Ausgabe 
4.3.1917
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nicht mehr fluchen noch mit den anderen trinken und Kartenspielen durfte. Ich nahm mir fest vor, es mit Gottes Hilfe zu lassen. Und der HErr half mir wirklich. Ja, nicht nur wurde es äußerlich mit mir anders, ich wurde auch innerlich ein neuer Mensch. Ich fand Frieden und Vergebung meiner Stinden und durfte unter meinen Kameraden ein Zeugnis für Jesum ablegen.

Daß diese sehr zornig wurden, als ich ihnen erklärte, ich könne nicht länger an ihren bösen Hand­lungen teilnehmen, brauche ich kaum zu erwähnen; und wenn ich gar meine Bibel hervorholte, gerieten sie außer sich. Es gab in der Folge manch schweren Tag und manch heißen Kampf für mich. Doch der HErr schenkte mir Kraft zum Ausharren.

Eines Sonntagabends, als wir in unserer Kajüte saßen, sie wie gewöhnlich mit Trinken und Spielen, ich mit dem Lesen des Wortes Gottes beschäftigt, begannen sie, wie schon so ost, mich zu verspotten und zu verhöhnen.

's ist gerade schlimm genug, daß wir einen frommen Kapitän haben," meinte einer,aber jetzt noch einen Kameraden dazu, der den ganzen Tag wie ein altes Weib herumsitzt und Psalmen singt, das ist unausstehlich."

Nur still," bemerkte ein anderer, namens Peter, in leisem Tone,ich werde schon eines Abends dafür sorgen, daß er einen unfreiwilligen Sprung ins Wasser macht."

Ich tat, als ob ich nichts hörte, und blieb ruhig sitzen, während sie ihr Spiel fortsetzten.

Nach einiger Zeit wurde Peter mit einigen anderen auf Deck gerufen, um dort etwas in Ord- «ung zu bringen. Sie waren noch nicht lange oben, da tönte plötzlich der schreckliche Ruf an mein Ohr: Mann über Bord! Mann über Bord!"

Ich flog förmlich nach oben und beugte mich über die Reling des Schiffes, um Umschau zu halten. Irr kurzer Entfernung trieb ein runder Matrosenhut auf den Wellefl. Wir warfen, da keine Schwimm­

gürtel vorhanden waren, mehrere Stücke Holz ins Wasser mit dem Zuruf:Halt dich daran fest!" Aber unsere Bemühungen waren ergebnislos. Der Verunglückte kam nicht wieder zum Vorschein.

Wir fuhren nun langsam den Fluß hinab, und nach langem Suchen fanden wir endlich die Leiche des Ertrunkenen. Es war Peter, der meinen HErrn so bitter verspottet hatte und mich hatte über Bord werfen wollen!

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Bekehrungen ohne menschliche Zeugen.

Ein Schiffskapitän wollte einen befreundeten Missionar tief im Innern Indiens besuchen. Eines Abends kehrte er in einem einfachen Häuschen ein, um zu übernachten. Als er erfuhr, daß der Haus­herr schwer krank sei, trat er an das Lager und sagte einige Wort von Jesu. Wie erstaunte er, als der Sterbende mit matter Stimme von der Hoffnung des ewigen Lebens sprach auf Grund der Versicherung durch Christum Er hatte vor Jahren im ferner. Kalkutta zwei Blätter des Neuen Testaments gefunden, und der Heilige Geist hatte diese vier Seiten benutze den armen, verfinsterten Heiden vorzubereiten für Herrlichkeit des Himmels.

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Die Bost und die Bahn

sind jetzt nicht inrstande, mit der sonst üblichen Püntl' lichkeit zu befördern. Von vielen Seiten wird sich beklagt, daß die Zeitschriftenpakete nicht rechtzeitig ankommen. Diese Schwierigkeiten haben alle Blätter und auch andere Geschäfte und bitten wir um viel Geduld. Um alle Empfänger möglichst zeitig zu bedienen, lassen wir die Schriften früher abgehen alt sonst, und trotzdem kann und wird es Vorkommen, daf die Blätter nicht eingetroffen sind, wenn man gerr verteilen möchte. O. D.

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Vers ammIungs-Anzeigen.

Bezirk Gietzen.

Stadtmifsion Gießen, Löberstratze 14.

'Jeden Sonntag l'lt Utjr Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungsrauenverein; S'k Uhr: Versammlung. Jeden Mittwoch 8'/» Uhr: Bibelstunde. Jeden Donnerstag 8>/, Uhr: Männerstunde. Jeden Freitag 8>/e Uhr: Gebetsstunde.

Sonntag, den 25. Februar, nachmittags: Altenbuseck: abends: Beuern, Frauenstunde. Sonntag, den 4. März, nachmittags: Nordeil; abends: W ißmar und Wieseck. Sonntag, den 11. März, nachmittags: Altenbuseck und Beuern. Sonntag, den 11. März,, nachmittags: Nordeck; abends: Wieseck und Wißmar.

Bezirk Friedberg.

Stadtmisston Lriebberg, Kl. Köhlergaffe 8.

Jeden Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Sonntagsschul-; 4 Uhr: Jung- frauenverein; abends 8/s Uhr: Versammlung.

Sonntag, den 4. März, nachmittags 3 Uhr: Schwalheim und Assenheim; abends 8 Uhr: Stammheim. Sonntag, den 11. März, nachmittags 8 Uhr: Dorheim und Stammheim. Sonntag, den 18. März, nachmittags 3 Uhr. Erbstadt und Schwalheim; abends 8 Uhr: Stammheim. Sonntag, den 2b. März, nachmittags 8 Uhr: Leidhecken, abends 8 Uhr: Stammheim- Sonntag, den 1. April, findet in Friedberg die Brüderratsfitzu», statt.

Anzeigen für die Nummern 1816 IpMettens bis zum 18. März d. Js. erbet««.