die in die englische Gesandtschaft geflohenen Fremden zu zwingen, diese zu verlassen. Dabei wurde eine große Sammlung chinesischer Literatur, u. a. auch das genannte Riesenwerk, zerstört. Man fand nur einige hundert Bände in den Ruinen, wovon sich nun einige in fremdem Besitz befinden.
Diese Werke mögen große Werte haben und von vielen Menschen gelesen worden sein, aber es gibt ein Buch, das alle anderen Bücher weit überragt. Es ist dies das Buch der Bücher, die Bibel. Dieses Buch hat nicht einen unerschwinglich hohen Preis, es ist so billig, daß es jeder kaufen kann, und sollte irgend .jemand auch den billigen Preis nicht bezahlen können, so bekommt er das Buch geschenkt.
Wie köstlich ist es in dieser Welt, wo alles wankt und weicht und dem Wechsel unterworfen ist, etwas zu haben, das fester und unbeweglicher ist ivie Himmel und Erde.
Die Bibel ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen; es sind Gottes Worte, Worte des Ewigen, des Unsichtbaren, des Allmächtigen, deshalb ist der Wert unschätzbar, unaussprechlich.
Das teuere Wort ist das göttliche Licht in der Finsternis dieser Welt, der treue Führer und Ratgeber aller, die ihm folgen.
Gott selbst sagt zu Josua: „Laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tust allerdinge nach dem, was darinnen geschrieben steht. Alsdann wird dir gelingen in allem, was du tust und wirst weislich handeln können." (Jos 1, 8.)
Und in 2 Petri 1 lesen mit: „Wir haben
desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Ort."
Die Bibel ist die Schrift des lebendigen Gottes. Sie straft bei Vergehungen, warnt in Gefahren, tröstet in Trübsal und lehrt alle, die darauf achten, den heiligen Willen Gottes und ihre große Lebensaufgabe erkennen und tun.
Die Bibel zeigt uns vornehmlich den Weg zur Seligkeit. Sie bezeugt uns: „Wie den
Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, also ist auch Christus einmal geopfert, um vieler Sünden zu tragen." (Ebr. 9, 27. 28.) „Denn das Wort ist gewiß und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erreltcn." (1 Tim. 1,15.) „Er ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift." (1 Kor. 15, 3.) „Jesus Christus hat Sich selbst für unsere Sünden hingcgeben, damit Er uns errettete von dieser gegenwärtigen bösen Welt." (Gal. 1, 3 4.) „Er hat unsere Sünden selbst hinaufgetragen an Seinem Leibe auf das Holz." <1 Petri 2, 24.) „Um unserer Übertretungen willen war Er verwundet, um unserer Missetaten willen
zerschlagen. Die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Fr'eden hätten, und durch Seine Wunden find wir geheilt." (Jes. 53-, 5. 6.) „Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinig- keit'des Fleisches heiligt, wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch den ewigen Geist Sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Ge> wissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! Nachdem Er nun ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht, hat Er Sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes. Denn durch ein Opfer hat Er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden." (Ebr. 10, 12. 14.)
O. D.
ZL
Unkenntnis.
Es herrscht überall eine strafwürdige Unkenntnis über Christum und Sein Kreuz. Ich glaube aber behaupten zu dürfen, daß bei näherem Zusehen die Zahl derer, die aus wirklich ehrlichen Gründen gegen das Wort vom Kreuze Bedenk, n haben, gering ist. Möchte man doch in der größten und heiligsten Sache, die es für den Menschen gibt, aus allem Betrug und aus aller Lüge wirklich mal heraustreten und den Mut bekommen, vor sich selbst offenbar zu werden als der, der man in Wirklichkeit, nicht aber in seinem trügerischen Selbsturteil ist! Daß der Krcuzeshaß seine Wurzeln nicht im Kopfe, sondern im Hcrzcn hat, war ohne Zweifel auch die Überzeugung des Paulus. Daher verzichtet er auch darauf, auf die Gedanken der Kreuzesfcinde einzugehen, indem er de» Glauben an den Gekreuzigten mit menschlichen Be- weismittcln verteidigt. Sein Urteil über sie steht längst fest. Wem das Wort vom Kreuz Torheit ist, weist sich damit aus als einer, der auf deni Wege des Verlorengehens sich befindet. Mögen die Feinde auch immer gegen das Kreuz anstürmen, das Kreuz selbst hält jedem Sturm stand, während die Gegner am Kreuze zerschellen. Die Worte, daß das Kreuz Christi eine Torheit denen ist, die verloren werden, muten einen an wie ein dumpfer Trauermarsch oder wie das Grabgeläute zu des Sünders ewigem Verderben. Damit weiß nun jeder seinen Weg und kennt jeder sein Schicksal. Eine andere Botschaft als die des Paulus haben auch wir nicht zu verkündig,n. Wir müssen es jedem Gegner der Kreuzespredigt selbst überlassen, sich mit Pauli Worten abzufinden.
Dem lauten Protest der Feinde steht gegenüber das schlichte, aber deutliche Bekenntnis der Freunde des Kreuzes Uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft, lautet ihr Zeugnis. Das Wort vom Kreuze ist ihrem Geiste hellstes Licht und höchste Weisheit, ihrem Herzen tiefste, heiligste Liebe, ihrem Wollen größte, heldenhafteste


