Ausgabe 
11.2.1917
Seite
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Als er damit fertig war, fragte ich ihn:Nun, j junger Herr, was sagen Sie denn zum Inhalt dieses Schriftchens?"Ja, wer das glauben könnte, der wäre glücklich," lautete feine anzweifelnde Antwort Würden Sie den Glauben daran und also das von Ihnen bezeichnete Glück gern besitzen?" fragte ich weiter. Er schüttelte den Kopf und sagte:Gott hat mir fünf Sinne gegeben, und was ich mit den­selben nicht zu fassen vermag, das kann Gott selbst nicht verlangen woben, daß ich es glaube!" Wir fuhren in di sein Augenblick gerade in den dortigen langen Tunnel hinein, und es war sehr sinster im Wagen. Die Unterhaltung stockte. Als wir hin­durch waren, wandte ich mich plötzlich zu meinem jungen Reisegefährten mit der Frage:Haben Sie mich im Tunnel gesehen?" Er antwortete erstaunt: Nein!" Ich aber sagte:Ich sah Sic auch nicht, und doch waren wir beide auch im Tunnel im Be­sitz des Gesichts. Es fehlte uns nur das Licht. Ist es nicht auch so im Geistlichen:

Unser Wissen und Verstand

Ist mit Finsternis umhüllet

Wo nicht Gottes Geistes Hand

Uns mit hellem Licht erfüllet."

Wenn Sie " fuhr ick, fort,wirtlich das Glück des Glaubens haben möchten, so gibt es einen sehr einfachen Weg, es zu erlangen. Wollen Sie wohl- wenn Sie nach Hause kommen, in Ihr Kämmerlein gehen und niederknien und Gott bitten. Ihm sagend: »HErr, ich kann mit meinem Verstände das Evangelium nicht begreifen, fei so gütig und erleuchte mich mit dem Lichte Deines Heiligen Geistes! Offenbare Christum meinem Herzen; schenke mir den seligmachenden Glauben, der Deine Gnade ist, wie geschrieben steht!« (Eph. 2, 8 ) Wollen Sie dies tun, junger Freund?" Er schüttelte ablehnend den Kopf.Nun," sagte ich,da haben wir's! Es handelt sich nicht um das Nichtglaubenkönnen, sondern um das Nichtglaubenwollen. Wenn wir Menschen mit unserem von Natur verfinsterteu Ver­

stände da - Reich Gottes nicht sehen können, ist es da nicht das beste, was wir tun und das wenigste, was Gott verlangen kann, daß wir Ihn bitten um Erleuchtung? Wir haben das Glück des Glaubens nicht, iveil wir nicht bitten. Und wir bitten nicht, weil wir zu stolz und selbstgerecht sind von Natur. Wenn wir dann aber weder hier im Glauben noch dort im,Schauen glückselig sind, so müssen wir mit Recht gestehen:Ach, uns ist nach Recht geschehen!"

Wir stiegen in Bern aus. Am Tage des Ge­richts wird es wohl offenbar werden, ob der junge Mann die dem flehenden Sünder i» Christo ver- heißene Gnade gesucht und gefunden hat oder nicht.

Jetzt ist es Zeit'.

Jetzt ist es Feit, mein Volk, de-, HErrn zu suchen Und nicht mehr Zeit zu eitelm Tand und Spiel:

D-e ganze Welt slarrt wider dich in Waisen,

Tu kannst in eigner Uralt den Sieg nicht schassen Jedoch für deinen Gott ist's nicht zuviel!

Jetzt ist es Zeit, dich vor dem ÖS'rrn zu beugen Den du verleugnelest voll Frevelmut.

Dich will de.-: Feind in Joch und Elten zwingen Doch nimmermehr wird ihm sein Plan gelingen Wenn du erkennst, was deiner seele gut.

Jetzt ist es Feit, die Götzen zu entsernen,

Das goldne Kalb, um das du dich gedreht.

Tu ranntest blind und toll in dein Verde, ben;

Volk, o inein Volk, sag, wa um willst du sterben? Aus, werde frei! Es ist noch nicht zu spät!

Jetzt ist es Zeit, in ein'gem, heißem Ringen Die Hand zu fassen, die dein Gott dir reicht,

I» unermüdlichem und brüntt'gem Flehen Um Heil und Hilfe vor dem HErrn zu stehen Aus daß dir Seine Gnade nicht entweicht.

Jetzt ist cs Zeit, die Ehre Gott zu geben Für alles, was Er dir, mein Volk, geschenkt,

Dem eignen, eiteln Ruhme zu entfageu

lind was dir ivard. ins Heiligtum zu tragen

Vor Ihn, des Allmacht alles fügt und lenkt. H. v. R.

Per f ammlungs-Anzeigen.

Stadtmisston Friedberg,

Kleine Köhlergaffe 8.

Jeden Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Sonntagsschule; « Uhr: Jungsrauenverein; abends 8 Uhr: Versammlung. Jeden Donnerstag, abends 8>/> Uhr: Bibel und Gebetsstunde,

Sonntag, den 4 Februar nachmittags 8 Uhr: Assenheim und Schwalheim; abends: Stammheim. Sonntag den II. Februar, nach, mittags 3 Uhr: Dorheim. Sonntag, den 18 Februar, nachmittags 3 Uhr: Stammheim, Schwalheim und Assenheim Sonntag, den 25. Februar, nachmittags 3 Uhr: Bönstadt, Dorheim und Leidhecken; abends: Stamm­heim. Vom 7 . Februar ab findet, so Gott will, in Ttammheiui Evau« gelisatlon statt.

Bezirk Sellnrod.

Sellnrod: Jeden Sonntag, mittags 12 Uhr: Eonntagslchul«; obends 8 Uhr: Versammlung. Am 4 Februar und < März, nachmittags 2 Uhr: Gemeinichasiskonierenz. Jeden Donnerstag und Samsrag Geberzstunde Wohnseld: U. Februar mittags. 16 Februar und 4 und 9. März abends Babenhausen: 9. Februar abends, 18. Februar mittags und 2 März abends. Höckersdors: 4 . und 10. Februar abends. . Februar mittags, 3. März abends Altenhain 8-, 18. und 28 Februar abends. Kl ein eichen I. Februar abends i 1. Februar mittags, 4. März abends Grobeichen 4 und 1b Februar abends, 2b Februar mittags, 8. März abends Untcrseibertenrod 11., 14 und 25 Feb­ruar und 7. März abends Oberseibertenrod: 7. und 18. Februar und 4 März abends. Helpershain: 11. Februar mittags. 1». Februar abends. 2b Februar mittags und 6 Mär, abends. Ulrichsteinr «.Feb­ruar abends, 18 Februar mittags und 27. Februar abends

Anzeigen für die Nummern 912 spätestens dis zum 18. Fedruar d. 3s. erdeten.