänner, Heerführer, Arzte, Fischer, Propheten haben daran geschrieben; einzelne Teile sind in Babylon, andere ftl Rom, andere in Jerusalem, andere in Ephesus, andere in Griechenland geschrieben — wie konnte denn unter allem Wechsel der Jahrtausende die Bibel so entstehen, daß sie ein Buch wurde, das Buch der Bücher? „Heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste." (2 Petri 1, 21.)
In diesem Buche wird nicht bezeugt, was Menschen sich ausgedacht oder geträumt haben, sondern Johannes bezeugt: „Was wir mit unseren Augen gesehen, was wir augefchaut und unsere Hände betastet haben, betreffend das Wort des Lebens . . . verkünden wir euch." (1 Joh. 1, 1—3.)


