Tot eines cm Gott hingegebenen Lebens. Nirgend »n Neuen Testament gibt cs lehrhafte Ausführungen über das Kreuz, die nicht alsbald zur entfcheidenden Tat ausforderten. Am Kreuze Christi entspringt ein Kraftstrom ohnegleichen. Wer mit dem Kreuze innerlich in Berührung kommt, der muß dem Gekreuzigten Herz und Leben weihen. Es gibt m der Tat nichts in der Welt, das an lebenschaffenden, volkserneucrnden Kräften dem Worte vom Kreuze zur Seite gestellt werden könnte. Alles, was von diesem Kraftstrom erfaßt wird, muß gesund werden. Stellt das Kreuz in die Herzen, in die Häuser, in die Gemeinden, unter die Völker, und alles, alles wird von Grund ans anders und'neu! Das Wort vom Kreuz ist das Wort der Kraft,' »'ährend, wenn Christus nicht gestorben wäre, cs kein Christentum gäbe. g H
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der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde ge- macht. Denn wie wir ohne unser Dafürkönnen durch den ersten Menschen, Adam, verlorengingen, so sind wir ohne unser Dazutun durch den zweiten Menschen, Christus, lvicder gerettet. Wir gingen alle in der Irre, waren blind und unbekümmert um unsere Seelen, taten nichts und konnten nichts tun für ihre Rettung. Aber da trat Gott ein. „Der HErr warf unser aller Sünde auf (3es 53, 6.) „Gott selbst hat unsere Sünde ! in Seine Hand genommen und hat sie auf Seinen Sohn geworfen Nicht du mußt deine Sünden auf de» Sohn werfen. Nein, das tat Gott." (Röm 9, 3.)
Ein Ungläubiger las einmal Jej. 53 und rief verwundert aus: „Wenn das wahr ist, dann bin ich auch erlöst, und zwar von Gott selber!" Der Ungläubige hatte mehr Licht über die Erlösung als viele, die sich Gläubige nennen. Er hatte recht: „Wir sind erlöst, und zwar von Gott selber."
Die Vergebung ist da; sie ist ein Geschenk von Gott, bereitet für jeden. Die Bibel redet von einer Vorbereitung für den Himmel, aber nicht von einer Vorbereitung, um zum Heiland zu kommen. Die einzige Vorbereitung hierzu ist, daß wir wollen versöhnt und erlöst fein. Ein Mädchen, das wegen seiner Sünden sehr beunruhigt war, fragte mich
einmal: „Darf ich denn so von heute auf morgen glauben an die Vergebung?" Ich sagte: Nein! Die Bibel hat ein doppeltes
Nein auf deine Frage. Erstens ein „Nein" auf dein: „Darf ich?" denn es ist Gottes Gebot, daß wir glauben an den Namen Seines Sohnes jl Joh. 2, 23), und ein zweites „Nein" auf dein „von heute aus morgen"; denn Gott sagt:
„Heute, wie gesagt ist: heute." (Ebr. 4, 7), und
»och bestimmter: „Jetzt ist die angenehme
Zeit." (2Kor. 6, 2.) Das Kind empfing in jener
Stunde Vergebung und Frieden. Um die Vergebung anzunehmen im Glauben, brauchst du nicht Tag und Stunden. Du kannst dies tun während des Lesens dieser Zeilen. Der Kerkermeister, dem diese Worte: „Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig" zuerst galten, kam in dem Augenblick, als er diese Worte hörte, zu Jesu und empfing Vergebung.
Dieser Glaube trennt auch von der Sünde. Als Moses am Hofe der Tochter Pharaos glauben lernte, sagte er dem Sündenleben am Hofe rein ab und erwählte die Schmach Christi. Der Kerkermeister, als er glaubte, hörte auf mit seiner Ge- walttat und wusch den Knechten Gottes die Striemen. Wahrer Glaube trennt von der Sünde und verändert das ganze Leben eines Menschen.
Dieser Glaube rettet auch vom kommenden Zorn. Wer an den Sohn glaubt, kommt nicht ins Gericht. Es gibt einen zukünftigen Zorn, aber nicht für den Gerechten, sondern für den Gottlosen. Wir lesen Offb. 6, daß Zeiten kommen werden, wo Könige, Große, Oberste, Reiche, Starke, Knechte und Freie die Berge und Felsen anrufen: „Fallt über uns und deckt uns vor dem Zorn des Lammes!" Dann werden wehklagen alle Geschlechie der Erde. Hunger und Tod, Schwert und Pestilenz werden die Erde bedecken; die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die da kommen sollen. Aber wer Jesum im Glau! bei, besitzt, ist geborgen. Kein Zorn kann ihn treffen, denn der Richter ist sein Freund. Nichts kann ihn in die Hölle verdammen; denn Jesus ist sein Bürge, der für ihn eintritt.
O Freund, was mußt du tun, um Vergebung deiner Sünden, Ruhe für dein Gewissen, Befreiung von deiner Sünde, Errettung vom zukünftigen Zorne zu erlangen, um selig zu werden? Du mußt Jesum haben! Denn wer den Sohn hat, hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. G. St.
K
Der rvayre Grund.
Die suchende Seele ist in ihrer Verwirrung und Unruhe in peinlichster Selbstbetrachtung festgehalten. Sie blickt beharrlich auf ihre tiefe Ver- derbtheit, auf ihre wechselnden Gefühle, beklagt ihren Mangel an Ernst und Kraft und sinkt so in immer tieferes Elend hinab. Durch den Glauben macht sie diesem Zustand ein Ende. Sie kehrt sich selbst und ihrem Elend und ihrer ganzen Vergangenheit den Rücken und wendet Auge und Ohr und Herz Christo zu. Dann aber bahnt ein großer, wunderbarer Wechsel sich in ihr an. Nicht mehr was sie ist und tut, erregt ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit, sondern das, was Christus ist und


