Ausgabe 
28.1.1917
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antwortete:Ja, Gott sei Dank, sie sind geordnetI Das Blut Jesu Christi in seinem einzig dastehenden Werte hat alles sür mich in Ordnung gebracht."

Das war eine klare, bestimmte Antwort. Die alte Dame wußte, an wen sie geglaubt hatte. Nicht Gebete und Tränen, nicht ein religiöses oder gutes Leben hatten die Frage sür sie geordnet.Das Blut Jesu" hatte es getan,das Blut Jesu in seinem einzig dastehenden Werte". Das hatte ihrer Seele Ruhe und Frieden gegeben.

Es ist dem Leser ohne Zweifel bekannt, daß wir in dem Passahfest der Juden, welches einst im Lande Ägypten eingesetzt wurde, ein eindrucksvolles Vorbild von dem Opfer Jesu haben. (2 Mose 12.) Das Blut des geschlachteten Lammes mußte au die Pfosten und die Oberschwelle der Türen gestrichen werden, hinter welchen die Israeliten sich befanden. Auf diese Weise wurde der erstgeborene Sohn vor dem Schwerte des Würgengels, der durch ganz Ägyptenland ging, sichergestellt. Gott hatte gesagt: Sehe Ich das Blut, so werde Ich an euch vorüber­gehen."Ja, ohne Blutvergießung ist keine Ver­gebung." (Ebr. 9, 22.) Der Tod des Stellvertreters mußte eiutreten, das Blut mußte fließen; anders gab es keine Hoffnung für den Erstgeborenen Israels. Genau so ist es heute.Auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet." (1 Kor. 5, 7.) Außer Ihm gibt es keine Hoffnung für den Sünder. Gott ist ein gerechter Gott, der die Sünde nicht ungestraft lassen kann. Aber, Sein Name sei gepriesen! das süh­nende Blut ist geflossen; Jesus Christus, das flecken­lose Lamm Gottes, ist geschlachtet worden. Zu diesem Blute kann jedermann,wer da will," seine Zuflucht nehmen; und dieses Blut,das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, reinigt uns von aller Sünde".

So hat denn jeder glaubende Sünder das un- begreifliche Vorrecht, sagen zu können: Alles ist für mich geordnet. Gott hatDen, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit würden in Ihm".Gott hat Jesum, unseren HErrn, aus den Toten auf­erweckt, welcher unserer Übertretungen wegen dahin gegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist."

Teurer Leser, kannst du also sprechen?

Gericht und Gnade.

Es steht geschrieben:Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Ge­richt." (Ebr. 9, 27.) Der Sohn Gottes sagt:Es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind. Seine Stimme hören und hervor­

kommen werden: die Gutes getan haben, zur Auf­erstehung des Lebens, die aber Böses verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts." (Joh. 5, 28. 29) In Offb. 20, 12 heißt es:Und Bücher wurden aufgetan . . .; und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken."

Das ist das Zeugnis des lebendigen Gottes, der nicht lügen kann. Aber, Gott sei ewig Dank, Er hat auch noch ein anderes Zeugnis gegeben! Er hat dem Menschen mitgeteilt, was ihn vor dem ewigen Gericht sicherzustellen vermag. Und was ist das? Der einfältige und kindliche Glaube an das auf Golgatha vollbrachte Werk Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Wer an Jesum glaubt, Hit ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht.Sein Blut reinigt von aller Sünde." (1 Joh 1, 7.) Darum, mein Leser, kehre um von deinem Wege! Eile und errette deine Seele!

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Ich war immer rechtschaffen.

Einer meiner Freunde, ein Diener Gottes, M. A. M., wurde eines Tages eingeladen, eine Dame zu besuchen, um mit ihr über ihre Seele zu sprechen. Man sagte ihm, daß das nicht leicht sein würde, da alle Anstrengungen, die gemacht waren, um sie zum HErrn zu führen, gescheitert wären.

Als er ankam, begann er die Unterhaltung mit der Frage, ob sie von neuem geboren wäre.

O," sagte sie,ich habe niemand etwas Böses getan, ich tue immer meine Pflicht, ich war immer rechtschaffen und übte pünktlich meine religiösen Pa chten aus."

Aber sind denn Ihre Sünden vergeben?" fragte mein Freund.

Ich habe keine Sünden," sagte sie.

Dann sind Sie ja wirklich eine ganz un­gewöhnliche Frau," sagte er ihr,ich bin noch nie so jemand begegnet. Ihre Lebensgeschichte muß höchst interessant und einzig in ihrer Art sein; bitte, er- zählen Sie mir; ich würde Ihnen sehr dankbar sein. Aber vergessen Sie nicht das, was man Jugend­sünden nennt, lassen Sie auch nicht die Geschichte der Augen oder Gedanken aus, denn Gott spricht von diesen beiden als einer furchtbaren Quelle der Sünden.Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, hat iu seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr be- gangen." (Matth. 5, 28.)Aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken . . ., die den Menschen ver- unreinigen." (Matth. 15, 19.)

Ich will Ihnen mein Leben nicht erzählen," sagte sie.