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Gemeinscbaftsblatt für Dessen. |
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Erscheint wöchentlich einmal.
Einzel« famplate bestelle man bei der Post vierteljährlich.
Verl», <kt BncbbaRAlNRs der PilsernissiOR 6it|tR.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeit«: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck».I.G.OnckenRachf., G. m.b. H., Cassel.
Nr. 4.
Sonntag, den 28. Januar 1917.
10. Iahrg.
Unser Kaiser.
Wir erinnern uns, daß vor etwa zwanzig Jahren ein inzwischen aus diesem Leben abgerufener Redakteur eines christlichen Blattes gefragt wurde, ob es recht sei, wenn man in christlichen Vereinen am Geburtstage des Kaisers „ein Hoch" auf ihn brächte. Der Redakteur gab zur Antwort, er hielte das nicht für unchristlich, aber er dächte, es wäre besser, wenn man gemeinsam von Herzen singen würde:
„Vater, kröne Du mit Segen Unfern König und sein Halls.
Führ durch ihn auf Deinen Wegen Herrlich Deinen Ratschluß aus!
Deinen Kindern sei er Schutz,
Deinen Feinden biet' er Trutz;
Sei Du dem Gesalbten gnädig;
Segne, segne unfern König!
.Rüst ihn mit des Glaubens Schilde,
Reich ihm Deines Geistes Schwert,
Daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens Heil gewährt!
Mach ihm leicht die schwere Last,
Die Du auferlegt ihm hast;
Sei in Jesu Du ihm gnädig;
Schütze, schütze unfern König!
Fürchtet Gott, den König ehret!
Das, o HErr, ist Dein Gebot,
Und Du hast es selbst bewähret,
Warst gehorsam bis zum Tod.
Wer Dich liebt, der folget Dir,
Drum so beten alle wir:
Vor dem Bösen schütz uns gnädig;
Gott, erhalte unfern König!"
Wir achten, ehren und lieben unseren Kaiser, Aid wir wissen, wie er in der Aufrechterhaltung und in der letzten Zeit zur Wiederherstellung des Friedens seine ganze Macht eingesetzt hat. Mit unerhörtem Leichtsinn haben unsere Feinde den Krieg begonnen und ihre Völker in grenzenloses Elend und Jammer gestürzt; und wie hat unser Kaiser sich bis zuletzt die größte Mühe gegeben, seinem Volke und Europa den Frieden zu erhalten, weil ihm die
furchtbare Verantwortung vor Gott und das grause Elend des Krieges vor Augen stand I Gott hatte ihm als Lohn für diese Treue eine wunder- bare, nie geglaubte Einigkeit des ganzen Deutschen Reiches und seiner Völker und Fürsten geschenkt, welche sein Herz mit großer Zuversicht und Freude erfüllte angesichts des bevorstehenden Riesen- kampfes.
Wir können nicht genug unserem Gott danken, daß Er uns solchen Kaiser in dieser schweren Zeit
Burg Hohenzollern.
gegeben hat, zu dem das ganze Volk mit vollem Vertrauen aufblickt. Und wir wollen mit aller Treue dem Kaiser und dem Staate willig dienen, wo er unser bedarf. Wie willig haben sich die wehrfähigen Männer zum Kriegsdienst gestellt! Aber unser Kaiser will noch mehr. Er hat es ausgesprochen, daß ihm die treue Fürbitte seines Volkes sehr erwünscht ist. Männer und Frauen sollen aufgerufen werden, einzugreifen in den großen Kampf mit den Waffen des Gebets und des Glaubens für unseren Kaiser und unser Heer. Ja, Gott segne unseren Kaiser an seinem Geburtstage und in der kommenden Zeit!
Doch wir wollen diesen Abschnitt nicht ab-


