Ausgabe 
11.2.1917
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um es zu verstehen, welche Freude ein Menschenherz erfüllen kann, wenn das Joch des Bedrückers zer­brochen wurde und Jesus Sieger ward nach langem Streit; wenn man das Bettlerkleid der Sünde oder das befleckte Kleid der eigenen Gerechtigkeit aus- ziehen und dafür das Kleid der Gerechtigkeit Christi anziehen durfte; wenn man endlich sein darf, wozu uns Gott schon von Ewigkeit her bestimmt hat: ein glückseliges Gotteskind, ein Träger des göttlichen Lichtes, ein Erbe und Mitgenosse des ewigen Lebens. Möchtest du solche Freude nicht auch erleben? Tann tritt heraus aus deinem Versteck vor Gott! Jesus, der Befreier, ist da! Komm in Buße und Glauben zu Ihm und huldige Ihm als deinem Gebieter, und jubelnd wirst du einstimmen können in die Worte des Dichters:

Welch Glück ist's, erlöst zu sein, HErr, durch Dein Blut!

Ich tauche mich tief hinein in diese Flut.

Von Sünd' und Unreinigkeit bin ich nun frei

Und jauchze voll seiger Freud': Jesus ist treu!"

G. H.

R

In ernster Zeit.

Gewaltige Kriegsstürme durchbrausen die Länder. Mit der Wucht eines Orkans haben sich die Feinde Deutschlands aus unser geliebtes Vaterland gestürzt, um es. zu zermalmen. Unsere Gegner rechneten da- mit, daß die verschiedenen Parteien bei uns nicht eins sei» würden. Doch es kam anders! Gott fügte es in Seiner Barmherzigkeit, daß das deutsche Volk einig und geschlossen dastand, wie auch unser geliebter Kaiser in jener denkwürdigen Ansprache sagte:Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche!"

Die Mobilisierung unseres deutschen Heeres ging sehr glatt vonstätten. Glühende Begeisterung für Deutschlands Sache entsprang der Brust eines jeden Deutschen. Jung und alt meldete sich frei­willig zu den Fahnen. Viele, viele Tausende mußten als überzählig zurückgewiesen werden. Bald kam Sieg auf Sieg, wenn auch mit schweren Opfern erkämpft. Sollte es Gott Wohlgefallen, so wird Er uns noch den völligen Sieg verleihen.

Warum, hört man so oft fragen, hat denn aber unser Gott diesen Krieg überhaupt zugelassen? Warum mußte so großer Kummer in viele Fa­milien hiueingetragen werden? Wie ist dies in Ein­klang mit Gott, welcher Liebe sein soll, zu bringen? Die Antwort ist einfach, so wichtig sie für dich ist: Wir glauben, daß Gott durch Zucht, obwohl in Gnade, unser Volk heimgesucht hat, um dir sowie auch jedem anderen, ohne Ansehung der Person, eine Zeit der Emkehr, Umkehr und Buße zu Gott zu geben, ba­nnt du durch den Glauben an den in die Welt ge- kommenen Sohn Gottes, welcher am Kreuze für alle starb also auch für dich und auf­erstanden ist, durch die Herrlichkeit des Vaters,

Vergebung deiner Sündenschnld, ewiges Leben und Frieden mit Gott empfangen möchtest. Ist diese Gnadenabsicht bei dir erreicht, dann wird selbst dieser schwere Krieg, der so viele Wunden schlägt und so manches Herz mit Trauer erfüllt, dir, lieber Freund, zu einem bleibenden und ewigen Segen ge- reichen.

Wo waren die deutschen Familien, die, trotz, dem sie sich Christen nennen, Gott und Sein Wort kannten?

Viele Ovaren dem Namen nach Christen, ohne Ihn, den Sohn Gottes als ihren persönlichen Hei- land und HErrn zu kennen und zu besitzen.

O möchte doch unser deutsches Volk jetzt ganz aufwachen von dem Süudenschlase! Gott ruft immer noch zur Buße! Noch hat man vielfach de» Ernst der Zeit nicht verstanden, sonst würde manche Belustigung unterbleiben und der Ruf zur Buße in noch viel entschiedenerer Weise an das deutsche Volk ergehen!

Es würden ferner noch viel mehr Eltern, die sich Christen nennen, ihre verstaubte Bibel wieder hervorsuchen, sofern sie überhaupt noch eine besitzen, und mit ihren Kindern zusammen Gottes Wort lesen! Möchten viele es erfahren, daß mit guten Vor ätzen und frommen Gefühlen niemand bleibenden Segen erwirbt, sondern ein jeder von uns braucht den HErrn Jesum, den auferstaudenen Sohn des lebendigen Gottes!

Weder gute Werke noch fromme Gedanken, iveder gute Vorsätze noch schöne Worte bei unserer Beerdigung bieten uns Geivähr, daß wir in den Himmel kommen. Auch unser bloßer Glaube an den lieben Gott oder unsere Zugehörigkeit zu irgendeiner Kirche oder einer Gemeinschaft nützt uns in der Ewigkeit nichts. Wir gehen nicht heim, wir sind ewig verloren, wenn wir nicht ernstlich Buße tun. Nur dann öffnet »ns Gott als Seinen Kindern das ewige Vaterhaus, wenn >vir uns vor dem HErrn Jesu, dem gegenwärtigen Heiland beugen, Ihm unsere Schuld bekennen und Vergebung unserer Schuld, neues Leben und Gemeinschaft mit Ihm empfangen.

Der HErr Jesus sagt Joh. 4, 5:Es sei beim, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen!"

Der HErr Jesus sagt weiter Joh. 14, 6:Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch Mich!"

Welche Berge von Schuld haben wir Deutsche zum Beispiel auf uns geladen durch Mißbrauch des Namens unseres heiligen Gottes! Es gibt leider Menschen, die fast bei jedem Satze den Namen unseres Gottes mißbrauchen und verstellen, so zum Beispeil durch die Worte: Ach Gott usw. Gottes Wort sagt uns 2 Mose 20, 7:Du sollst deu Namen deines Gottes nicht mißbrauchen, den»