Ausgabe 
11.3.1917
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weit größer, weit herrlicher ist das Erlöjungswerk des HErrn Jesu. Auf Grund Seines Opfertodes am Kreu ze bietet Er jetzt dem Sünder volle Gnade an.

Ja, mein Leser, Heil, Rettung und Selig­keit, dies alles bringt das teure Evangelium der Gnade Gottes von Jesu Christo und hat es schon Unzähligen gebracht zu allen Zeiten aus arm und reich. Tritt auch du heute herzu, wenn's noch nicht geschehen ist, und ergreife das ewige Leben, das Gott dir bietet! Gewiß hat dein armes Herz in dieser unreinen und unruhevvllen Welt unter dem Druck der Schuld und Sorgen schon oft nach Frieden ge­seufzt. Gott allein kann Frieden geben. Ja, Gott gibt wahren Frieden durch Seinen Sohn, welcher Frieden gemacht hat durch Sein Blut am Kreuze". (Kol. 1, 20.) Und die frohe Botschaft von Gottes Heil ist auch zu dir gekommen, um sich «n dir zu erweisen alsdas Evangelium des Friedens".

Gott hat Fürsorge getroffen, nicht nur um den Kindern gefallener Krieger zu helfen, sondern Für­sorge, allen Menschen zur ewigen Seligkeit zu ver­helfen. O. D.

K

Kericht.

Gott ist Liebe. Das will sagen: Der Grund­zug Seines Wesens ist vergebende Liebe und tiefes Erbarmen.So wahr Ich lebe, spricht der HErr, Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß der Gottlose von seinem Wege umkehre und lebe!" (Hes. 33, 11.) Und:Gott will, daß «llen Menschen geholfen werde." (l Tim. 2, 4.)

Aber, wirst du einwenden, hat Gott nicht manch furchtbare Gerichte über diese Erde gebracht, und tut Er es nicht in dem jetzigen Kriege in besonderer Weise? Wie ist das mit Seiner Liebe und Seinem Erbarmen zu vereinbaren? Ich antworte mit einer Gegenfrage: Ist der ein guter Vater, der seinen Sohn ungestraft alles Böse verüben läßt? Ist das eine gute Negierung, die jeden Bösewicht frei schalten und walten läßt? Ich denke, die Antwort aus diese Frage ist nicht schwer. Wenn Gott Gerichte über diese Erde gebracht hat, so war das eine zwingende Notwendigkeit. Gott konnte um Seiner Gerechtig­keit willen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung nicht anders handeln.

Das erste große Gericht, welches die Erde traf, war die Flut, die zur Zeit Noahs alle Menschen bis auf acht, die durch die Arche gerettet wurden, verschlang. Es war ein fürchterliches Gericht. Aber denken wir nur nicht, daß es Gott leicht geworden rväre, die Menschheit, ja, die ganze Schöpfung, also zu schlagen! Gott handelte nicht eher so, als bis es sich erwiesen hatte, daßalle Gedanken des menschlichen Herzens nur böse waren", bisalles Fleisch seinen Weg verderbt hatte auf Erden", (l Mose 6, 5. 12.) Der Mensch hatte es so schlimm

getrieben, daß es Gottreute, den Menschen ge­macht zu haben", ja, daß esIhn in Sein Herz hinein schmerzte". (V. 6.)

Furchtbare Dinge müssen in jenen Tagen auf der Erde geschehen sein. Trotzdem aber die Dinge so lagen, ließ Gott das Gericht nicht ohne vorherige Warnung hereiubrechen. Er ließ durch Noah, der Gnade fand in Seinen Augen, den Menschen Ge­rechtigkeit predigen, und das nicht eine kurze Zeit, nein, über hundert Jahre laug. SeineLangmut harrte in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde". (1 Petri 3, 20.) Jeder Tag, den Noah an der Arche, diesem wunderbaren, von Gott selbst genau bestimmten Nettungsbau, arbeitete, hätte ein Tag des Heils für die Menschen werden können. Aber sie hörten nicht. Jedenfalls haben sie Noah verhöhnt und verspottet. Wie kam doch dieser Mann dazu, mitten auf dem Trockenen ein so ge­waltiges Schiff zu bauen? Sicherlich hat sich die Kunde von dieserNarrheit" überallhin verbreitet, wo damals Menschen wohnten. Aber keiner hörte. Gottes Langmut harrte, harrte voll sehnlichen Ver- laugens, daß die Menschen von ihren bösen Wegen umkehren möchte». Aber ein Jahr nach dem anderen, ein Jahrzehnt nach dem anderen verstrich, und keiner, keiner tat Buße! Dann kam die Flut, und alles verschied.

Aber auch in den Gerichten will Gott Seine Gnade erweisen. Möge die heutige Zeit dazu dienen, daß viele Männer und Frauen, Jünglinge und Jung­frauen Buße tun, sich beugen vor Gott und Frieden suchen durch Jesu Opfertod.

Schuldig oder öegnadigt.

Die ganze Welt befindet sich auf dem Wege zu dem Richterstuhl Dessen, der in die innersten Falten des Herzens schaut, dem nichts verborgen ist und der ein gerechtes Gericht vollziehen wird. Der­selbe, von dem es heute noch heißt, daß Er ge­kommen ist, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist, wird bald als Richter vor uns stehen. Jesus, der hochgelobte Sohn Gottes, thront zur Rechten des Vaters und wartet, bis alle Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße liegen.

Wenn Er SeinSchuldig" undWeicht alle von Mir, ihr Übeltäter" aussprcchen wird, dann werden alle Entschuldigungen verstummen.

Schrecken und Entsetzen wird die Herzen er­greifen. Willst du nicht jetzt stillstehen und dich ein­mal ernstlich besinnen über das Ziel deines Weges? Betrachte einmal dein ganzes Leben und Tun von der frühesten Jugend an bis zu diesem Augenblick in dem hellstrahlenden Lichte Gottes.

Dein Hang zur Welt, dein Jagen nach ihren Vergnügungen oder nach ihrer Ehre oder nach Hab und Gut beweist, daß du an Gott und Seine gerechten