Ausgabe 
28.1.1917
Seite
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.Ich erwartete es nicht anders," antwortete er, denn das Wort Gottes sagt: »Alle haben gesündigt, ohne Ausnahme« (Röm. 3, 25), also können Sie auch keine Ausnahme sein, denn »es ist kein Ge­rechter, auch nicht einer«. Aber, da Sie gegen Gott gesündigt haben, brauchen Sie einen Retter, der Sie von den Sünden befreit, und dieser Netter ist hier, ja, ja, Er hat sogar schon Ihre Sünden getragen. Er hat die Sünden gesühnt durch Sein Opfer. »Der HErr hat Ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.« (Jes. 53, 6.) »Wer an Ihn glaubt, hat Vergebung seiner Sünden.« (Apg. 13, 38. 39.) Vertrauen Sie Ihm einfach und stützen Sie sich aus Sein vollbrachtes Werk, so werden Sie die volle Gewißheit bekommen, daß Ihre Sünden vergeben sind und daß Sie ewiges Leben haben."

Diese Seele glaubte an die Wahrheit Gottes, stützte sich auf Jesum allein und war von dem Augenblick an eine neue Schöpfung und hatte Frieden mit Gott. S. S.

Sage mir von Jesu!

In der großen Stadt C. befand sich unter den Gliedern einer Gemeinde auch eine treue Nachfolgerin des HErrn Jesu. Sie war noch jung, hatte einen liebenden Gatten und ein allerliebstes kleines Mäd­chen, mußte aber auf dem Wege des Lebens allein gehen, denn ihr Gatte glaubte nicht. Dieses war ihre einzige Trauer, doch betete und hoffte sie fort und suchte währenddessen ihr Töchterchen für den HErrn zu erziehen.

Eines Sonntagabends war sie wie gewöhnlich in einer Versammlung, während das Töchterchen mit dem Vater zu Hause blieb. Er hatte das Kind auf den Knien sitzen und las seine Zeitung. Da auf einmal sagte die Kleine:Vater, erzähle mir von

Jesu, wie die Mutter immer tut I" Keine Antwort. Vater, bitte, erzähle mir von Jesul"

Sei still, liebes Kind, der Vater ist am Lesen."

Aber Vater, kannst du mir nicht von Jesu erzählen?" so ertönte die Stimme des Kindes fort und fort; und der Vater sagte kein Wort mehr, las aber auch nicht mehr, denn in ihm arbeitete es kräftiglich, und die Rede des . Kindes war ein Hammerschlag an sein Gewissen.

Nachdem er so eine Zeitlang gesessen, übergab er das Kind seiner Wärterin und machte sich auf den Weg zu dem Lokal, wo er seine Frau wußte. Dort war er ein so seltener Besucher, daß viele verwundert waren, ihn zu sehen. Am Schluffe der Versammlung forderte der Prediger auf, wenn solche da seien, die das Gebet der Gläubigen wünschten, sie dieses durch Aufstehen bezeugen möchten. Sogleich stand der Mann auf; seine Gattin aber und viele ihrer Freunde sanken auf die Knie und beteten für ihn; und ehe noch die Versammlung zum Schluß gebracht war, hatte er Frieden gefunden.

Auf dem Heimwege fragte ihn seine Gattin: Wie kam es denn, daß du heute abend zur Ver- sammlung kamst?"

Er sagte:Ich konnte nicht anders, ich mußte kommen. Ärmchens Reden trieben mich. Ich konnte ihr nicht von Jesu erzählen, denn ich kannte Ihn nicht, nun aber kenne ich Ihn und liebe Ihn und will Ihm dienen mein Leben lang."

Eine köstliche Stunde des Gebets wurde gefeiert bei ihrer Heimkunft, denn alle Gebete der Frau waren nun erhört. Fürwahr, Gott gebraucht manche- Mal die schwache Stimme eines Kindes, um Sünder zu erretten I

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Bezirk Gießen.

Stadimtfftott Gießen, Löberstraße 14.

In Gießen, vereinshaus, Löberstraße 14 Jeden Sonntag IV, Uhr: Sonntagsschule, 4 Uhr: Jungfrauenverein, 8V* Uhr: Versammlung. Jeden Mittwoch: Btbelstunde.

21. Januar, nachmittags: Nordeck, abends: Wißmar u. Wieseck, Frauenstunde. 28. Januar, nachmittags: Altenbuseck und Beuern.

Anzeigen für die Nummern 58 spätestens bis zum 21. Januar d. Js. erbeten.