aus fpäter verschieben? Wenn dieser Mann m unserer Geschichte seine Bekehrung auch nur um einen Tag verschoben hätte, was wäre dann aus seiner Seele geworden?
Was wäre sein Los gewesen, wenn er, fast in einem Augenblick zermalmt, in die Ewigkeit gestürzt wäre mit all seinen Sünden?
Und du, der du heute sichere Gelegenheit hast, dich zu bekehren, bist du sicher, daß du die Sonne morgen siehst? Du weißt es nicht! O, flieh jetzt zu Christo, stütze dich auf Sein vollbrachtes Werk, damit du, wenn du plötzlich sterben solltest, wie dieser Bergarbeiter, sagen kannst: „Gott sei gelobt, seit geüern ist alles in Ordnungl"
K
imit' Mft du, ilfut’ bekehre dich.
„Großvater," sagte ein Kind, „in der Predigt wurde gestern von der Liebe zu Jesu gesprochen, hast du Ihn lieb?" „Nein, mein Junge," antwortete der Alte, „ich habe nie viel über derlei Dinge nach, gedacht, aber hoffentlich tust du es, solange dein Herz weich ist." „Aber Großvater, du kannst jeden Tag sterben," erwiderte der Kleine, „willst du Jesu nicht dein Herz schenken?" „Ich kann nicht mehr, mein Kind," antwortete der arme, alte Mann, „es ist schon zu hart." So viele das auch schon gesagt haben, ist es doch ein großer Irrtum, denn Gott kann das härteste Herz weich machen und den ältesten Mann und die älteste Frau zu Sich ziehen. Dennoch liegt viel Wahres in des Groß- Vaters Worten, und es ist ein köstliches Ding, dem HErrn von Jugend auf zu dienen; denn mit jeder Stunde, die wir unsere Bekehrung hinausschieben, wird das Herz härter, was Gott in Gnaden bei dir verhüten möge, indem Er dich sofort zu Sich ziehe.
Und noch eins: Will einer nicht „sofort" Christum annehmen, nicht „sofort" aller erkannten
Sünde absagen, nicht „sofort" an Jesum glauben, so ist das gewöhnlich nur eine andete Form, Christum abzuweisen. Als der Vater im Gleichnis zu seinem Sohne sagte: „Geh, arbeite heute in meinem Weinberg," antwortete dieser wohl: „Ja," schob es aber hinaus und ging schließlich nicht hin. Ebenso sagst du vielleicht: „Ja, was der Prediger da sagt, ist ganz richtig. Wir sollten Christum suchen und um Erbarmung flehen; mit der Zeit — bald werde ich es auch tun — nur nicht sofort
Man kann sich in derlei Dingen nicht über-
eilen; aber früher oder später werde ich der Sache
schon meine Aufinerksamkeit schenken." Das wirst du nicht, sage ich dir ganz offen; du bist gerade einer von denen, die nicht zu Christo kommen werden." Du hast nicht den moralischen Mut, nein zu sagen, so gern du es möchtest.
Würdest du nein sagen, so hätte ich viel mehr Hoffnung für dich; denn in dem betreffenden Gleichnis heißt es weiter: „Als er zu dem anderen Sohne sagte: »Geh, arbeite heute in meinem
Weinberg,« antwortete dieser: »Nein, ich will nicht.«" Das war deutlich gesprochen „Danach aber gereute es ihn, und er ging hin Es wäre mir viel lieber, du sagtest „Ich will nicht," bereutest eS aber nachher und kämst zu Christo, denn daß du immerfort ja sagst und dir obendrein einbildest, Christus fühle Sich noch recht geschmeichelt, wenn du Ihn an- lügst — um die Sache beim rechten Namen z« nennen. Dein Ja, ja, heißt eigentlich nichts anderes als: „Ich will nicht." Ich bitte dich, handele deinem Heiland gegenüber nicht so. Tue, was du zu tun für richtig findest, anstatt lange zu überlegen. Gehe direkt zu Ihm; hintennach wirst du dann jubelnd eingestehen, daß es das Beste war, was du durch Gottes Gnade je zustande brachtest, daß du dich auf Jesum warfst und dich Ihm auf Gnade und Ungnade anvertrautest. Sp.
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Versammlungs-Anzeigen.
Stadtmission Friedberg,
Kleine Köhlergaffe 8.
Jeden Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Eonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; abends 8 Uhr: Versammlung. Jedrn Donnerst»-, abends 8'/, Uhr: Bibel und Gebelsstunde.
Sonntag, den 4 Februar, nachmittags 8 Uhr: Assenheim und Schwalh-im; abends: Stammheim. Sonntag den 11. Februar, nach« mittags 3 Uhr: Dorheim. Sonntag, den 18 . Februar, nachmiltags 3 Uhr: Etammheim, Schwalheim und Assenheim Sonntag, den 25. Februar, nachmittags 3 Uhr: Bönstadt. Dorheim und Leidhecken; abends: Stamm« heim. Vom 7. Februar ab findet, so Gott will, in Stammheim Evangelisation statt.
Bezirk Sellnrod.
Sellnrod: Jeden Sonntag, mittags 13 Uhr: Sonntagsschule; Rhends 8 Uhr: Versammlung. Am 4 Februar und 4 März, nachimrtags 3 Ubr: Gemeins.haftskonferenz. Jeden Donnerstag und Samstag Gebetsstunde Wohuf eld: U. Februar mittags, >6 Februar und 4. und 9. März abends Babenhausen- 9. Februar abends, 18. Februar miitags und 2 März abends. Höckersdors: 4. und 10- Februar abends, 25. Februar mittags, 3. März abends Alten Hain 8-, 18. und 28. Februar abends K l e i n e ich e n 1. Februar abends l I. Februar mittag-, 4. März abends Grokeicben 4. und 15 Februar abends, 25 Februar mittags, 8. März abends Unterseibertenrod 11.. 14 und 25 Feb« ruar und 7 März abends Oberseibertenrod- 7. und 18. Februar und 4 März abends. Helpershain Li Februar mittags. 18 . Februar abends 25 Februar mittags und 6 März abends. Ulrich st ein: 6. Feb« ruar abends, 18 Februar mittags und 27. Februar abend-.
Anzeigen für die Nummern 9—12 spätestens bis zum 18. Februar d. 3s. erdeten.


