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Erscheint wöchentlich einmal.
Eiruelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich, verleg der Bucbhandiung der ?ilgernr>?5ion gießen.
Nr. v.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeler: Psarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Straub Leipzig u. d. Predirn-rd. Pilgermission. Druckv. I. G. Oncken Rachf., G. m. b. 6.. Cassel.
Sonntag, den 4. Mörz 1917.
10. Iahrg.
Aettung.
In dem großen Weltkrieg ist jeder Tag reich an großen Ereignissen, und jeden Tag gehen Tausende Männer und Jüng- linge aus dieser Welt m die Ewigkeit.
Wir wollen jedoch hier eine kurze Begebenheit berichten, in der es sich um die Lebensgefahr und die Rettung von nur zwei Männern handelt.
Als ich vor einiger Zeit auf einem Dampfschiff fuhr, so erzählt ein Diener Christi, stieß unser Schiff mit einem Schifferkahn zusam- men und prallte so heftig in dessen Seite, daß er sich sogleich mit Wasser zu füllen begann. Es befanden sich zwei Fischer in demselben. Zwei unsterbliche Seelen zitterten zugleich am Rande der Ewigkeit.
Kein Augenblick war mehr zu verlieren.
So schnell wie möglich hatten die Ma- trosen an Bord des Dampfschiffes daS Rettungsboot niedergelassen und ruderten nun eilends den ertrinkenden Männern zu, die ihre Kraft bis zum äußersten
angestrengt hatten in den Versuchen, sich selbst zu helfen. Die Gnade Gottes ließ das Rettungswerk ge- lingen. In dem Augenblick, als die beiden Männer sahen, daß es unmöglich war, sich länger über Was- ser zu halten, wurden sie erreicht.
Dieses Rettungs- boot erinnert, uns an Christus. Sünder suchen durch große Anstrengungen aus dem Boote ihrer eigenen Gerechtigkeit dem Zorne Gottes zu ent- rinnen. Doch alles Tun ist vergeblich. Der Gott aller Gnade ließ in Seiner Liebe ein Rettungsboot her- nieder. Er sandte Jesum. Dieser nahm am Kreuze den Platz des Sünders ein. Er starb für Sünder, tilgteihreSchuld, und so ist Er ein sicheresRettungs- boot geworden.
Wer seinen völlig hoffnungslosen Zustand erkennt, darf sichJhm anvertrauen. Wir sind verloren, und Christus ist gestorben, um uns zu retten. „Des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und seligzumachen


