Ausgabe 
17.12.1916
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Abends spielten sich wieder gräßliche Szenen in dem Hause ab. Die Drohungen des Mannes waren fürchter- lich, das Herz der Flau hat gebebt, ihr Auge geweint, und ihr Fuß hat auf dem Wege zur kleinen Kapelle ge- schwankt, aber die Liebe zum Heiland ivar stärker als die Angst vor dem wütenden Manne. Der Prediger redete an dem Abend, von dem Heiligen Geist geleitet, über die drei Männer im feurigen Ofen. Ach, wie wuchs ihr Vertrauen beim Hören der Predigt, und welch eine Kraft kam über ihr Herz! Mit Mut zum Leiden und mit Ergebung in Gottes Willen ging sie heim. Beim Eintreten in das Plnuner sah sie, daß ihr Mann Borbereitungen zu schrecklichen Talen gemacht hatte, ihn selbst aber sah sie nicht; sie mußte ihn mit der Zeit suchen und fand ihn in der äußersten Kammer in einer Ecke auf den Knien liegen Gott ist ihm zu stark geworden. Er bekannte seiner Frau und sagte:Gottes Hand legte sich schwer auf mich, daß ich zu Boden fiel wie ein Toler. Ist noch Gnade für mich?" Ach, >oie staunte nun die Frau über die verborgenen Wege Gottes und über die Erhörung der Gebete der Kinder Gottes! Nun konnte sie ihrem Manne den Weg zu dem weisen, der das Herz zerbricht und heilt. Und er fand noch an dem Abend den Heiland, der die Sünder liebt und für die Sünder am Kreuze starb und die Sünder in Gottes Kinder verwandelt. Er wurde Jesu Freund und Jünger, und dem ganzen Hause ist Heil widerfahren. R.

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Derstcherl euch. J

Das Bedürfnis, in Sicherheit zu sein, ist tief eingewurzelt im Menschenherzen. Ein Menge von Verfichtrungsanstalten und Versicherungsgesellschaften sind diesem Bedürfnis entsprungen. Gegen was alles kann man sich heute nicht versichern! Die Leute sorgen und denken an ihre Häuser, ihr Vieh, ihre Felder und Weinberge und an die sie nach ihrem Tode Überlebenden, aber wenn man die große Torheit begeht, nicht dafür zu sorgen, daß man des ewigen Lebens versichert ist für seine unsterbliche Seele, so ist das ein unwiederbringlicher, furchtbarer Verlust! Ja, ein unheilbarer, ewiger Verlust!

Nach dem Tode folgt das Gericht. (Ebr. 9, 27.) Aber jetzt, heute ist der Tag des Heils, an welchem uns Gott erlaubt, uns zu versichern, daß wir das ewige Leben umsonst erlangen. O, welche Gnade! Jesus Christus hat die Schuld aller Sünder bezahlt, als Er Sein Leben für uns am Kreuze gelassen hat. Er hat es auch für dich getan, lleber Leser! Das ist eine ewige, unumstößliche Wahrheit. Wenn du glaubst, so rettest du deine Seele und wirst der ganzen unaussprechlichen Wohltat Seines Leidens und Sterbens teilhaftig, und alle deine Sünden sind dir vergeben.

Wenn du aber nicht glaubst, so wird dir diese heilige Tatsache zur Verdammnis, zum ewigen Ver> derben werden. Deine Gleichgültigkeit gegen die Erlösung wird dein ewiges Los entscheiden. Gottes Wort sagt:Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben, wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm." (Joh. 3, 36.)

O versichere dich heute des ewigen Lebens, dann bist du weise und wahrhaftig vorsorglich.

S. S

K

Entweder oder.

Ein zweifaches Ziel zeigt die Schrift für alle Wege der Menschenkinder: das ewige Leben oder das ewige Verderben. Eins von diesen beiden Zielen wird bald das deinige sein. Nur eine kurze Spanne Zeit trennt dich noch von dem Tag, wo es auf immer erreicht sein wird. Pfeilgeschwind gehen die Jahre dahin.Unser Leben ist wie ein Dampf, der eine kleine Zeit währt, danach aber verschwindet." (Jak. 4, 14.) Nur diese kurze Spanne Zeit ist dir gegeben, um zu wühlen, um dich zu entscheiden, um dich vorzubereiten. Ewigkeiten werden dahinrollen, aber dir wird keine zweite Gelegenheit zu wählen gegeben werden. Du hast jetzt noch deine auf das Irdische sich beziehenden Fragen und Sorgen, deine Freuden und Leiden. Geld und Gut und Ehre und Lust der Welt scheint dir etwas zu sein. Aber nach ganz kurzer Zeit wird all das für dich gänzlich nichtig geworden, in gänzliche Be­deutungslosigkeit und Wertlosigkeit hinabgesunken sein. In deiner Sterbestunde, am Tage des Gerichts, was könnten dir dann alles Gold und alle Kronen der Erde sein, wenn du den ewigen, heiligen Gott gegen dich hast? Eins ist not, hat Jesus gesagt. Stunden kommen und Tage, wo dieses Wort weder von dir noch von irgend jemand sonst bestritten werden wird, wo es auf allen Höhen und in allen Tiefen von allen Geschöpfen anerkannt und zugegeben werden wird, daß in der Tat zu allen Zeiten, an allen Orten, für alle Menschen nur eines und nur einer not war: Jesus Christus, die Rettung i n S e i n e m B l u t u n d N a m e n und diegläu- b i g e V e r b i n d u n g m i t I h m als dem Haupte einer neuen, begnadeten und erlösten Menschheit.

So, mein Leser, eile, dem zukünftigen Zorne zu . entrinnen. Wende dein ganzes Herz Jesu zu und nimm Ihn jetzt als deinen Erretter an. Werde willig, die dir angebotene Heilsgabe Und Gnade in Christo dankbar und freudig anzunehmen. Ich bitte dich um der Verheißungen und Drohungen der ewigen Gottesliebe willen, um des Blutes deines Mittlers willen, das für dich floß, um der großen, glühenden Heilandsliebe willen, die dich sucht, ich bitte dich