Ausgabe 
11.2.1917
Seite
3
 
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Der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der Seinen Namen mißbraucht!"

Lieber Leser, erkenne deine Sünden und tue Buße über deine Schuld!

Tue heute noch Buße!

Sage dem HErrn Jesu deine ganze Ver­gangenheit, deine ganze Schuld, brich mit der Sünde, und du empfängst Vergebung deiner Schuld und Frieden für deine Seele. Dann erst bist du ein Christ, denn dann erst besitzest du Christum!

G. S., Leipzig.

ZL

Aer götttiche Weg.

Seit Adams Fall ist das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse von Jugend auf. Alle I'nd abgewichen und alle untüchtig geworden, da ist iiicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Die Sünden scheiden und trennen den Menschen von Gott; denn Gott ist heilig und kann mit dem Bösen keine Ge- meinschaft haben.

Aber Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1 Tim. 1, 4.) Schon durch Hessel ließ Er bezeugen:So wahr Ich lebe, spricht der HErr, Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß der Gottlose von seinem Wege umkehre und lebe."

Gott ruft und lockt auch heute noch alle Menschen und möchte sie zu Seinem Sohne ziehen, in welchem allein Heil und ewiges Leben zu finden ist. Wenn die Toten die Stiinme des Sohnes Gottes hören, so werden sie leben

Jesus ist der Weg zu Gott.

Christus ist gekommen, Gottes vielgeliebter Sohn, und hat am Kreuze die Frage der Sünde in ihrem ganzen Unifange auf Sich genommen, um sie zu ordnen. Er hat dort den gerechten Ansprüchen des heiligen Gottes völlig entsprochen.Christus hat einmal für u n s e r e S ü n d e n gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß Er uns zu Gott führte." (1 Petri 3, 18.)

Als Christus am Kreuze starb, zerriß der Vor­hang im Tempel von oben an bis unten aus. Gott, der durch das vollkommene Opfer Christi befriedigt war im Blick auf die Sünde, beseitigte dadurch mit eigene^ Hand die Scheidewand, welche den Sünder von Ihm trennte. Nun empfängt der Sünder, lobald er im Bewußtsein und Bekenntnis seiner schuld Gott naht, Gnade und Vergebung ans Grund des vollbrachten Werkes Christi.

Das Blut Jesu Christi, des Sohnes oottes, reinigt uns von aller Sünde." Eott sagt im Blick auf alle, die von ganzem yerzen in aller Aufrichtigkeit und wahrem Heils­verlangen allein aus Christi Ohfertod ihr Heil gründen:Ihrer Sünden und ihrer Ungerechtig­

keiten werde Ich nie mehr gedenken!" (Ebr. 10, 174 Dem also begnadigten und gerechtfertigten Gläu' bigen steht nunmehr der Weg ins Heiligtum, in die Gegenwart Gottes offen; er darf und soll mit Frei- mütigkeit Gott nahen. Sein Gewissen ist zur Ruhe gebracht, er kann mit glücklichem Herzen vor Gott treten und Ihn als seinen Gott und Vater im Geiste und in der Wahrheit anbeten.

Wie ganz anders ist doch dieser Weg, auf welchem der wahre Christ zu Gott gekommen ist, als alle selbstgemachten Wege, auf denen der Mensch vergeblich Gott zu nahen sucht.

Hast du diesen wahren, lebendigen, göttlichen Weg betreten? Ist der Grund, auf den du dich gründest, das Werk des Sohnes Gottes Sein Opfer? O. D.

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Kassen lassen.

Oft schrecken suchende Seelen vor der vollen Hingabe an Christum zurück wie vor einem Sprung ins Dunkle und Ungewisse. Sie klammern sich eher mühsam an jeden anderen vermeintlichen Halt, als daß sie sich fallen lassen in die ewigen Arme ihres Erretters. Sie wagen nicht den vermeintlichen Todessprung. Wage du ihn, lieber Leser, wenn dir denn diese allergewisieste und seligste Sache als ein Wagnis erscheinen will. Laß entschlossen jeden Halt außer Christo fahren. Wirf jede Krücke deiner Selbstgerechtigkeit fort. Laß dein ganzes bisheriges Leben untergehen und finde in Christo ein neues ewiges Leben. Glauben heißt, sich selbst aufgeben' Gib dich auf; jeden Punkt, jede Kraft, worin dein Leben bisher noch einen Halt hatte; wirf alle deine Sorgen und Fragen, wirf dich selbst völlig auf Ihn. In der Tat hat Er gesagt, daß Er dich tragen will. Dies ist, was rettet. Laß es geschehen, 'daß du zu nichts werdest und Christus alles sei. Ver- leugne das eigene Ich; gib alle deine eigenen Ge- danken, deine eigenen Mittel und Wege auf und nimm int Gehorsam des Glaubens Josum als deinen einigen, allgenugsamen Erretter an. Das Himmelreich ist das Teil der Mutigen und Entschlossenen; die Lebenskrone ist das Teil der Sieger und Überwinder. Die Feigen aber, die Schwankenden und Verzagten werden ihr Teil finden in dem See, der niit Feuer und Schwefel brennt

G. N.

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Eine Erfahrung im Eifenöahnwagen.

Ich reiste auf der Eisenbahn nach Bern. In Burgdorf, glaube ich, war es, wo unter anderen auch ein junger Mann einstieg und sich zu mir setzte.

Er schien Schüler einer höheren Schule zu sein.

Ich reichte ihm einen Traktat, den er nahm und las.