Ausgabe 
4.2.1917
Seite
4
 
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Der andere dachte nach uni) erwiderte:Es liegt vielleicht daran, dag ihr alle zu vollkomimn seid/'

Der reiche Mann entgegnete, daß, je größer die Vollkommenheit, desto leichter doch das Zusammen­leben sein niüsse.

Aber das wollte der Arme nicht zugeben. Seht einmal," sprach er,wir hier haben viele Fehler, und das sehen wir sehr ivvhl ein. Heute morgen z. B. saß ich neben dem Kohlenbecken und trank meine Tasse Tee. Meine Frau ging durchs Zimmer und stieß die Tasse um. Sogleich habe ich mich entschuldigt. »Es ist meine Schuld,« habe ich gesagt, »es war dumm von mir, die Tasse in die Milte des Zimmers zu stellen, wo sie leicht um- gestoßen werden konnte.« Aber meine Frau hat den Tee schnell ausgewischt und gesagt: »Nein, nein, ich hätte besser auspassen sollen, es war Unachtsamkeit von mir.« Seht Ihr, so haben wir alle unsere Febler und kennen sie so gut, daß wir nicht Gelegenheit haben, uns auszuschelten oder miteinander zu zanken."

Der andere schwieg einen Augenblick und sagte darauf:Ich verstelle. Bei uns würde sich die Sache anders zugetrngen haben. Ich hätte zu meiner Frau gesagt »Kannst du nicht sehen, wo du hin- tritist? Es ist gut, daß du nicht drei Füße hast, das ganze Haus würde bald in Stücke gehen.« Und meine Frau hätte unzweifelhaft erwidert: »Dir ge­schieht ganz recht. Ein Faulpelz wie du, der sich auf den Kissen herumwälzt und andere von der Arbeit abhält, verdient nichts besseres.« Ihr habt recht, Nachbar, wir sind zu vollkommen oder wir glauben es zu sein."

An der Mistet haste ich Frieden gefunden.

Ein Offizier fand bei seinem Rundgang in Sen Schützengräben einen Soldaten, der das Johannes- rvangeli- m las und fragte den Soldaten:Interessiert Sie das?" Der Soldat sab den Offizier, der noch

einige spöttelnde Worte zufügle, an und antwortete ihm:Herr Haupimann, in diesem Buche habe ich Friede, Freude, Trost und das ewige Leben ge­funden. Die Furcht des Todes ist von mir ge­wichen. Sie sollten sich auch dafür interessieren, er ist der Mühe wert." Der Offizier ging seinen Weg, als plötzlich ein Schrapnell platzte. Er wandte sich um und sah, wie das Haupt des Sol­daten auf die Erde rollte. Der Hauptmann war so erschüttert, daß er augenblicklich zurückkchrte, das Evangelium bei dem gefallenen Soldaten suchte und stehend daraus las. Beim Lesen wurde er von seinen Sünden überzeugt und daß er einen Heiland nötig habe. Er glaubte an Ihn und fand Ver­gebung seiner Sünden. Er schrieb an seine Frau, die mit ihren drei Töchtern Jesiim als ihren Hei­land annahm. Dieser Offizier suckt jetzt das Evan­gelium zu verbreiten, das das Mittel zu seiner Rettung geworden war.

Und du, lieber Leser, ist es nötig, daß Gott auch bei dir ein solches Zeichen anwende, um dich ans dem Schlafe auszuwecken? Ist die sanfte Stimme des HErrn Jesu nicht genügend, um dich zu Ihm zu ziehen und dir zu zeigen, daß eS nie zu früh ist, zu Ihm zu kommen? Übergib dich Ihm jetzt, damit Er dir Frieden, Trost und ein neues Leben in Ihm schenken kann. D.

Gin interessantes Experiment.

Einige interessante Versuche wurden kürzlich von einem amerikanischen Toktor angcstellt, dem es darauf ankam. die Wirkungen, die der Branntwein aut Körper und Geist bat. festzusteüen. In einer Ansprache vor der medizlnisä en Gesell­schaft Chikagos sprach er die Behauptung aus. dass er bewiesen habe, daß ein halbes Dutzend Gläser Branntwein in einem Tage dem Geist und Körper dieselbe Ermüdung brächten wie ein hartes Tagewerk.Der Alkohol wirkt tatsächlich er säilafsend aus Musleln. Nerven und Gehirn/ sagte er. er solches herausgefunden hatte, bewiesen seine Wissenschaft lichen Experimente.

Versammlungs-Anzeigen.

Stadtmission Friedberg,

Kleine Köhlergasse 8.

Jeden Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Sonntagsschnle; 4 Uhr: Annqtrauenverem; abends 8 Uhr Versammlung- Jeden Donnerstag, «denvs 8 l /s Uhr: Bibel und Gebetsstunde.

Sonntag den 4 Februar, nachmittags 3 Uhr: Assenheim und Echwalhim; abends: Stammheim Sonntag den II Februar, nach­mittags 3 Uhr: Dorheim. Sonntag den 18 . Februar. nachmiitags 3 Uhr: Stammheim, Schwalheim und Assenheim Sonntag, den 25 Februar, nachmittags 3 Uhr: Bönstadt, Dorheim und Leidhecken; abends: Stamm­heim. Pom 7. Februar ab findet, so Gott will, in Stammheim Evan­gelisation statt. _

Bezirk Sellnrod.

Sfllnrob: Sonntag, mittag» 12 USr: Sonntag«!»«!--

abend» 8 wir Berlammlung. Am 4 Februar und 4 Mär,. nachmittag« 2 Ufit: Gemeint tiasiskonterenp Jeden DonnerSiaa »nd Samstag Gebei»stunde Wobnseld: i Februar mittag». -6 Februar und u 9. März abends Bobenhauien 9 Februar abeud», 18. F«bru mittags und 2 März abend». Höckersdors: 4. und 19 Februar oben , 2 >. Februar mittag». 8. März abeud» Altentiain 8-, i8. und Februar abends Kleineiche» 1. Februar abeud» ,1. Februar mit'«»»" 4 März abend» Grotzeichen 4 und Ib Februar abrnd». 2b mittags, 8. März abends u n Ierie Ib erienroo 11 .. 14 un» 25 M ruar und 7 März abends Lberteibertenrod 7 and und 4 März abends Helpersbain >> Februar mittag« >» abend» 2b Februar mittag» und S März abend». Uirichftetni 0 . in ruar abend», 18 Februar mittag» und 27. Februar abrnd».

Anzeigen für die Nummern 912 spätestens bis zum 18. Februar d. 3s. erbeten.