dem genialen grundlegenden Plane wird aber auch seine Ausführung für alle Zeiten vorbildlich bleiben.
Wir wollen dem gnädigen und barmherzigen Gott dankbar sein, daß Er uns Männer gab, die die Pläne der Feinde durchschauten und sich ihnen mit solcher Wucht entgegenwarfen. Wir wollen uns aber auch immer wieder daran erinnern, daß der ganze Krieg ein Ruf Gottes zur Buße und Umkehr ist.
Nach Gottes Wort ist jeder Mensch in Sünden empfangen und geboren; er hat ein sündhaftes Herz und Leben; er ist ein verlorener Sünder und er mutz errettet werden. Aber dazu ist Jesus Christus, Gottes Sohn, gekommen und am Kreuze gestorben, um für uns die Strafe zu tragen; Er ist gekommen, „um zu suchen und erretten, was verloren ist". (Luk. !9, 10.)- Auch dich will Er retten. Jesus fragt nach deiner S.Ue; Erstarb für dich, befriedigte alle Anforderungen der Ge- rechtigkeit und Heiligkeit Gottes. Gott will dir alle Schuld erlassen und dich kleiden mit den Kleidern des Heils und der göttlichen Gerechtigkeit und dich selbst als Kind und Erbe Seiner ewigen Herrlichkeit annehmen, wenn du nur heilsver- langcnd deine Zuflucht nimmst zu Seinem Sohne, dem Sünderheiland, zu Jesu. Gott liebt dich, gab Seinen Sohn für dich in den Tod und das Gericht; ja, Gott fragt nach deiner Seele. Und Sein Heiliger Geist wirbt um dich, warnt dich, bittet dich, doch Vergebung, Ruhe und Frieden z« suchen bei Jesu, dem HErrn. O. D.
Mkutgedüngte Ielder.
In unserem geliebten Vatcrlaude hat die Pro- vinz Ostpreußen die Schrecken des Krieges in vollem Maße erfahren. Wiederholt ist sie von den russischen Heeren überschwemmt worden. Wer will sagen, was dabei viele Bewohner an Raub und Gewalttat erduldet haben?! Städte sind zerstört, blühende Dörfer und Fluren sind zur Wüste geworden. Hier habe» große Schlachten gewütet. Unsere Felder sind mit Blut gedüngt, mit dem Blute unserer Männer, unserer Väter, unserer Söhne! Gottlob, es ist ihnen mit der Darangabe ihres Lebens gelungen, den Feind aus unserem Vaterlande zu vertreiben I Jetzt werden die Felder wieder bestellt. Wo männliche Kraft dazu fehlt, greifen Frauen mutig an. In diesem Kriege kämpft unser ganzes Volk.
Gott wird gewiß aus dieser Saat eine reiche Ernte erwachsen lassen.
Alles Irdische ist nur ein Gleichnis. Was wir als einfachen Naturvorgang betrachten, das erschließt uns der HErr als tiefsinniges Geheimnis. -Die Menschheit ist ein Acker, der nach Jesu Wort: „Geht hin in alle Welt und predigt des Evangelium
aller Kreatur" mit dem Samenkorn des Wortes Gottes besät werden soll, nachdem Jesus ihn mit Seinem Blute gedüngt hat. Gott, der große Pflüger, ist in unseren Tagen bei der Arbeit.
Wie wird die Ernte sein?
Ein junger Offizier war in einem Gefecht sehr schwer verwundet und zu seiner jungen Frau gebracht worden. Man hatte ihm ein Bein abnehmen wollen, aber er hatte es nicht zugelassen. Seine Wunde heilte; an ihm war ein Wunder Gottes geschehen. Er wollte wieder zu seinem Regiment zurück, besuchte aber noch eine christliche Versammlung und berichtete nach derselben dem Prediger:
„Ich war nicht nur ein Verächter, sondern ein ganz arger Spötter. Wie habe ich Menschen, die einmal von Gott redeten, mit Hohn überschüttet! Aber ich muß es Ihnen jetzt sagen: Damals in jener Stünde, als die Granaten in unser Regiment einschlugen und ringsumher einer nach dem anderen von meinen braven, tapferen Leuten niedersank, da bin ich auf meine Knie gesunken und habe aus der der Tiefe meines Herzens zu dem HErrn aufgeschricn, den ich verachtet und verspottet hatte. Ob Er das unartikulierte Lallen meiner Seele ivohl gehört hat?"
Er hat rs gehört, und Er vergibt, so wahr das Kreuz auf Golgatha Seine Schrift trägt: „Jesus, unser Friede!"
Durch die große Kriegsnot, in der in Hundert tausende von deutschen Familien der Todesengel sein schweres Flügelrauschen getragen hat, werden Herzen weich, Hände, die es längst verlernten, falten sich, stolze Knie beugen sich, der Schuldige bekennt seine Sünde und empfängt von Jesu Vergebung und Frieden.
Willst du, lieber Leser, dich nicht auch in das Reich Christi eiusammeln lassen? „Reifsein ist alles," sagt ein großer Dichter. Es ist aber ein großer Unterschied, ob du reif bist für das göttliche Zornfeuer oder reif für das Eiusammeln in die himmlische Scheuer. Solange du nicht zu Jesu gekommen bist, Ihm nicht deine Sünde bekannt, von Ihm nicht Vergebung erfleht und erhalten hast, bist du reif für die ewige Verdammnis. Willst du ewig verlorengehen, trotzdem Jesus für dich die Schlachtfelder Gethsemane und Golgatha mit Seinen Tränen, mit Seinem Schweiß, mit Seinem Blut getränkt hat?
Meyer.
Keimgefunden.
In die Evangelisationsversammlungen zu H. kam ein reicher Kaufmann. Seine fromme Mutter, eine arme Witwe, lag schon lange auf dem Friedhofe. Nun saß ihr Sohn in der Predigt und merkte, er war bei allein äußeren Wohlstand doch ein recht armer Mann. Daran erinnerte ihn besonders der Text der Predigt: „Snckt den HErrn. iolange


